Die Digitalsysteme der Modelleisenbahnhersteller


Die Trix Digitalsysteme


Das Selectrix-System

Im Jahre 1982 erfolgte die erste Vorstellung des Selectrix-Systems aus dem Hause TRIX. Zu dieser Zeit war Trix noch ein eigenständiges Unternehmen.

Im Jahre 1995 wurde dann das neue Selectrix 2000 System von der Firmaq Trix vorgestellt. Auf Grundlage der neuen Decodergeneration ( 66830/66831) von 1992 wurde eine neue Zentraleinheit die "Central-Control 2000" mit integriertem Fahrregler auf den Markt gebracht. Ferner wurde das "Lok-Control 2000" mit Fahrregler und Dekoder-Programmiereinheit vorgestellt. Für die Booster - mit Powerpacks bezeichnet - wurde der PX-Bus eingeführt. Die Booster wurden ab diesem Zeitpumkt mit der Zentraleinheit über einen separaten Bus verbunden. ´ Die alten Booster waren allerdings damit nicht mehr mit der neuen Zentraleinheit kompatibel. Alle anderen Komponenten des sog. alten Selectrix-Systems waren aber weiter verwendbar.

Eine Neuerung war auch die Unterstützung DCC-Systemen für Lokdekoder (Multiprotokollzentrale).

Für den Start mit Selectrix 2000 war das Central Control 2000 erforderlich. Eine Steuerung der ersten 10 Selectrix-Adressen (00-09) war möglich. Einige Parameter der Lokdekoder waren mit diesem Gerät zu programmieren (Adresse). Um den vollen Funktionsumfang des Systems auszuschöpfen, war das Lok-Control oder später der Handregler notwendig. Mit dem Lok-Control konnten alle Parameter der Lok-Dekoder programmiert werden. Die Steuerung der Magnetartikel erfolgte ebenfalls über das Lok-Control.

Soweit bekannt, war somit das Trix-Digitalsystem das erste Digiatlsystem auf den Markt für Modellbahnen. Die Geschichte des Selectrix-Systems beginnt allerdings schon früher. Im Jahre 1979 meldete Döhler & Haass die folgenden zwei Patente an:

- Verfahren zur Steuerung mehrerer Steuerobjekte einer Modelleisenbahnanlage
- Verfahren zur Übertragung von Betriebsstrom und Signalen im Bereich einer Modelleisenbahn.

Auf dieser Basis entwickelt Herr Haass ein komplettes, speziell auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Modelleisenbahn abgestimmtes Gesamtsystem. Die Firma Döhler und Haass bot im Jahre 1980 dieses System den Firmen Märklin, Fleischmann und Roco an, die jedoch keinen Bedarf sahen. Im Gegensatz dazu war die Firma TRIX bereit, das D&H System auf der Basis eines Lizenzvertrages zu übernehmen bzw. zu vermarkten. Daraufhin wird das D & H-System konsequent weiterentwickelt und ausgebaut.

Nach Einführung dieses Systems zogen die anderen Modellbahnhersteller, allen voran Märklin mit dem Märklin-Digital-H0-Vielzugsystems (Delta-System) nach. Ferner wurde es für die anderen Zweischienen-Gleichstromhersteller wichtig ebenfalls ein digitales Mehrzugsystem zu entwickeln.

Im Jahre 1985 wurde dann von der Firma Trix dieses digitale System eingeführt. Dieses bekam den Namen Trix-Selectrix-Systems. Das "SELECTRIX-System" wurde erstmals von der Firma Trix auf der Spielwarenmesse 1982 in Nürnberg vorgestellt. Der Name damals "SELECTRIX 99".

Das von Trix-Express entwickelte e.m.s-System, das bisher schon den unabhängigen Zweizugbetrieb gestattete, passte nicht ins Selectrix-Konzept (siehe hierzu den Aufsatz das Trix E.M.S- System.

Das Trix-Selectrix-System besitzt gegenüber dem Vorgängersystem Trix-e.m.s. eine echte digitale Vielzugsteuerung. Es hat folgende Vorteile:
  • unabhängiger Fahrbetrieb (dem bis zu 100 Triebfahrzeuge auf Abruf angeschlossen werden können)
  • Betätigung von bis zu 400 elektromagnetisch angetriebenen Artikeln (Weichen, Signale etc.)
  • Anschluss des Systems über nur zwei Leitungen zwischen Fahrgerät und Gleisanlage.
  • über 103 Adresse können auf einem Datenbus anzusteuert und zu verwaltet werden.
  • Mit den Zentraleinheiten 1 und 2 können noch 111 Adressen verwendet werden. Diese Adressen können beliebig aufgeteilt werden in:

    • Adressen für Lokdecoder
    • Adressen für Funktionsdecoder
    • Adressen für Belegtmelder

  • Beim Selectrix-System können konventionelle Automatik-Schaltungen - mit Ausnahme von Streckengleichrichtern - beibehalten werden.

Die Reihenfolge der Vergabe der Adressnummern ist beim Selectrix-System vollkommen frei. Es darf jedoch jede Adresse nur einmal verwendet werden. Eine doppelte Vergabe ist nicht möglich und führt daher logischerweise zu Fehlern im Ablauf. Bei großen Anlagen und Adressenbedarf ist es jedoch möglich einen zweiten Datenbus zu verwenden. Hierzu wird dann allerdings eine weitere Central-Control-2000 oder ein Translator benötigt.

Somit können z.B. auf dem Datenbus 1 die Lokomotiven verwaltet werden und auf dem Datenbus 2 die kompletten Funktionsdecoder für Weichen, Signale, Entkupplungsgleise, Schranken und sonstige Magnetartikel geschaltet, sowie alle Besetztmelder abgefragt werden.

Jede Adresse aus dem System für Belegtmelder und Funktionsdecoder kann mit 8 Anschlüssen versehen werden. Werden 10 Belegtmelder verwendet, so ergeben such Anschlussmöglichkeit für 80 Blockstrecken und deren Überwachung. Ebenso können natürlich an 10 Funktionsdecoder 80 Schaltartikel wie Weichen, Signale etc. angeschlossen werden.

Im Extremfall können somit beim Einsatz des zweiten Datenbus unter Verwendung aller 103 Adressen komplett 103 x 8 = 824 Artikel angeschlossen werden und Daten verarbeitet werden. Dies ist für den "normalen" Modellbahner mehr als ausreichend.

Von der verfügbaren Hardware her sind im Datenbus 1 die Adressen für 99 Lokomotiven verwendbar. Die Verwendung der Adresse 100 - 103 kann nur über den PC programmiert und genutzt werden, da die Selectrix Handgeräte nur zweistellige Eingabemöglichkeiten zulassen.
Ein großer Vorteil des Selectrix-Systems ist die lastabhängige Regelung, die bereits mit der ersten Decoder-Generation eingeführt wurde. Diese zieht sich bis in die heutigen Decoderserien fort. Kein anderes System kann dies bieten. Noch heute ist die Regelungstechnik der Selectrixdecoder auf dem neuesten Stand. Alle Systemkomponenten können uneingeschränkt verwendet werden.

Mittlerweile gibt es außer Trix (gehört mittlerweile zu Märklin) auch noch viele andere Hersteller des Selctrix-Systems. Zu erwähnen ist hier die Fa. Rautenhaus. Die Firma ist Anbieter von kompatiblen Bauteilen zu Selectrix. Sie bietet mit der Produktlinie - rautenhaus digital - seit dem Jahre 2002 ein Komplettsystem Selectrix-kompatibler Komponenten an. Dazu gehören:

Multifunktions-Zentraleinheit
Multifunktions-Fahrpult
Blockstellen-Steuerung
Belegtmelder 8 und 16-fach
Funktionsdecoder 8 und 16-fach
Lichtdecoder für Innenbeleuchtungen, Schlussbeleuchtungen
Kehrschleifenmodule
Drehscheibensteuerung

Aber kehren wir zum Thema zurück:

Ein Vorteil dieses Systems ist, dass Selectrix ein genormter Standard ist und somit von jedem Selectrix-Hersteller eingehalten wird. Somit ist jedes Gerät oder Modul des einen Herstellers mit den Geräten oder Modulen eines anderen Selectrix-Hersteller kompatibel. In der NEM 680 und der NEM 681 (NEM= Normen Europäischer Modellbahnen) ist das komplette Selectrix Verfahren durchgängig genormt. Da Selectrix nur ein Busverfahren kennt, ist also nicht nur das verwendetet Gleissignal genormt sondern eben alles rund um Selectrix. Das führt dazu, dass, alles kompatibel, alles gleich schnell und untereinander austauschbar ist.

Der Nachteil des Selectrix-System - dies muss auch am Anfang gesagt werden - ist das eigene Digitalprotokoll, oder anders ausgedrückt - Das System ist nicht mit dem international gültigen DCC-Digital-System kompatibel. Die neueren Selctrix-System-Geräte besitzt zwar in der Regel auch die Möglichkeit mit dem DCC-Protokoll zurecht zu kommen. Das Selectrix-System kann aber nicht auf einem DCC-System eingesetzt werden. Anders ausgedrückt - Das Selectrix-System kann auch nur auf Selectrix-Modellbahnen sinnvoll eingesetzt werden.
Obwohl diese Einschränkungen gelten, ist es mittlerweile doch für den Modellbahner interessant sich mit dem Selectrix-System auseinander zu setzen. Der Einsatz dieses Systems hat durchaus entscheidene Vorteile.

Im Selectrix System gibt es nur ein Bus-Protokoll. Dieses Protokoll wird zum Fahren und zum Schalten oder Besetztmelden benutzt. Der Anwender hat es mit einer komplett durchgängigen Struktur zu tun. Dies ist ein Vorteil. Es werden keine anderen Verkabelungen und/oder lästige Einstellungen benötigt. Egal welches Gerät, wo auch immer, an den Bus gesteckt wird, es funktioniert sofort.

Selectrix verwendet eine gleich bleibende Anzahl von Daten, die in einem festen Zeitrahmen übertragen werden. Das garantiert die Anlieferung einer Änderung zu einem vorhersehbaren Zeitpunkt. Alle Daten eines Selectrix-Bus werden 13x die Sekunde an jeden Bus Teilnehmer übertragen. Der Schaltbefehl für z.B. eine Weiche trifft innerhalb von 76ms bei der Weiche ein. Diese Übertragungsgeschwindigkeit bedeutet eine große Betriebssicherheit. Durch diese schnelle Übertragungsgeschwindigkeit könnnen auch Effekte hergestellt werden - wie z.B. das Blinklicht an einem Fahrzeug.

Das Selectrix-System verarbeitet die große Anzahl von 1450 Befehlen pro Sekunde und pro Bus. Das kann - soweit ich dies beurteilen kann - kein anderes Modellbahnsteuerungssystem.

