Die Digitalsysteme der Modelleisenbahnhersteller


Das Conrad oder C-Digitalsystem


Vorbemerkungen
Das System C-Digital ist baugleich mit dem System Conrad-Digital. Die Komponenten von Conrad-Digital sind mit denen von C-Digital beliebig austauschbar und umgekehrt.


Das C-Digitalsystem
Das C-Digital-System (CDS) ermöglicht einen unabhängigen Zugbetrieb, bei dem jede Lok über ihre individuelle Lokadresse eindeutig an jeder Stelle der Gleisanlage gesteuert werden kann. Anhalteabschnitte vor Signalen oder in Blockstellen können ins System integriert werden.
In jede Lok wird ein Decoder eingebaut, der den Motor, die Lampen und zwei weitere Geräte steuern kann. Die Loks können Signalstellungen erkennen, um automatisch anzuhalten oder wieder loszufahren. Für jede Lok lässt sich der Anhalteweg individuell einstellen, damit man einerseits ein möglichst naturgetreues Abbremsen simulieren und andererseits das sichere Anhalten im vorgesehenen Anhalteabschnitt gewährleisten kann. Somit kann das System den Gegebenheiten einer bestehenden Gleisanlage angepasst werden. Auch die Fahrtrichtung jeder Lok wird ausgewertet, was ein Durchfahren roter Signale in Gegenfahrtrichtung ermöglicht. Ohne großen Aufwand lassen sich alle Leistungsmerkmale des - CDS - bequem, ohne aufwendige Prozeduren, direkt von jedem Handregler „Digital-Control“ aus für die adressierte Lok einstellen oder beliebig oft ändern.

Die Anfahr- oder Bremsverzögerung kann eingestellt, Rangierfahrten unternommen oder Doppeltraktionen gefahren werden. Ein einfacher Tastendruck versetzt die Lok in automatische Weiterfahrt, und der Handregler ist wieder frei zum Steuern einer anderen Lok.

Das System basiert auf dem International gültigen DCC-Protokoll.



Eigenschaften und Bestandteile des Conrad bzw C-Digitalsystems bis zum Jahre 2000

Digitalsystem Conrad
Datenformate bis 2000 DCC
Zentralen Conrad-Zentrale
Steuergeräte Walk Arround Control
Rückmelder ja
Interface ---
Lokdecoder ja
Booster ja
Kehrschleifen ----
Fahradressen 4-stellig
Fahrstufen 61
Blocksystem ja
Schaltbare Magnetartikel --
Conrad-Bus ja




Bestandteile des C-Digitalsystems
Zum System C-Digital gehören:

- die Zentrale (Bestell-Nr.212764)
Die Zentrale ist das Herz von C-Digital. 6 Handregler können angeschlossen werden. Die Stromversorgung erfolgt über separaten Transformator. Dieser ist allerdings leider nicht im Lieferumfang enthalten. Die Leistung der Zentrale "C-Digital" ist für etwa sechs gleichzeitig fahrende Züge ausreichend. Falls beleuchtete Waggons oder zusätzliche Energieverbraucher eingesetzt werden vermindert sich diese Anzahl. Mit dem Anschließen eines Boosters kann eine Leistungserhöhung, erreicht werden, so dass dann etwa doppelt so viele Züge gleichzeitig fahren können.

Vor dem Anschließen des Boosters muss die Gleisanlage elektrisch in etwa zwei gleich große Teile getrennt werden. Beim Fahrbetrieb mit vielen Zügen soll sich die Stromlast etwa gleichmäßig auf die beiden Teile verteilen.