Mit einer Selectrix-Adresse können z.B. 8 Verbraucher geschaltet oder 8 Blöcke (= Streckenabschnitte) überwacht werden. Bei 100 Adressen ergibt das die Anzahl von z.B. 800 schaltbaren Weichen. Die Adressen lassen sich beliebig aufteilen. Steht nur ein Bus zur Verfügung, so können z.B. 88 Besetztmelder-Abschnitte und 88 Weichen und dazu noch 78 Fahrzeuge gleichzeitig betrieben werden.

Durch die sehr schnelle Übertragungsgeschwindigkeit wird das System sehr betriebssicher und durch das ständige selbsttätige Wiederholen der Daten, die auf dem Bus unterwegs sind, erhalten alle Fahrzeuge immer sofort ihre aktuelle Daten. Selbst bei einem schlechten Rad-Schiene Kontakt wird die Lok die Änderung spätestens 76ms später erneut erhalten. Dabei ist es vollkommen gleichgültig, wie viele Fahrzeuge und/oder Weichen praktisch gleichzeitig eine Änderung erfahren. Das ist einmalig auf dem Digitalsektor.

Beim Selectrix-Verfahren werden alle Bus Teilnehmer, egal ob Fahrzeuge oder Weichenmodule oder anderes Zubehör, immer mit der gleichen Geschwindigkeit betrieben. Einem Selectrix-System ist es dabei egal, ob es einen Teilnehmer an einer bestimmten Adresse überhaupt gibt. Egal wie viele Befehle in das System gesendet werdenn (z.B. über einen PC), Selectrix wird immer gleich schnell reagieren. Werden 200 Schaltbefehle an die Weichen stellt dies für das System auch kein Problem; Selectrix wird die 200 Befehle in 76ms an jeden Teilnehmer weiterleiten. Die Anzahl der Busteilnehmer oder die Menge der nötigen Änderungen führt zu keinerlei Abstrichen in der Verarbeitungsgeschwindigkeit.

Ein weiterer Vorteil, das System hat eine integrierte Rückmeldung. So hat der Bus immer Recht. Bei Selectrix ist eine automatische Rückmeldung aller beteiligten Bus Teilnehmer serienmäßig vorhanden, egal wo und wie etwas an den Digitalkomponenten verändert wird. Wenn z.B. eine Weiche manuell geschlaltet wird oder einn Signalbaustein über einen Drucktaster verändert wird; jede dieser Änderungen wird sofort, mit der gleichen Geschwindigkeit wie immer, in den Bus kommuniziert. Ab diesem Moment kann diese Information auf dem Bus abgefragt werden.

Im Selectrix System werden keine Bremsgeneratoren oder ähnliches benötigt. Eine spezielle, aber preiswerte Diode für ca. 1.- EUR in einem einseitig getrennten Abschnitt führt zu einem seidenweichen Abbremsen und Halten vor Rot zeigenden Signalen. Das ist einfach zu verschalten und kann über die bei vielen Signalen eingebaute Zugbeeinflussung benutzt werden. Dazu aber mehr bei den weiteren Ausführungen.

Die Verkabelung eines Selectrix-Systems ist einfach. Von der Zentrale werden alle Komponenten mit einem handelsüblichen 5 poligen Buskabel verbunden. Dieses Kabel enthält nicht nur die Datenleitungen, sondern zusätzlich auch die Stromversorgung für die auf den Komponenten vorhandene Elektronik. Lediglich bei Weichenmodulen oder anderen Stromverbrauchern sollte eine zusätzliche Spannungsversorgung zum Schalten selbst vorgesehen werden.

Ein weiterer Vorteil des Systems sind die Verlängerungsleitungen. der Stecker wird in die rückseitige Buchse der Zentraleinheit gesteckt (oder in die des Funktionspultes). Die Leitung ist 5 m lang und besitzt am Ende eine Vierfachsteckdose zur Aufnahme der Handregler-Stecker. Auf diese Weise kann man Anschlusspunkte über die gesamte Anlage vorsehen und die Handregler somit an jedem beliebigen Punkt der Anlage anschließen.

Der Selectrix-Bus kann bis zu 300 m lang verlegt werden. Er kann beliebig verteilt oder aufgeteilt werden und auch Steckbuchsen angebracht werden, um wie bereits gesagt z.B. Handregler im laufenden Betrieb umzustecken. So ein 5-poliges Bus oder Diodenkabel ist in jedem Audiozubehörhandel erhältlich.

Das Selectrix-System hat insgesamt 112 (0 bis 111) Adressen. Seit der Einführung des SELECTRIX-2000-Systemes werden die Adressen 104 bis 111 von der Zentraleinheit verwendet und stehen deshalb nicht mehr zur Verfügung. Die externen Fahrregler sind generell 2 stellig. Daraus ergibt sich die maximale Anzahl an Loks von 100 (0 bis 99). Da Selectrix nicht zwischen Loks und anderen Geräten unterscheidet, kann jede Adresse für alles verwendet werden So kann einer Adresse entweder eine Lok, acht Weichen (Funktionsdecoder), acht Blockstrecken (Belegtmelder) oder acht Signale (Funktionsdecoder) zugeordnet werden.

Interessant wird das System bei Benutzung eines Computers zur Steuerung einer Modellbahn. Es gibt für das den Computerbetrieb verschiedene Interfaces und verschiedene Software. Das Interface Nr. 66842 ist bidirektional, kann also zeitgleich Daten senden und empfangen, somit ist kein gesonderter Rückmeldebus mehr erforderlich. Jede Adresse auf dem Selectrix-Bus kann beschrieben und gelesen werden. Die Firma MTTM vertreibt Z.B. die Software (ST-TRAIN) und Interface (Advanced SELECTRIX Interface ST-001).

Das Selectrix-System hat sich mittlerweile von Trix abgekoppelt. Dies hat einen wesentlichen Vorteil für die Entwicklung von Selectrix. Im Jahre 1998 wurde der Vertrag zwischen der Fa. Trix und der Fa. Döhler & Haass gelöst. Döhler & Haass stellen das Selectrix-Protokoll nun auch anderen Unternehmen zur Verfügung. Firmen wie MTTM, MÜT und Rautenhaus entwickeln deshalb nun auch Komponenten für das Selectrix-System.

Da die Firma Trix von Märklin aufgekauft wurde ist auch keine große Selectrix-Entwicklung von Trix zu erwarten.

Für den Selectrix-Anwender hat dies aber nur Vorteile, da nun mehrere Hersteller von Selectrix-Komponenten auf den Markt drängen und damit das System - auch von den Artikeln her - immer mehr erweitert wird. Im Gegensatz zum Fleischmann-FMZ-Protokoll wird Selectrix weiterhin entwickelt werden und somit kein Auslaufprotokoll sein.



Eigenschaften des Selectrix-Digital-Systems bis zum Jahre 2000

Datenformat Selectrix / DCC
nur Fahren möglich
Protokoll Selectrix / DCC
Ausgangsstrom 2,5 Ampere
Überlastungsschutz ja
Handregler ja / SX-Bus
Lok-Adressen 100/64
Funktionen 2
Fahrstufen max 31
Mehrfachtraktion 1 * 4 Loks
Schaltadressen 104
Schaltartikel 888
Rückmeldung ja
Zug-Nr.-Erkennung nein
Gleisbildstellpult ja
Bus-System SX-Bus
Interface ja
Übertragungsrate < 19200
Software-Update nein





Die Selectrix-Protokoll
Das Selectrix-Protokoll ist nach NMRA genormt. Dies ist eine Organisation in den USA, ähnlich der MOROP in Europa. Hier werden Richtlinien/Normen/Standards aufgestellt. In Bezug auf die digitale Mehrzugsteuerungen hat die NMRA z.B. das Schienenprotokoll und diverse Decoderschnittstellen genormt. Bei Selectrix hat man die Norm des Schienenprotokolls in die Zentraleinheit Central-Control-2000 integriert. Dies bedeutet, dass über die Selectrix-Zentraleinheit auch NMRA kompatible Decoder (ROCO, Lenz, Arnold etc.) angesteuert werden können. Es ist anders herum nicht möglich, eine Lok mit Selectrix-Decoder auf einem NMRA System einzusetzen.

Select-Trix-Protokoll
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Die erste Selectrix-Zentraleinheit - Selectrix 99
Im Jahre 1985 kamen die ersten Komponenten für das Selectrix-99-System in den Handel. Erhältlich waren folgende Komponenten:

- Selectrix Zentraleinheit --> Nr 66801
- Selectrix-Handregler --> Nr 66810
- Selectrix-Funktionspult --> Nr 66803
- Selectrix Fahrzeugdekoder I --> Nr 66826

Die Zentrale hatte einen eingebautem Transformator und eine Fahrstrom-Anzeige. Sie war für einen Ausgangsstrom von 2 Ampere dimensioniert. Im Selectrix-99-System gibt es nur den SX-Bus. Auf der Rückseite der Selectrix-Zentraleinheit befinden sich die eine rote und blaue Klemme für die beiden Gleisanschlussdrähte. Die beiden anderen Klemmen sind für die „Booster“ gedacht, die aber erst im Jahre 1986 in den Handel kamen.

An die erste Selectrix-Zentraleinheit können bereits direkt zwei Handregler Nr. 66810 angeschlossen werden. Dieses Handgerät war ein Steuergerät mit Tipptasten zur Ansteuerung von Triebwagen und Magnetartikeln (Weichen, Signale). Mit diesem Regler war bereits auch die Übergabe einer Lok an die Zentrale möglich. Die Lok fuhr mit der eingegebenen Geschwindigkeit weiter und mit dem Regler konnte eine weitere neue Lok (=Adresse) angewählt werden. Dieser Regler unterstützte auch bereits die Doppeltraktion.

Eine weitere Komponente war das Selectrix Funktionspult. Dies war ein Gehäuse zur Aufnahme des Handreglers 66810. Dies war für den stationären Betrieb vorgesehen. Es können aber auch 5 m lange verlängerungsleitungen mit DIN-Stecker montiert werden, an die dann an anderer Stelle der Anlage die Handregler angeschlossen werden.

Der erste Selectrix-Dekoder mit den Maßen 30 mm * 12 mm * 5 mm für Loks bis 1 Ampere. Zum Einbau gehörte ein zusätzlicher Ladekondensator, der getrennt eingebaut werden musste. Codierbar war der Decoder von Adresse 0 - 99. Die Kodierung der Adresse erfolgte mit Leitlack.

Die Zentrale und der Regler gehörten zur Grundausstattung des Selectrix-Systems. Die Dekoder waren noch nicht über die Zentrale programmierbar.

Erste Zentraleinheit      Erste Zentraleinheit-Komponenten
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Foto stammt von der Firma Trix

Wie wird nun so ein Selectrix-Lokdecoder angeschlossen?
Wichtig: beide Motoranschlüsse müssen massefrei (also vom Fahrgestell isoliert) sein. Die rechte Anschlussseite des Decoders wird nur belegt, wenn Beleuchtung oder Zusatzfunktionen erwünscht sind. Die Verbindung „a“ zwischen den Anschlüssen R1 und R2 ermöglicht höchste Maximalgeschwindigkeit, deren Weglassen geringste Höchstgeschwindigkeit. Zwischenwerte können (müssen nicht) durch ein zusätzlich einzubauendes Potentiometer eingeschaltet werden. Vor dem Einbau muss das Codieren erfolgen.

Erste Zentraleinheit      Kehrschleife      Lokdecoder      Verteiler
Zum Vergrößern des Bildes bitte Bild anklicken - Zeichnungen: Fa. Trix

Mit dem Selectrix-Digital-System wird beim Zweischienenbetrieb auch die Kehrschleifenfahrt einfacher. Es wird lediglich ein zweipoliger Umschalter erforderlich, um während der Fahrt des Zuges durch die (beidseitig physikalisch getrennte) Kehrschleife die Fahrspannung im Kehrschleifenabschnitt umzupolen. Die Selectrix-Lok behält ihre Fahrtrichtung bei.

Die ersten Selectrix-Lokdecoder mussten noch mit Programmierschieber programmiert werden. Aus dünner Pappe wird entsprechend der in der Bedienungsanleitung angegebenen Code (für die Adressen von 01 bis 99) ausgeschnitten und mittels des Programmierklaviers auf den Decoder aufgeschoben.

Mit einen Handregler (rechtes Bild), der an den Verteiler der Verlängerungsleitung angeschlossen ist, kann der Modellbahner an jeder Stelle seiner Anlage auch steuern.

In der ersten digitalen Selctrix-Zentraleinheit aus dem Jahre 1985 (Selectrix99) befindet sich ein Mikrocomputer. Dieser verarbeitet die von den Handreglern kommenden digitalen Informationen und gibt sie an die Lokdecoder weiter. Diese Informationen werden zusätzlich in der Zentraleinheit gespeichert und werden auch dann noch an den Empfänger weitergegeben, wenn in der Zwischenzeit über den Handregler andere Fahrzeuge programmiert wurden. Das Speichern erfolgt auch dann, wenn der Stecker des Handreglers aus der Buchse gezogen wird. Damit die in den Regler eingetippten Daten nach dem Ziehen des Steckers nicht gelöscht werden, hat dieser Regler einen Speicher, der die Daten für etwa 15 Minuten festhält.
Diese Zeit reicht aus, um auch bei einer sehr großen Anlage zu einem anderen Datenbusanschluss mit einem Handregler zu „wandern“, ermöglicht also die im richtigen Modellbahnbetrieb zu Recht beliebte „walk-around-control“.
Die maximale Stromabgabe der Zentraleinheit ist für den gleichzeitigen Fahrbetrieb von bis zu vier Zügen ausgelegt (ca. 2,5 A Dauerstrom, kurzzeitig 4 A). Die Zentraleinheit besitzt eine elektronische Kurzschlusssicherung, sowie ein eingebautes Messinstrument zur Überwachung der jeweiligen Gesamtfahrstromstärke (mit LED-Anzeige). Ein Stoptaster schaltet auf Wunsch den Ausgangsstrom ab, er dient gleichzeitig auch als General-Notbremse. Die Daten bleiben aber solange gespeichert (oder können mit den Handreglern geändert werden), wie die Zentraleinheit ans Netz angeschlossen ist bzw. die Reset-Taste nicht gedrückt wurde. Beim Drücken der "Start-Taste" ergibt sich so der vorherige oder inzwischen neu programmierte Gesamt-Betriebszustand.
Die Handregler entsprechen natürlich in Hinblick auf das handling nicht mehr dem neusten Stand. Alle Adressen (z. B. Triebfahrzeuge) sind durch Tipptasten anzuwählen. Leuchtziffern zeigen dies an. Auch die Fahrgeschwindigkeit wird mit Tipptasten in 31 Schritten und damit praktisch stufenlos eingestellt. Dies ist sicherlich nicht zeigemäß. Hier fehlt einfach der Drehknopf. Die angewählte Geschwindigkeit wird auch auf Steigungen konstant gehalten.
Zwei weitere Tasten dienen der Fahrtrichtungswahl, die ebenfalls im Anzeigefeld eindeutig angezeigt wird.
Mit jedem Handregler können zwei Triebfahrzeuge gleichzeitig beeinflusst werden. Sie fahren dann mit gleicher Geschwindigkeit, können aber in unterschiedlicher oder gleicher Fahrtrichtung fahren. Das ist besonders wichtig für den Vorspann- und Schiebebetrieb.
Beim Selectrix-System ist die Fahrtrichtung der Triebfahrzeuge auf „vorn“ und „hinten" der betreffenden Triebfahrzeuge bezogen. Das Durchfahren von Kehrschleifen wird so auch bei den Zweischienengleisen vereinfacht. Die Fahrtrichtungsanzeige und Betätigung am Handregler kann aber beliebig durch Tastendruck gleisbezogen programmiert werden.
Zusätzlich können vom Handregler beim jeweils adressierten Fahrzeug zwei weitere Funktionen ausgelöst werden, z. B. Licht ein/aus und eine Momentfunktion, wie Lokpfeife u.a.
Die Verlängerungsleitungen können in die rückseitig angebrachte Buchse der Zentraleinheit gesteckt werden. Die Leitung ist 5 m lang und besitzt am Ende eine Vierfachsteckdose zur Aufnahme der Handregler-Stecker. Auf diese Weise können Anschlusspunkte über die gesamte Anlage verteilt vorsehen werden.
Der Lokdecoder lässt sich durch seine kleinen Abmessungen (13 x 30 x 5 mm) in die meisten Loks einbauen. Allerdings gibt es mittlerweile bessere Decoder.



Combi Control - Nr. 66810
Dieser Regler zählt noch zu den Komponenten des alten Selectrix-99 Systems. Der Regler kann zum Fahren und Schalten benutzt werden. Der Regler kann auch als Weichenkeyboard benutzt werden.

Combi-Control-66810
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Die Selectrix-Booster und weiter Komponenten des Selectrix 99
Im Jahre 1986 kam der erste Selectrix-Booster -- Nr. 66802 -- in den Handel. Dieser machte eine Erweiterung der Anlage möglich. Die Ansteuerung des Boosters erfolgt über den SX-Bus. Das Gerät ist für 2 Ampere ausgelegt und besitzt eine integrierte Stromversorgung (Trafo).

Booster
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Foto stammt von der Firma Trix



Selectrix Besetztmelder Nr. 66820
Dieser Besetztmelder dient zur Überwachung von 8 Gleisabschnitten. Der zu überwachende Gleisabschnitt muss beideitig isoliert an den Besetztmelder angeschlossen werden. Wird ein Stromfluss in diesem Gleisabschnitt festgestellt, so meldet der Baustein den Zustand "besetzt" an die Zentrale. Dieser Besetztmelder war bereits seit dem Selectrix-99 System verfügbar. Die Firma Märklin (Trix) hat das Modell durch den Besetztmelder - 66844 - ersetzt. Wie der Besetztmelder im Selectrixsystem eingebaut ist, kann dem nachfolgenden Bild entnommen werden.

TRIX Besetztmelder
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Selectrix-Funktionsdecoder Nr. 66821
Der Funktionsdekoder dient zur Ansteuerung von 4 Magnetartikeln. Zwei Funktionsdekoder belegen eine Selectrix-Adresse. Hier wurden die Begriffe des "oberen" und "unteren Halbkanals" eingeführt. Eine Rückmeldung von Weichen ist noch nicht enthalten. Die Schaltdauer im Impulsbetrieb ist festeingestellt.

TRIX 66821 Funktionsdecoder
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Encoder B 66823 und Encoder B 66823
Diese Baustein dient zur Ansteuerung eines Gleisstellpultes. Der Baustein wirkt als Eingabe-Gerät in das Selectrix-System. 8 Kanäle werden unterstützt.

 Encoder B 66823  und  Encoder B 66823
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Der Lokdecoder 300 mA - Nr. 66825
Der Decoder ist einer der ältesten Selectrix-Decoder aus dem Jahre 1993. Es ist ein Keramik-Decoder.Funktion: Adresse: 0 bis 111. Decoder lässt sich nicht elektronisch programmieren, sondern mit Hilfe eines z.B. Bleistiftes.

Technische Daten:
- Adressbereich: 00 - 111
- Adresseinstellung mit Leitlack
- Ausgangsstrom für Motor 300 mA
- max. Ausgangsstrom für Licht 50 mA
- Funktion: 2x Licht
- Abmessungen: 14 x 9 x 2 [mm].


Der Lokdecoder 1 A - Nr. 66826
Keramik Decoder. Leistet 1 Ampere Motorenstrom. Funktion: 2 x Licht, 1 x Zusatzfunktion, externer Kondensator. Adresse: 0 bis 111. Decoder lässt sich nicht elektronisch programmieren, sondern mit Hilfe eines z.B. Bleistiftes. Abmessungen: 25 x 12,5 x 5,5 [mm].


Das Selectrix Kehrschleifenmodul Nr. 66829
Das Selectrix Kehrschleifenmodul stammt aus dem Jahre 1999. Dieses Modul regelt das Problem der Polarisierung von Kehrschleifen im Zwei--Leiter-System.

Kehrschleifenmodul Nr. 66829
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TRIX 8-fach Funktionsdekoder Nr. 66828

Trix-Funktionsdecoder - 66828
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Selectrix Besetztmelder Nr. 66844
Rückmeldemodul für 8 Gleisabschnitte in digitalisierten Modellbahnanlagen. Der Besetztmelder stellt den Besetztzustand der von ihm überwachten Gleisabschnitte fest und meldet diesen in den Sx-Bus weiter, ausgewertet werden diese Meldungen über Lok-Control 2000, Control-Handy, Funktionsdecoder und Interface. Der Besetztmelder ist auf jede Adresse von 0 -103 frei programmierbar. Anschluss an den Sx-Bus. Dier Besetztmelder unterstützt ebenfalls wie der 66820 -- 8 Kanäle = 8 Gleisabschnitte. Er löst den Besetztmelder 66820 ab.

Besetztmelder Nr. 66844
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Das neue Selectrix-System

Die Zentralstationen

Zentraleinheit

   Zentraleinheit I   
   Zentraleinheit II   
   Central-Control 2000   
Artikelnummer
66801
66804
66800

Verwendbare Adressen:

112

112

104

Integrierter Regler:

-

-

Ja,
Lokadressen: 1 bis 9

Integrierter Programmer:

-

-

Ja,
Lokadressen: 1 bis 9

Integrierter Trafo:

Ja

-

-

Benötigt Stromversorgung
extern:

-

Ja

Ja

CE Zeichen:

-

-

Ja

Stromstärke Gleis:

 

 

 

Stromstärke Sx-Bus:

 

 

 

NMRA Gleisprotokoll:

-

-

Ja

Die Tabelle wurde von Herrn Reinhold Günther - www.mttm.htm - übernommen




Die SELECTRIX Zentraleinheit Central-Control 2000 (CC2000) Nr. 66800

Die Central-Control kam 1995 auf den Markt. Die Central-Control ist das digitale Basisgerät von Trix, das sowohl das Selectrix-Protokoll, als auch international genormte DCC-Protokoll (NMRA) unterstützt. Diese Zentraleinheit besitzt nun Ausgänge für den PX-Bus und SX-Bus. Ein Fahrregler für die ersten 10 Selectrix-Adressen 0-9 ist eingebaut.