Ausstattung
- Klemmen AC: Eingang 17V bis 24V AC
- Klemme GND: gemeinsamer Ausgang für STR, UZ, GUZ
- Klemme STR: Ausgang 15V max. 2,7A DC kurzschlussfest, Datenstrom: 2kHz, Träger 450kHz 0,4Vss
- Klemme UZ: Ausgang 15V max. 2,7A DC kurzschlussfest, Datenstrom: 2kHz, Träger 450kHz 0,4Vss
- Klemme GUZ: Ausgang 15V max. 2,7A DC kurzschlussfest, Datenstrom 2kHz, Träger 450kHz 0,4Vss
- Ausgänge STR, UZ und GUZ leisten in Summe max. 2,7A Dauerstrom
- fünfpolige Diodenbuchse
- Buchse Booster: neunpolige SubD Buchse

Features:
- Originalgetreues Bremsen und Wiederanfahren an roten Signalen und bei Blockstellenbetrieb,
- individuelle Lokparameter während des Betriebes beliebig einstellbar (Doppeltraktion, Rangierbetrieb, Lastsimulation)
- Automatikfahrbetrieb mit Blockstellenerkennung
- Fahren im Zweileiter- oder Dreileitersystem
- automatische Durchfahrt bei roten Signalen aus der Gegenrichtung
- Nothaltfunktion
- 61 Lokadressen
- Kurzschlusssicherung

Zentrale


Netztrafo (Bestell-Nr.212728)
Der Netztrafo ist ausschließlich zum Anschluss an die Zentrale vorgesehen und darf nicht gleichzeitig als Stromquelle für weitere Verbraucher wie z.B. Lampen, Weichen, Booster etc. verwendet werden.

Netztrafo




Handregler „Digital-Control“ (Bestell-Nr. 212729)
Mit dem Handregler können die Loks beliebig abgesprochen, Einstellungen aktiviert oder deaktiviert und mit der eingestellten Lok wie gewünscht den Fahrbetrieb aufgenommen werden. Der Handregler besitzt eine vierstellige Sieben-Segmentanzeige und 3 m Kabel. Leider besitzt er keine Fernbedienbarkeit.
Zum Handregler gibt es ein Softwareupdate auf Version 62 (Fahrstufenanzeige, Anzeige der Handreglernummer, Handregler-Reset, Wendezugbetrieb). Dazu wird der im Handregler befindliche Microcontroller-Baustein ausgetauscht.
- Mögliche Anzahl der Handregler: 1 bis 6
- Anzahl der einstellbaren Lokadressen: 61
- Motor: Fahrstufen 30 vorwärts, 30 rückwärts
- Motorsteuerung 20Hz oder 40Hz
- Elektrische Motorbremse EIN oder AUS
- Zusatzfunktionen 2 (F1 und F2)
- Verdrahtungsvariationen:
      -- Zusatzfunktion F1: 2
      -- Zusatzfunktion F2: - 2
- Loklampen 4
- Anfahr- und Bremsverzögerung 4 Stufen
- Einstellbarer Anhalteweg bei rotem Signal 4 Längen je Lok
- Automatikfahrt für jede Lok oder Doppeltraktion aktivierbar
- Doppeltraktion mit zwei Loks vom Handregler aus steuerbar
- Spezialeffekte: Tastfunktion bei F2
     -- Automatik-Pfeifen
     -- Dauerlicht
     -- F1-Automatik

Handregler




Lokdecoder „Professionell“ (Nr. 212740) oder „Economy“ (Nr. 212741)

Lokdecoder „Professionell“:
Lokdecoder zum Einbau in Lokomotiven für den Betrieb für C-Digital. Geeignet für Allstrom- und Polwendemotoren. Zwei Zusatzfunktionen (z. B. Lokpfeife, Rauch etc.) sind schaltbar. Anschluss für fahrtrichtungsabhängige Dauerbeleuchtung. Anfahr- und Bremsverzögerung einstellbar. Die Adresse des Decoders wird über den Handregler programmiert.
Maße: (B x H x T) ca. 26 x 16 x 5,5 mm
Eingangsspannung: 12V bis 18V
Stromaufnahme: max. 1,5A
Ausgänge: (bei 15V Eingangsspannung entsprechend 15V Gleisspannung):
Motor: 13,4V max. 1,5A Spitzenstrom und 0,6A Dauerstrom
Lampen: je 13,4V bis 14V max. je 0,6A
F1-Anschluss: 13,4V bis 14V max. 0,6A
F2-Anschluss: 13,4V bis 14V max. 0,6A
Zusatzgerät 1 und 2: je max. 0,3 A

Der Gesamtstrom an den Decoderausgängen darf auf Dauer 0,9A nicht übersteigen, kurzzeitig sind 1,5A möglich.