Es können 9 Lokomotiven gesteuert (jeweils eine im Direktzugriff) und programmiert werden. Mit der Central-Control 2000 kann für alle Gleichstrombahnen von Spur: Z bis Sur: LGB digital gesteuert werden.

Mit dem integrierten Fahrregler und der Programmiereinheit der cc2000 lassen sich 9 Loks steuern und programmieren. Das Gerät ist umschaltbar für den Betrieb von Loks mit Selectrix-Digital-Decodern und Loks mit DCC-Digital-Decodern.

Zur Stromversorgung kann ein ausgedienter Modellbahntrafo verwendet werden. Zudem erlaubt es die Selectrix-Zentrale auch Loks mit DCC-Decodern von Arnold, Digitrax, Lenz,Zimo usw. zu steuern. Dazu kann die Zentrale mit zwei Knopfdrücken entweder mit dem "DCC-Format" oder auch im "Mischbetrieb" Informationen an Loks mit Selectrix- oder DCC-Decoder senden und damit im Mischbetrieb fahren.

Die CC2000 besitzt folgende Eigenschaften:

  • einen Überlastungsschutz
  • Anschlussklemmen für Transformator und Gleisanlage
  • Eingangsspannung beträgt 14 V - 16 V Wechselstrom
  • Ausgangsstrom max. 2,5 Ampere
  • Norm-Steckbuchsen für den Selectrix-Datenbus und für den Selectrix-Powerbus.


Um den vollen Funktionsumfang der Zentrale nutzen zu können, kann sie mit dem Lok-Control 2000 oder dem Control-Handy erweitert werden.

Diese Central-Control 2000 beinhaltet zusätzlich einen Fahrregler für die Lokadressen 1 bis 9 und einen Programmierer zum programmieren der Lokdecoder (von 1 bis 9). Die Zentrale beinhaltet folgende Anschlüsse:

1. Stromanschluss von einem Trafo (z.B. Lichtausgang, 12 bis 18 Volt ~)
2. Gleisanschluss - Fahrenergie zum Gleis, Überlastgesichert.
3. SELECTRIX Datenbusanschluß - Sx - zum Anschluss aller SELECTRIX Geräte
4. SELECTRIX Boosteranschluss - Px - zum Anschluss der Power-Packs (Booster)

Die Central-Control 2000 (Nr.66800) ist eine Vollwertige SELECTRIX-Zentrale. Sie stellt alle 104 SELECTRIX-Adressen zur Verfügung. Sie liefert auch die Fahrenergie um ca. 6 N-Loks oder ca. 4 H0-Loks zu fahren. Zusätzlich beinhaltet sie einen Einfachfahrregler und einen Einfachprogrammierer. Der Fahrregler ist einstellig, kann deshalb nur Loks mit Adresse 1 bis 9 ansprechen. Auch zeigt er nicht die eingestellte Fahrstufe an. Der Programmierer kann auch nur die Lokadressen von 1 bis 9 programmieren. Für die anderen Decoderparameter wie Höchstgeschwindigkeit, Impulsbreite usw. werden Standardwerte genommen. Soll mit mehr als 9 Loks gefahren werden, sollen alle Decoderparameter programmierbar werden, oder soll eine zweite Person mitfahren können, so muss ein zweiter (.. dritter u.s.w.) Fahrregler (Lok-Control-2000 oder Control-Handy) angeschlossen werden.

Zur Zentralstation wird noch ein:

- Trafo mit 14 bis 16 Volt Wechselspannung

- und ein Lokdecoder in den jeweiligen Loks

benötigt.

Soll mehr Fahrenergie zum Stromkreis gebracht werden, so sind ein oder mehrere Power-Packs (Booster) einzusetzen.

Trix-Central-Control 2000      Trix-Central-Control 2000 mit Anschluss      Trix-Central-Control 2000      Trix-Central-Control 2000
Zum Vergrößern des Bildes bitte Bild anklicken - Zeichnungen: Fa. Trix



Die SELECTRIX Lok-Control 2000 Nr. 66816

Die Lok-Control kam ebenfalls um das Jahr 1995 auf den Markt. Sie dient der Steuerung von Selectrix-Lok-Dekodern und Magnetartikeln für den Adressbereich 0-99. Ein Programmer für Lokdekoder ist eingebaut. Ferner ist eine Uhr-Funktion enthalten.

Lok-Control-2000
Zum Vergrößern -- Bild anklicken


Selectrix Power Pack 2000 Nr. 66807
Bei Selectrix werden die Booster Power-Pack genannt. Das Power-Pack gehört zum Selectrixsystem aus dem Jahre 1995 Er besitzt einen Ausgangsstrom von 2 Ampere. Der Anschluss erfolgte über den PX-Bus. Damit auch weiterhin die Zentraleinheit I und II benutzt werden kann, wurde von Trix ein sog. Translater auf den Markt gebracht. Dieser erzeugt aus dem SX-Bus einen PX-Bus.

Die Erhöhung der Fahrenergie erfolgt über die Selectrix-Power-Packs-2000 (Booster) Nr. 66807. Diese werden an den Bus der Zentraleinheit und an einen Trafo angeschlossen. Der Schienenausgang der Power-Packs wird dann mit dem zu speisenden Teil der Anlage verbunden.

Im Detail:
Der Booster dient der Bereitstellung zusätzlicher Fahrenergie auf einem eigenen Schienenabschnitt. Dazu werden die Daten von der Central-Control-2000 über den PX-Bus übernommen, dann verstärkt und als neue Fahrenergie bereit gestellt. Es können auch mehrere Power-Packs verwendet werden, wobei die Schienenabschnitte zwischen den Power-Packs vollständig physikalisch zu trennen sind (beide Schienen trennen). Beim Einsatz von Power-Packs sollte die Central-Control-2000 nicht mehr mit den Schienen verbunden werden, sondern die gesamte Fahrenergie nur noch von den Power-Packs bezogen werden. Der Vorteil liegt darin, dass die Central-Control ihre gesamte Energie dem PX-Bus zur Verfügung stellen kann.

Die Anschlüsse des Central-Control-2000 sind dem nachfolgenden Bild zu entnehmen:
(Das Bild stammt von Herrn Reinhold Günther - www.mttm.htm)

Power-Pack-2000     Boosteranschluss
Zum Vergrößern des Bildes bitte Bild anklicken - Zeichnungen: Fa. Trix



Booster/Power-Packs

Alt - Booster I

Alt - Booster II

   Neu - Power-Pack   


Artikelnummer:


66802


668??


66807


   Anschluss über:   


   SELECTRIX Bus   


   SELECTRIX Bus   


   Px-Bus   


Integrierter Trafo:


Ja


-


-


Benötigt Stromversorgung
extern:


-


ja


ja


Stromstärke Gleis:

 

 

 

Stromstärke Sx-Bus:

 

 

 

Die Tabele wurde von Herrn Reinhold Günther - www.mttm.htm - übernommen




Selectrix Control-Handy Nr. 66815
Das Control-Handy hat die gleichen Funktionen wie das Lok-Control 2000. Es dient zum Fahren und Schalten und beinhaltet einen Programmer für Lokdekoder. Dieses Gerät kann somit alternativ zur Lok-Control eingesetzt werden. Alle Funktionen des Lok-Control sind enthalten. Die Bedienung des Reglers ist wegen der Vielzahl von Funktionen nicht gerade bedienfreundlich.

Control-Handy
Zum Vergrößern --- Bild anklicken



Weitere Geräte für das Selectrix-System
Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Digitalgeräten im Selctrix-System. Nachfolgend deshalb mal ein kleiner Überblick über die Geräte:


Die Fahrregler

Fahrregler

Alt:
  Lok-Control-Super   



Alt:
   Combi-Control   



Neuer:
   Lok-Control 2000   



Neuer:
   Control-Handy  


Artikelnummer:

66811

66810

66816

66815

Drehknopf

Ja

-

Ja

-

Lokdecoderprogrammierung:

-

-

Ja, mit CC2000

Ja, mit CC2000

Doppeltraktion:

Ja

Ja

Ja

Ja

Mehrfachtraktion

-

-

Ja

-

Schalten von Weichen
(über Funktionsdecoder)

Ja

Ja

Ja

Ja

Modelluhr - Anzeige:

-

-

Ja

Ja

Modelluhr - Master

-

-

Ja

-

Anzeige - LED:

-

Ja

-

-

Anzeige - LCD:

Ja

-

Ja

Ja

Stationär:

Ja

-

Ja

-

Walk-around:

-

Ja

-

Ja

Die Tabelle wurde von Herrn Reinhold Günther - www.mttm.htm - übernommen



Selectrix Translater Nr. 66843

Dieses Modul stellt das Bindeglied zwischen der alten Zentraleinheit I oder II und den neuen Power-Packs (Booster 66807) dar. Im Selectrix 2000 System kann durch den Einsatz eines Translators ein zusätzlicher SX-Bus erzeugt werden. Es stehen dann 104 Lok-Adressen und 111 Schaltadressen zur Verfügung. Dieser zusätzliche SX-Bus kann dann z.B. zur Steuerung von Weichen/Signalen bzw. zum Melden von Blockanschnitten verwendet werden, ohne dass diese Adressen vom Adressbereich der Central-Control abgehen. Der Einsatz mehrere Translators ist möglich.

Selectrix-Translater
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Selectrix Computer Interface Nr. 66842

Das Computer Interface löst den Artikel 66824 ab. Es steht nun eine max. Datenrate von 19200 Baud zur Verfügung.

Computer-Interface . 1997
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Die Selectrix-Decoder
Die Lokdecoder für Selectrix zeigen ein sehr gutes Fahrverhalten. Ein Selectrix-Decoder kann mit lediglich 5 Parametern programmiert werden. Ein Selectrix-Decoder erzeugt immer eine logarithmische Beschleunigungskurve. Das garantiert weiches Rangieren ebenso, wie eine flotte Streckenfahrt. Ein Einstellen der Anfahrspannung ist nicht nötig, da Selectrix-Decoder immer mit der Fahrstufe 1 anfahren. Selectrix verwendet 31 Fahrstufen. Bei 31 Fahrstufen und einer angenommenen Gleisspannung von 16V ist hier ein Frequenzunterschied von lediglich ein paar Hundert Hertz pro Fahrstufe gegeben.



Tabelle der Trix-Lokdecoder
Die Vergleichstabelle kann über den nachfolgenden Link aufgerufen werden:      Zum Link


Auswahl von
Lokdecoder

   

   

   

   

   

Artikelnummer:

66825

66826

66830

66832

66833

Schnittstelle:

-

-

S

-

M

Lichtausgang:

  2x, je 100mA  

  2x, je 100mA  

  2x, je 300mA  

  2x, je 300mA  

2x, je 300mA

Zusatzfunktion:

-

  1x, 100mA  

-

  1x, 300mA  

  1x, 300mA  

Fahrstufen:

31

31

31

31

31

Motorregelung
über Soll-Ist-Wert:

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Signalbremse:

-

-

Ja

Ja

Ja

Adressbereich:

0 bis 111

0 bis 111

0 bis 99

0 bis 99

0 bis 99

Gleichstrombetrieb:

-

-

   Ja,   

   ja   

   ja   

Programmierbar:

-

-


   ja   


   ja   


   ja   

Die Tabelle wurde von Herrn Reinhold Günther - www.mttm.htm - übernommen


Der Selectrix Lokdekoder Nr. 66830
Der Selectrix-Decoder Nr. 66830 ist zur Zeit der einzige Decoder, der in die NEM 651 (S) Schnittstelle passt. Es handelt sich hier um einen Keramik-Decoder. Anschlüsse über ein 6-poliges Flachkabel, passend zur NEM 651Schnittstelle (S). Funktionen: 2 x Licht je 300 mA und Adresse 00 bis 99. Die Abmessungen betragen: 14 x 9 x 2,5 mm. Mit dem Decoder kann auch eine Gleichstromlok gefahren werden. Dazu muss der Decoder allerdings entsprechend programmiert werden.

Selectrix Lokdekoder Nr. 66830     Trix-Lokdecoder-Nr.66830     Trix-Lokdecoder-Nr.66830
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Der Selectrix Lokdekoder Nr. 66832
Es handelt sich hier um einen Chip-on board (COB) Decoder. Die Anschlüsse müssen selbst angelötet werden. Er besitzt keine NEM-Schnittstelle. Motorenstrom: 1,2 Ampere. Funktionen: 2 x Licht, 1 x Funktion je 300 mA - Adressen: 00 bis 99. Die Abmessungen betragen: 36 x 12,5 x 3 [mm]. Mit dem Decoder kann auch eine analoge Gleichstromlok gefahren werden. Dazu muss der Decoder allerdings entsprechend programmiert werden.

Trix-Lokdecoder-Nr. 66832
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Der Selectrix Lokdekoder Nr. 66833
Der Decoder ist Identisch mit dem Lokdecoder 66832, jedoch mit Anschluss für die NEM 652 Schnittstelle (M). Es handelt sich hier um einen Chip-on board (COB) Decoder. Motorenstrom: 1,2 Ampere. 2 x Licht, 1 x Funktion je 300 mA, Adresse: 00 bis 99. Die Abmessungen betragen: 36 x 12,5 x 2,6 [mm]. Mit dem Decoder kann auch eine analoge Gleichstromlok gefahren werden. Dazu muss der Decoder allerdings entsprechend programmiert werden.
Mit Einführung dieser Dekoder sind auch zahlreiche Triebwagen in H0 mit Schnittstelle erschienen.

Selectrix Lokdekoder Nr. 66833     Selectrix Lokdecoder Nr. 66833     Trix-Lokdecoder-Nr. 66833
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Der Selectrix Lokdecoder Nr. 66835
Der Decoder besitzt die Abmessungen 22,5 x 11,2 x 4,2 mm und einem Ausgangsstrom von 400mA für Motoren und 200mA für Licht. Dieses Modell ist leistungsärmer und größer als der Decoder Nr. 66830. Trix hat Loks aus den Startpackungen mit diesem Dekoder ausgestattet.

Selectrix Lokdekoder Nr. 66835
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Der Lokdecoder Nr. 66837 für NEM Schnittstelle Er passt in alle Gleichstromlokomotiven mit einer Stromaufnahme bis 2000 mA (Motor 2000 mA, Licht 300 mA). Er eignet sich für Digitallokomotiven mit 8-poliger Digitalschnittstelle nach NEM. Für zusätzliche Extra- Funktionen im DCC-Betrieb existiert eine 4-polige SUSI-Schnittstelle. Die Abmessungen betragen ca. 24,2 x 15,4 x 3,9 mm

Trix-Lokdecoder-Nr. 66837
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Der Lokdecoder Nr. 66838 für NEM (S) Schnittstelle
Dieser kleine Decoder ist für Spur N-Loks entwickelt, aber er passt auch in alle Gleichstromlokomotiven mit einer Stromaufnahme bis 1000 mA (Motor 1000 mA, Licht 300 mA). Seine Drähte passen genau in die 6-polige Digitalschnittstelle nach NEM. Der kleinen Bauform zuliebe kommt er ohne SUSI-Schnittstelle aus. Die Abmessungen des leistungsstarken Winzlings betragen: 14 x 9 x 1,8 mm.

Trix-Lokdecoder-Nr. 66838
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Der Selectrix Funktionsdecoder Nr. 66834
Dieser Funktionsdekoder ist zum Einbau in "rollendes" Material gedacht. Er besitzt vier Schaltfunktionen für Licht, Schlusslicht etc. Die Abmessungen: 35 x 12,1 x 3 mm

Selectrix Funktionsdecoder Nr. 66834
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Die neue Trix-Digital-Systems
mit
DCC- und Selectrix-Protokoll

Die Trix-Mobile Station

Die Mobile Station ist das neueste "Kind" in der Selectrix Familie. Es wurde von der Firma Märkin/Trix als Einsteigermodell auf den Markt gebracht. Trix nennt es das Digital System mit Zukunft.
Die Mobile Station wurde für die Digital-Formate DCC und Selectrix entwickelt und bietet eine beschreibbare Datenbank.

Pro Lok lassen sich bis zu neun verschiedene Digital-Funktionen aktivieren. Die Auswahl und Übernahme einer neuen Maschine erfolgt dabei mit dem grünen Drehknopf auf der Mobile Station.

Sowohl das Aussehen, als auch die Funktionen wurden der Märklin Mobil-Station abgesehen. Somit kann die Trix-Mobile-Station ihre Herkuft aus dem Hause Märklin nicht verleugnen.

Das Display zeigt für zwanzig Maschinen anstelle der numerischen Lok-Adresse deren Loknamen an. So steuert man z. B. keine „29“, sondern eine „290 blau“. Im reinen DCC-Betrieb lassen sich bis zu 9.999 Adressen auswählen, und im Mischbetrieb DCC-Selectrix lassen sich bis zu 100 Selectrix und 16 DCC Loks steuern.

Auch bereits vorhandene Digital-Loks mit DCC- oder Selectrix-Decodern lassen sich mit der Mobile Station fahren. An die Trix Systems-Anschlussbox lassen sich zwei weitere Mobile Stations anschließen.

Wie bereits gesagt bietet die Mobile Station eine beschreibbare Lok-Datenbank mit einer für die meisten Anwendungen ausreichenden Adress-Anzahl. Aus diesem Adress-Speicher lassen sich über den grünen Drehknopf die gewünschten Loks auswählen und direkt steuern.

Trix-Mobile-Station     Trix-Mobile-Station
Zum Vergrößern des Bildes bitte Bild anklicken - Zeichnungen: Fa. Trix


Pro Adresse sind bis zu neun Funktionen aktivierbar, Spitzenlicht und die Funktionen F1 bis F8. Dabei sind folgende Funktionen direkt zu erreichen:
- Das Licht über die eindeutige runde Licht-Taste
- Die Zusatzfunktionen über die Tasten links und rechts neben dem Display.

Bis zu zwei Mobile Stations lassen sich an die Anschluss-Box von Trix-Systems einstecken. So hat man entweder zwei Loks im direkten Zugriff, oder zwei Freunde können zusammen zwei Loks fahren lassen.

Ein weiterer Vorteil: Die Mobile Station ermöglicht vollständiges Programmieren und Auslesen aller 999 vorgesehenen Decoder-CVs und derer Parameter bis zum Wert „255“. Damit lassen sich alle DCC- und Selectrix-Decoder kompromisslos auf die persönlichen Bedürfnisse abstimmen.

Man kann die Mobile Station entweder auf reinen DCC-Betrieb einstellen, dann lassen sich bis zu 9.999 Lokadressen über die numerische Adresswahl auswählen, oder man wählt den gemischten DCC- /Selectrix-Betrieb, hier lassen sich bis zu 100 Selectrix-und 16 DCC-Lokomotiven ansteuern, die DCC-Loks mussen zuvor aus den 9.999 Adressen ausgewählt werden.

Für den Fahrbetrieb können die Loks aus einer individuell beschreibbaren Datenbank ausgewählt werden, oder, wie früher üblich, direkt über die herkömmliche numerische Digital-Adresse. Für Loks aus der Datenbank kann die Anzeige der Adressen durch eindeutige Bezeichnungen mit bis zu acht Zeichen ersetzt werden, anstelle der Zahl „03“ zum Beispiel „E 10 blau“, „BIGBOY“ oder „ICE 3“. Die Datenbank umfasst einen Speicher von bis zu 20 Namen. Den Funktionen dieser Loks lassen sich eindeutige Symbole zuordnen. Selbstverständlich können alle anderen Loks weiterhin über die numerischen Adressen mitsamt ihren Funktionen aufgerufen werden.

Der Arbeitsspeicher der Mobile Station erlaubt es, bis zu 16 Lokomotiven gleichzeitig aktiv zu halten, dazu zählen auch stehende Loks, deren Beleuchtung aktiv ist.

Neugekaufte Digital-Loks können sehr komfortabel in Betrieb genommen werden:
Auf dem Programmiergleis informiert sich die Mobile Station über relevante Decoder-Informationen und zeigt dann im Display die Lok-Adresse an. Zusätzlich informiert sie darüber, ob es sich um eine DCC-Lok mit kurzer oder langer Adresse, oder um eine Lok mit Selectrix 1- oder Selectrix 2- Adresse handelt. Auf Knopfdruck lässt sich die Maschine dann direkt in die Lokliste der Mobile Station übernehmen.

Die Leistung der Mobile-Station am Gleis beträgt 1,9 A, damit können bis zu 4 H0-Lokomotiven gleichzeitig fahren. Bei der Spur N können wegen der niedrigen Leistung der Loks noch ein paar mehr gleichzeitig gefahren werden. Das Anschlusskabel ist fest an der Mobile Station angebracht und besitzt am anderen Ende einen Spezialstecker zum Anschluss an die spezielle Trix Systems-Anschlussbox.

Abmessungen der Mobile Station: 165 x 69 x 35 mm.