Lokdecoder


Lokdecoder „Economy“:
Ausführung wie Decoder "Professionell" (1 21 27 40), jedoch nur eine Zusatzfunktion (F2) und ohne Anschlußmöglichkeit für Spitzenlampen.
Abmessungen: (B x H x T): ca. 21,5 x 12 x 5,5 mm
Eingangsspannung: 12V bis 18V
Anschluss des Motors: max. 0,5 A Dauerstrom und 1 A Spitzenstrom
Zusatzgerät: max. 0,1 A.
Stromaufnahme: max. 1,0A
Ausgänge: (bei 15V Eingangsspannung entsprechend 15V Gleisspannung):
Motor: 13,4V max. 1,0A Spitzenstrom und 0,4A Dauerstrom F2-Anschluss: 13,4V bis 14V max. 0,2A
Der Gesamtstrom an den Decoderausgängen darf auf Dauer 0,5A nicht übersteigen, kurzzeitig sind 1,0A möglich

Lokdecoder



Blockstellenmodul (Bestell-Nr. 212717)
Das Modul dient zum Anschaltung von Signalen mit den dazugehörenden Gleis-Halteabschitten auf sehr übersichtliche Weise. Speziell ausgelegt für C-Digital. Drei Leuchtdioden zeigen den aktuellen Zustand und eine stattfindende Schaltaktivität an. Erhältlich als Bausatz oder fertig aufgebauter Baustein.

Lokdecoder



Booster (Bestell-Nr. 212776)
Der Booster wird nur für den Betrieb größerer Anlagen benötigt. Die Zentrale kann abhängig vom Stromverbrauch der Lokomotiven und der beleuchteten Wagons etwa fünf gleichzeitig fahrende Züge versorgen. Mit dem Booster kann die Gesamtleistung verdoppelt werden. Die Stromversorgung erfolgt über einen separaten Netztrafo (21 27 28) und der Anschluss an der Zentrale durch ein handelsübliches Computerverbindungskabel SubD 9pol 1:1.
Technische Daten:
Stromversorgung AC 18V
Leistungsaufnahme bis 52VA
Ausgang 15V, 3A
Abmessung: wie Zentrale (B x H x T) 112 x 200 x 50 mm

Booster



Weitere optionale Zusatzbauteile:
Spule 47uH (Nr. 535397) zum Betrieb anderer Geräte am Gleisstrom (Abschnitt 4)

Diode 1N4002 (Nr. 162221) oder Standard-Siliziumdiode bei Wechselstrommotoren und zur Vorschaltung UZ oder GUZ für mindestens 50V und 1,5A.

Drosselspule mit mindestens 47uH und einer, für das anzuschließende Gerät ausreichenden Strombelastbarkeit (z.B. 200mA). Kabel Klingelschlauchleitung 6 x 0,8 (Nr. 60 61 03) zur Verdrahtung der Gleisspannungen COM, STR, UZ und GUZ

Diode




Links zu C-Digital
Link zu Conrad Digital
Link zu H-tronic
Link zu C-Digitalsystem
Beschreibung des Einbaues eines Profidecoders
Bilder eingebauter Decoder in diverse Piko-Loks
Beschreibung zum Einbau des Ecodecoders in die Köf von Piko
Bilder eingebauter Decoder in diverse Fleischmann-Loks
Bilder eingebauter Decoder in diverse Loks (Liliput, Trix)
Bilder eingebauter Decoder in Märklin-Loks
Einbau Profi-Decoder mit Motorbooster und Lok-Pfeife in die Roco BR118
Bilder eingebauter Decoder in Roco-Loks
Anschaltung von Glockenankermotoren (Faulhaber-Motore)
Beschreibung der Anschlüsse für Handregler, Booster und aller verwendeten Protokolle; Anschaltung von Notstop-/ Restart-Tasten
Elektrische Schaltunterlagen zu C-Digital und Conrad-Digital, Technische Hinweise, Schaltungsänderungen, Einstellanweisung
Schaltung für Langsamfahrstrecke
Verdrahtungsschema bisher analog, Verdrahtungsschema mit C-Digital


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