Leider liegen in den Startsets nur 18 VA Trafos bei. Wer mehr Leistung benötigt muss einen stärkeren 60 VA-Trafo. Der kleine Trafo kann dann zur Versorgung von Zubehör (Häuserbeleuchtung) dienen.

Anschlussschema     Anschlussschema
Zum Vergrößern des Bildes bitte Bild anklicken - Bild stammt von der Fa. Märklin/Trix



Wichtig ist hier zu erwähnen, dass sämtliche Magnetartikel ihre Spannung aus einem separatem Trafo beziehen müssen und keinesfalls an den Trafo der Mobile Station angeschlossen werden dürfen.

Größere Anlagen, die einen Booster benötigen, benötigt die Trix Central-Station. Diese besitzt die erforderlichen Anschlüsse. Mit der Mobile Station können auch keine Weichen, Signale etc. geschaltet werden, dies bleibt der Central Station vorbehalten.

Die Trix Systems-Anschlussbox besitzt drei verschiedene Buchsen. Zwei für die Mobile-Stations und einen Anschluss für den Trafo. Durch die speziellen Steckkontakte sind alle Verbindungen polrichtig und verwechslungssicher ausgeführt.

Wichtig: Auf der gesamten Gleisanlage darf nur eine Anschlussbox eingesetzt werden. Wer unbedingt weitere Einspeisungen vom Anschlussgleis aus verlegen möchte, verlegt einfach von dort ein paar kräftige Verbindungslitzen zu Gleisen, die weiter entfernt liegen. Wer seine Anlage mit den neuen Trix C-Gleisen aufbaut, hat es leicht: Hier verwendet man das Märklin Anschluss-Set 74042.

Mit der Trix Systems Mobile Station und der zugehörigen Anschlussbox bzw. dem Anschlussgleis sind ca. 3-4 H0 Standardlokomotiven bzw 8-9 N Lokomotiven steuerbar. Generell ist der Strombedarf abhängig von der Funktionsausstattung der Lok. Auch zusätzliche Verbraucher wie beleuchtete Wagen etc. haben einen Einfluss auf die Anzahl der gleichzeitig fahrbaren Lokmodelle. Die Datenbank kann mit bis zu 20 Lokomotiven beschrieben werden, die damit im Direktzugriff zur Verfügung stehen.

Wie bereits ausgesagt, ist die Trix Mobile Station ein reines Fahrgerät, das in seinem Funktions- und Leistungsumfang für die Steuerung des Fahrzeugverkehrs auf kleinen Anlagen und in Startpackungen konzipiert ist. Eine digitale Weichensteuerung ist derzeit nicht möglich.

Eine Untugend sind wie immer beim Märklin Konzern die unterschiedlichen Trafos (Startpackung und Einzelkauf). In den Startpackungen ist ein 18VA Trafo enthalten. Als Einzeltrafo kann der 60VA.Trafo erworben werden. Der 60 VA Trafo wird für leistungsstärkere Anlagen benötigt, z.B. bei der Aufrüstung mit einer zweiten Trix Mobile Station (1,9 A). Die den Startpackungen beilegte 18 VA Variante ist nur für den "kleinen" Spielbetrieb einsetzbar.

Da Trix zum Märklin-Konzern gehört ist hier zu erwähnen, dass die Produktlinien Märklin-Systems und Trix-Systems sehr unterschiedliche technische Konzepte darstellen und dementsprechend nicht kompatibel sind. Ein Austausch der unterschiedlichen System-Komponenten Trix / Märklin ist trotz der optischen Ähnlichkeit nicht möglich.

Uptates auf die Mobile-Station:
Trix hat zwei Möglichkeiten vorgesehen, wie sich Updates auf die Mobile-Stations aufspielen lassen. Entweder man schließt die Mobile Station an die Central-Station an und nutzt deren PC-Schnittstelle, oder man updatet die Daten über die Anschlussbox aus einer aktuelleren Mobile Station mit neuerer Software-Version.

Ältere Trix Loks mit DCC oder Selectrix-Decoder lassen sie sich uneingeschränkt mit der neuen Mobile Station steuern.Sowohl DCC- als auch Selectrix-Decoder lassen sich ferner mit der Mobile Station programmieren und auslesen.

Ein wesentlicher Pluspunkt ist, dass sich auch Trix-Express-Anlagen mit der Mobile-Station ansteuern lasse. Die Verbindung erfolgt einfach über die Anschluss-Box. es ist aber erforderlich, die Loks mit DCC- bzw. Selectrix-Decodern zuerst auszustatten.

Lokomotiven mit E.M.S- oder FMZ*-Decodern können nicht mit der Mobile-Stations verwendet werden. Bevor hier ein Einsatz erfolgt muss ein entsprechener Lokdecoder eingebaut werden.

Zwei Anschlussgleise bzw zwei Anschlussboxen können an einer Anlage nur dann angeschlossen werden, wenn eine zweipolige Trennung in zwei Gleisabschnitte vorgenommen wird (wie beim Betrieb mit einer Zentrale und einem Booster).

Wichtig ist auch zu erwähnen, dass kein elektrischer ein Bahnübergang, keine Entkupplungsgleise keine sonstigen Magnetartikel am Trafo der Trix Systems Mobile Station angeschlossen werden dürfen- Hierfür ist grundsätzlich ein getrennter Trafo einzusetzen. Für die Schaltung von Magnetartikeln kann jeder analoge Trafo eingesetzt werden. Darauf achten, dass eine strikte Stromtrennung vorhanden ist.

Vorteilhaft ist, dass die Mobile Station , sowohl Selectrix, als auch DCC unterstützt. So können mit der Trix-Systems-Mobile-Station uneingeschränkt Lokomotiven mit Selectrix bzw Selectrix/DCC Multiprotokolldecodern gesteuern. Auch ist dieses System selbstverständlich für alle Spurweiten einsetzbar, wenn die digitalen Voraussetzungen vorliegen (Lok muss Lokdecoder für Selectrix oder DCC besitzen).

Auch Trix-Express-Anlagen können mit der Mobile Station gesteuert werden. Der Anschluss erfolgt über die Anschlussbox die mit der Trix Systems Mobile Station 66920 geliefert wird. Die Loks müssen aber mit Selectrix bzw. DCC Decodern ausgestattet sein.



Die Trix-Central-Station

Die Trix-Central-Station ist numehr das neueste Herzstück des Trix-Systems und hat die Central-Control-2000 abgelöst. Mit zwei Drehreglern und einem großzügigen TouchScreen lassen sich die Loks und auch Weichen/Signale zentral verwalten.
Eine ganze Reihe von weiteren Service-Funktionen, sowie die PC-Anbindung über eine Ethernet-Schnittstelle ist möglich.

Alle vorhandenen Trix-Mobile-Stations lassen sich an der großen Central Station weiterverwenden, und sogar die Anschlussboxen haben weiterhin eine Aufgabe, sie arbeiten dann als Power Packs.

An die Central-Station und das Bussystem lassen sich viele weitere Mobile-Stations anschließen. Zudem hat die Central-Station Anschlüsse für die bekannten DCC-Bus-Systeme.

Trix-Central-Station     Anschlussschema
Zum Vergrößern des Bildes bitte Bild anklicken - Bild stammt von der Fa. Märklin/Trix




Die modernen Trix-Decoder
Trix hat mehrere moderen Lokdecoder im Angebot. Ihre Eigenschaften stimmen großteils überein. Sie besitzen eine Lastregelung und verstehen die Datenformate DCC und Selectrix. Die Decoder können auch auf analogen Anlagen eingesetzt werden. Dies erkennen die Trix-Decoder automatisch.

Die einprogrammierte Lokadresse ist im DCC- und Selectrix-Betrieb identisch. Die Höchstgeschwindigkeit lässt sich in sieben Stufen, die Motorimpulse vierstufig einstellen. Neben der Spitzenbeleuchtung lässt sich eine weitere Zusatzfunktion anschließen und schalten. Der Motorausgang ist kurzschlusssicher und Lichtausgang und Zusatzfunktion wurden gegen Überlast geschützt. Weitere Einstellungen lassen sich über die Anwahl der Adresse „00“ programmieren.

Der Lokdecoder Nr. 66838
    Dieser Lokdecoder ist für eine Stromaufnahme von 1000 mA (1 Ampere) geeignet. Er ist werkseitig mit einem 6-poligen Flachkabel ausgestattet. Er ist sowohl für den Selectrixbetrieb, als auch für den DCC-Betrieb geeignet und besitzt eine automatische Umschaltung auf den analogen Betrieb. Der Decoder wurde von der Firma D&H entwickelt.Die Abmessungen des Decoders sind: 2,3 x 2,9 x 0,3 [mm]

    Die Eigenschaften des Decoders:
    - weiches Regelverhalten -- Motorregelung durch Soll-Ist-Wert Vergleich
    - besonders ruhiger Lauf durch überlagerte Pulsbreitenmodulation
    - mehrere verschiedene Regelvarianten zur optimalen Anpassung an den Motor
    - intern 127 Fahrstufen
    - Blockstreckenbetrieb mit einfachen Dioden (nur im Selectrixbetrieb)
    - Kurzschlußsicherung der Motorausgänge
    - Überlastsicherung der Lichtausgänge
    - Überlastsicherung für die Zusatzfunktion
    - Elektronische Vertauschbarkeit der Motor-, Licht- und Gleisanschlüsse (zur Korrektur einer falschen Verdrahtung)
    - Ausgabe der Fahrzeugnummer (Adresse) zur Lokerkennung während des Betriebes (nur im Selectrix-Betrieb)
    - Sofortige Reaktion des Decoders durch extrem schnelle Datenübertragung des SelecTRIX-Systems (nur im Selectrix-Betrieb)
    - einsetzbar für analogen Gleichstrombetrieb, DCC-System, SelecTRIX mit automatischer Umschaltung der Betriebsart

    Hinweis:
    Der Decoder ist für die Fa. Trix produziert. Er ist funktionsgleich zum Decoder "DHL160". Er besitzt jedoch - gegenüber dem DHL160 - nur 6 Anschlüsse nach NEM. Der Anschluss Horn befindet sich an der Unterseite des Decoders.
    Die Bedienungsanleitung des Decoders kann bei hpw-modellbahn angefordert werden.

Trix-Lokdecoder-Nr. 66838
Zum Vergrößern - Bild anklicken


Der Lokdecoder Nr. 66839
    Die neueste Decoder-Generation aus dem Hause Trix besitzt bereits die 21-polige Schnittstelle und leistet bis zu 1600 mA (Motor 1100 mA, Funktionen jeweils 150 mA). Die Elektronik besitzt insgesamt 4 schaltbare Funktionen. Der Ausgang „function“ ist für die Beleuchtung vorgesehen. Es ist ein großer Einbauraum hier vorzusehen.


Trix-Lokdecoder-Nr. 66839
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Die Bussysteme des Selectrix-Systems
Grundsätzlich gilt: Die Verbindung von Trix-Systems ist zum Selectrix-Sx-Bus und Selectrix-Px-Bus über ein Adapterkabel möglich. Für DCC-Bussysteme sind zu den gängigsten Bussen Verbindungslösungen über die Trix-Systems-Central-Station bzw entsprechende Terminalboxen möglich.

Der SX- Bus
Der SX-Bus verbindet alle Selectrix-Komponenten, außer den Power-Packs (Booster) und die Lokdecoder miteinander. Er wird in der Selectrix-Zentrale erzeugt und dient zur Datenübertragung zwischen der Zentrale und den anderen Selectrix-Geräten. Er besteht aus einem Kabel mit 5 Drähten, welches auf beiden Seiten 5-polige DIN- Stecker hat. Bei den Handreglern ist nur eine Seite steckbar. Die Selectrix-Geräte werden parallel an den Bus angeschlossen. Die fünf Drähte des Selectrix-Bus sind wie folgt belegt:

1. Litze:    Takt
2. Litze:    Masse
3. Litze:    + 20 Volt. Versorgungsspannung für alle SX-Bus Geräte.
4. Litze:    Lesen
5. Litze:    Schreiben

Der PX-Bus
Der PX-Bus ist der POWER-Bus. Über ihn sendet die Zentraleinheit Steuerinformation zu den Power-Packs (Boostern), die diese Information verstärken und für mehr Fahrenergie am Gleis sorgen.



Die Möglichkeit der Besetztmeldung im Selectrix-System

Selectrix hat ein integriertes Rückmeldesystem. Alle bekannten Rückmelder im Selectrix-System arbeiten nach dem Stromfühler-Prinzip. Hierbei werden elektrische Verbraucher detektiert. Dazu reicht eine mit Leitlack (noch besser ist Grafitspray) versehene Achse oder ein Fahrzeug mit Decoder. Sie sind sofort in der Lage, Ihr Modellbahnkonzept lückenlos, und das ist entscheidend, zu überwachen. Herkömmliche Systeme arbeiten teilweise mit einer Punktkontakt-Rückmeldung. Selectrix dagegen überwacht die gesamte Anlage.
Da auch Besetztmeldungen über den Selectrix-Bus gemeldet werden, ist die Verdrahtung eines Besetztmelders trivial. Das Buskabel wird zum Besetztmelder mit lediglich einen Pol der Fahrspannung geleitet. Vom Besetztmelder gehen dann 8 einzelne Kabeln zu den einseitig getrennten Abschnitten. Sofort kann Ihre Digital-Zentrale oder ein angeschlossener PC die Überwachung dieser acht Abschnitte übernehmen.
Mit einem Gleisbesetztmelder kann auch ein abgekuppelter Wagen erkannt werden. Um dies mit einem Güterwagen oder Personenwagen zu erreichen, müssen seine Räder/Achsen mit hochohmigem Leitlack oder Graphit-Spray behandelt werden, damit sie ausreichend leiten.

Es können auch problemlos Blockstrecken angezeigt werden. Dazu benötigt man dann die Gleisbesetztmelder z.B. Nr. 66820. Diese messen, ob sich ein Verbraucher (Lok oder Wagen mit Beleuchtung oder Leitlack) auf dem entsprechenden Block befindet. Ist dies der Fall, wird diese Information auf die im Besetzmelder eingestellte Adresse auf den Selectrix-Bus ausgegeben. Somit kann an jeder Stelle des Busses der Status dieser Blockstrecke angezeigt bzw abgefragt werden. An einen Besetztmelder können acht Blockstrecken angeschlossen werden.

Durch die serienmäßige Rückmeldung auf dem Bus, sowie durch die Verfügbarkeit sehr vieler Komponenten zur Ansteuerung eines Gleisbildstellpultes ist es seit Jahren möglich, Selectrix-Systeme über dieses Medium zu steuern.
Ein Gleisbildstellpult kann im Idealfall über lediglich eine Busverbindung (= 5 Adern) mit der ganzen Anlage verbunden werden. Diese ist dann sogar noch im laufenden Betrieb ab/ansteckbar.



Fragen zum Selectrix-Betrieb
Es gibt natürlich für den Modellbahner, der sich für das Trix-Digital-System interessiert viele offene Fragen. Wir wollen hier versuchen, die wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit dem Betrieb dieses Systems ausreichend zu beantworten.

Betrieb von Selektrix-Digital-Loks zusammen mit analogen Loks.
Der gemeinsame Betrieb von Selektrix-Loks und analogen Loks im selben Stromkreis ist nicht möglich. Wie wir wissen liegt im Digitalbetrieb auf den Schienen permanent die digitale Spannung an. Bei einer analogen Lok bezieht der Motor seinen Strom direkt von der Schiene. Dies würde bedeuten, dass die analoge Lok, wenn sie auf das Gleis gestellt wird, sofort losrast. Die volle Spannung liegt ja auf dem Gleis. Dem Motor würde dies auf Dauer sicherlich nicht guttun - unabhängig davon, dass die Lok nicht geregelt werden kann. Also ohne Lokdecoder kann keine Lok auf dem Digitalstromkreis fahren.

Umbau von analogen Loks auf Selectrix-Loks
Eine oft gestellte Frage ist, ob alte Loks - ohne Digitaldecoder - auf den Selektrix-Betrieb umgebaut werden können. Grundsätzlich gilt, dass jede Lok, deren Motoranschlüsse 'massefrei' gemacht werden können (also keinen direkten Kontakt mehr zur Schiebe oder dem Gehäuse) mit einem Decoder versehen werden können - natürlich auch mit einem Selectrix-Decoder.

Beim Umbau ist u.a. folgendes zu beachten:
  • Zuerst ist die Stromaufnahme der Lok zu messen. Jeder Decoder hat eine Stromstärken-Begrenzung (Ampere). Es gibt Lokdecoder die nur einen Motorstrom von 500 Milliampere aushalten und es gibt Lokdecoder die einen Motorstrom von 1,2 Ampere vertragen.
  • Als nächstes muss der Motoranschluss 'massefrei' gemacht werden. Bei Gleichstromloks sind meistens die linken Schienenstromabnehmer mit dem Gehäuse verbunden. Dieses ist dann wieder mit einer Seite des Motoranschlusses verbunden. Genau diese Verbindung muss unterbrochen werden. Um sicher zu sein, dass keine Verbindung zu den Motoranschlüssen mehr besteht, sollte zwischen den Schienenstromabnehmern und den Motoranschlüssen mit einem Ohmmeter nachgemessen werden.
  • Eine weitere Frage stellt sich dann dem Modellbahner, ob er den Lokdecoder selbst einbauen kann. In Fahrzeugen mit Schnittstelle ist dies selbst für ungeübte Modellbahner möglich. Bei Fahrzeugen ohne Schnittstelle muss der Decoder manuell eingebaut werden. Dies erfordert dann schon ein wenig technischen Verstand.
Natürlich können hier nicht alle weiteren Arbeitsschritte erläutert werden. Weitere Ausführungen zu diesem Thema sind auf dieser Homepage zu finden. Wichtig ist aber die Beachtung der zwei o.g. Schritte, da sonst - bei Nichtbeachtung - eine Zerstörung der Decoder eintritt.

Ein weiteres Problem bei alten Trix Loks ist das Getriebe. Die sehr kleinen (einstellbaren) Beschleunigungswerte bei den Selectrix-Lokdecodern kommen nur dann voll zu Geltung, wenn der Lokmotor und das Getriebe keine eine große Übersetzung aufweist (bei vielen alten Trix Loks nicht der Fall). Bei den mit dem Selectrix-System möglichen „Schleichfahrten" - vor allem im Rangierbetrieb - ist es erforderlich, dass Loks eine hohe Übersetzung haben und ggf eine Schwungmasse besitzen. Ohne eine adäquate Übersetzung macht es keinen Sinn eine alte Trix-Lok auf Digital umzurüsten. Sie bleibt bei Schleichfahrten regelmäßig stehen.

Wie wird beim Selectrix-System die Beleuchtung der Loks und Wagen geregelt
Sehen wir uns zuerst mal den Lichtwechsel bei einem Steuerwagen an. Bei fest gekuppelten Fahrzeugen werden die Lampen im Steuerwagen parallel gekreuzt zum Motorwagen angeschlossen (weiße Lampe Motorwagen -> roten Lampe Steuerwagen, rote Lampe Motorwagen -> weiße Lampe Steuerwagen). Hierbei ist zu beachten, dass der Gesamtstrom pro Decoderanschluss 300 Milliampere nicht übersteigt. Übersteigt der Gesamtstrom die 300mA, so ist ein Transistor zur Stromverstärkung dazwischen zu schalten. Bei lose gekoppelten Fahrzeugen ist, um einen realistischen Lichtwechsel zu erhalten, in den Steuerwagen ein Lichtdecoder einzubauen.
Nun zur Wageninnenbeleuchtungen.
Sobald an der Zentraleinheit das o erscheint. Dies erreicht man, indem man entweder die Taste "ON", oder eine der Loknummern von 1 bis 9 drückt ist auf den Schienen das digitale Signal und natürlich auch die Stromspannung vorhanden. Grundsätzlich kann die Zentraleinheit aber auch über den SELECTRIX-Bus ein- und ausgeschaltet werden (z.B. über Regler oder über das Interface). Drückt man die STOP Taste, erscheint in der Anzeige ein - , und die Fahrenergie wird vom Gleis genommen.
Liegt nun Spannung am Gleis an geht die Wagenbeleuchtung sofort an. Um die große Energiemenge, die die Lampen beim Dauerbetrieb zerstören würde zu mindern, sollte eine einfache Diode (1N4148 bis 100 mA) in Serie zu den Lampen eingelötet werden. Es gibt aber auch sog. Funktionsdecoder, mit denen man unter anderem den Lichtwechsel im Steuerwagen fahrtrichtungsabhängig schalten kann.
Jeder Selectrix.Lokdecoder hat zwei Lichtanschlüsse. Einen für Licht vorne und einen für Licht hinten. Es gibt auch Decoder die noch einen Anschluss für Zusatzfunktionen haben. Jeder dieser Anschlüsse ist für eine maximale Belastung von 300 Milliampere ausgelegt.

Die Decoderprogrammierung
Die Lokdecoderprogrammierung ist ein wichtiges Thema, nicht nur den Selectrix-Bahner, denn hier werden die meisten Fehler begangen und damit verbunden der Lokbetrieb eigeschränkt und die Freude an der Modellbahn getrübt.

Als erstes ist darauf hinzuweisen, dass die ersten Selectrix-Lokdecoder direkt programmierbar sind. Ein Programmierschieber aus dünner Pappe wird entsprechend dem in der Bedienungsanleitung angegebenen Code (für die Adressen von 01 bis 99) ausgeschnitten und auf den Decoder aufgeschoben. Siehe hierzu auch das nachfolgende Bild das aus der Zeitschrift Eisenbahnmagazin stammt.

Selectrix-Lokdecoder
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Wer eine Selectrix99-Zentrale besitzt kann die Programmierung nur mit dem Selectrix-Programmer (66841) durchführen. Damit können allerdings dann auch nur die Grundfunktionen (Adresse) eingestellt werden. Der Programmer kam zusammen mit den ersten Selectrix-Decodern (D & H Decoder) um das Jahr 1995 auf den Markt.
Selectrix-Programmer 66841
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Die "erweiterten" Einstellungen der D & H Decoder können nur in Verbindung - ab der Zentrale "Selectrix 2000" - mit Handregler, mit der CC2000 oder mit den Selectrix-Produkten von Müt, Rautenhaus ect. vorgenommen werden. Auch die Intellibox und die Twin-Zentrale von Fleischmann können die modernen Selectrix-Decoder programmieren.

Es gibt somit im Selectrix-System verschiedene Methoden der Programmierung. Bei allen Methoden ist aber eines gleich: Es darf sich nur eine Lok mit Decoder auf dem Anschluss der Zentraleinheit befinden. Dazu erstellt man sich am besten ein sog. Programmiergleis. Beim Programmieren ist dann, eventuell über einen Schalter, nur dieses Gleis mit der Zentraleinheit verbunden, der Rest der Anlage ist abgeschaltet.

Nun zum Programmieren.
Die einfachste Methode ist die, den Lokdecoder über die Zentraleinheit (ab Selectrix2000 möglich) zu programmieren. Dazu wird an der Zentraleinheit die Taste "P" gedrückt und gehalten. Es erscheint in der Anzeige ein "P". Während die Taste "P" gedrückt bleibt, wird die entsprechende Taste (1 bis 9) für die Loknummer gedrückt. Dadurch wird dem Lokdecoder die entsprechende Loknummer einprogrammiert.

Vorteil: Man benötigt außer der Zentraleinheit Central-Control 2000 nichts, um die Loknummer von 1 bis 9 zu programmieren.

Nachteil: Man kann die Loknummer nur einstellig eingeben. Die anderen Decoderparameter werden von der Zentraleinheit vorgegeben (Geschwindigkeit 3, Beschleunigung 3, Motorimpuls 2 und Dioden-Bremsverhalten 1).

Um alle Lokadressen und alle Decoderparameter programmieren zu können, braucht man entweder zusätzlich den Lok-Control 2000 (Nr. 66816), das Control-Handy (Nr. 66815) oder ein Computerinterface und entsprechende Software.

Die folgenden Decoderparameter können beim Selectrix-System programmiert werden:

  Loknummer

2-stellig

00 bis 99

  Geschwindigkeit

1-stellig

0 bis 7, 0 = Gleichstrom, 1 = langsam, ... , 7 = schnell

  Beschleunigung

1-stellig

1 bis 7, 1 = keine Verzögerung, ... 7 = große Verzögerung

  Motorimpuls

1-stellig

1 bis 4, 1 = kurzer Impuls, .. , 4 = langer Impuls

  Dioden-Bremsverhalten 

1-stellig

1 bis 2, 1 = abbremsen bis 0, 2 = abbremsen bis Fahrstufe 3



Weichen und sonstige Magnetartikel mit dem Selectrix-System schalten
Das Schalten von sog. Magnetartikel mt dem Selectrix-System kann über die Funktionsdecoder Nr. 66828 erfolgen. An diese werden dann die Weichen oder Signale angeschlossen. Der Funktionsdecoder ist somit ein Gerät zum Anschluss von Magnetartikeln, wie 8 Weichen und/oder Signalen. Damit können Weichen und Signale ferngesteuert über den SX-Datenbus geschaltet werden. Zur Auslösung der Schaltfunktion muss an demselben SX-Datenbus ein Eingabegerät mit derselben Adresse vorhanden sein - z.B. Encoder A, Lok-Control, Control-Handy oder ein Computer-Interface mit entsprechender Software.

Funktionsdecoder-Nr. 66828
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Der Funktionsdecoder wird über den SELECTRIX-Bus angesprochen. So können die Signale dann entweder über ein Stellpult (Encoder A 66822), über die Regler oder über das Computerinterface gestellt werden.
über den Encoder Nr. A 66822 können Taster eines Stellwerkes, aber auch Gleisbesetztmeldungen und Weichenstellungsanzeigen angeschlossen werden.
Übrigens: Wenn alle Selectrix-Adressen zum Schalten von Weichen verwendet werden, so können 104 * 8, also 832 Weichen geschaltet werden.

Alte Selectrix-Komponenten verwenden
Für das "alte" SELECTRIX-System werden keine Power-Booster mehr gefertigt. Die nächste Generation der Booster heißen "Power-Packs". Diese Power-Packs passen aber nicht an das "alte" System. Um diese Lücke zu schließen, kann man sog. Translator (Nr. 66843) einsetzen. Der Translator verbindet die alte Zentraleinheit mit den neuen Power-Packs, indem er den Px-Bus für die Power-Packs erzeugt. Ein Px-Bus ist somit ein POWER-Bus. Über ihn sendet die Zentraleinheit Steuerinformation zu den Power-Packs, die diese Information verstärken und für mehr Fahrenergie am Gleis sorgen.
Da 104 Adressen nicht gerade viel sind für große Anlagen, verdoppelt der Translator den Adressbereich. Er erzeugt gewissermaßen einen neuen SELECTRIX-Bus. So kann der erste Bus komplett zum Ansteuern von Loks verwendet werden, der zweite, neue Bus zum Ansteuern von Weichen / Signalen / Blockstrecken verwendet werden. Das "Ganze" kann sogar noch weiter ausgebaut werden, indem man mehrere Translatoren einsetzt. Dabei ist zu erwähnen, dass der neue Bus syncron zum ersten Bus läuft. Dies wird vor allem für Belegtmelder benötigt.
Ein Selctrix-Bus-Kabel ist im Übrigen einfach selbst anzufertigen. Dazu werden nur zwei 5-polige, 180 Grad DIN-Stecker und ein 5-poliges, einfach abgeschirmtes Kabel benötigt. Die 5 Anschlüsse der DIN-Stecker werden über das Kabel 1-zu-1 verbunden. Also Anschluss 1 des ersten Steckers mit Anschluss 1 des zweiten Steckers usw. Die Abschirmung wird auf beiden Steckern mit den Anschlüssen 2 (mittlerer Anschluss) verbunden. Das wars.

Der Einsatz von Dioden im Selectrix-System
Bevor wir hier näher eingehen müssen wir uns folgenden Fahrbtrieb vor Augen halten. In Gleichstrom betriebenen Anlagen wird der Blockabschnitt vor einem Signal über einen Schalter im Signal stromlos geschaltet, sobald das Signal auf HP0 geht. Dadurch wird die Stromzuführung zur Lok unterbrochen und sie bleibt (sofort) stehen. Soweit so gut. Nun taucht im Zusammenhang mit dem Selctrix-system der Begriff "Dioden-Bremsverhalten" auf. Was bedeutet nun dieser Begriff.
Um eine Lok vorbildgerecht vor einem Signal abzubremsen, wird beim Selectrix-System zusätzlich zum Schalter im Signal - noch eine schnelle Diode benötigt. Diese wird parallel zu dem Schalter im Signal angebracht. Die Diode überbrückt bei einen auf rot gestellten Signal den Schalter (im Signal) und lässt nur noch eine Halbwelle des Digitalsignales zum Lokdecoder. Dieser reagiert darauf und bremst die Lok ab. Vorausgesetzt, die Diode ist richtig herum angebracht und die Lok fährt auf das Signal zu. Wie weit der Lokdecoder dies tut, kann über das Dioden-Bremsverhalten eingestellt werden. Geht das Signal auf HP1 (also auf freie Fahrt), bekommt der Lokdecoder über den geschlossenen Schalter im Signal wieder den vollen Fahrstrom. Dadurch wird er die Lok auf die aktuelle Fahrstufe beschleunigt.

Bei einer Einstellung von 1 im Lokdecoder wird die Lok bis zum Stillstand abgebremst. Bei einer Einstellung von 2, wird sie auf Fahrstufe 3 abgebremst, damit sie an das Signal langsam heranfährt. Kurz vor dem Signal ist dann eine stromlose Stelle, die die Lok dann ganz zum Halten bringt. Dies hat den Vorteil, dass, unabhängig von der Geschwindigkeit mit der die Lok in den Halteblock fährt, diese immer vor dem Signal zum stehen kommt. Der Beschleunigungsparameter des Decoders bestimmt dabei, wie schnell die Lok abgebremst wird. Die gesamte Bremsstrecke ergibt sich also aus der Fahrstufe, mit der in die Bremsstrecke eingefahren wird und dem Beschleunigungsparameter des Decoders - der ja programmierbar und somit pro Decoder/Lok einstellbar ist.
Für den Einbau eignen sich alle schnellen Schottky-Dioden, die auch den entsprechenden Strom verkraften können (z.B. die BYT03-200, 3 Ampere, 200 Volt).
Der Einbau der Bremsdiode in die Schiene ist abhängig von mehreren Faktoren. So ist z.B. maßgeblich auf welcher Schienenseite die Unterbrechung ist und wie der Lokdecoder mit den Stromabnehmer verbunden ist. Eine genaue Anweisung kann an dieser Stelle nicht gegeben werden.

Kehrschleifen
Das Problem mit Kehrschleifen ist bei Zweileiterschienen immer vorhanden. Um es zu lösen, muss die Kehrschleife hinter der Weiche in beiden Richtungen und auf beiden Schienenseiten physikalisch getrennt werden. Über ein Relais, das zusammen mit der Weiche geschaltet wird, kann dann die entsprechende Umpolung der Kehrschleife vorgenommen. Das Problem kann auch über eine Gleiswippe gelöst werden.

Das Selectrix-System ermöglicht es, dass die Lok in die Kehrschleife fährt und dann dort automatisch die Umpolung stattfindet. Es gibt ein Kehrschleifen/Gleisdreieck-Modul, welches diese Umschaltung automatisch vornimmt.

Signalfunktionen mit Selectrix
Signale können über den Funktionsdecoder Nr. 66828 angeschlossen werden, der dann über den Selectrix-Bus angesprochen werden kann. So können die Signale dann über ein Stellpult (Encoder A 66822), über die Regler und über das Computerinterface gestellt werden.




Hinweise zum Selectrix-System

Beleuchtung und Rauchsätze
Häufig werden bei den Dampfloks Rauchsätze und bei den Personenwagen Innenbeleuchtungen eingesetzt. Zu beachten ist hier, dass die Birnchen der Innenbeleuchtungen und die Rauchgeneratoren, die direkt am Gleis angeschlossen sind, auf mindestens 22 Volt ausgelegt sind. Falls nicht gehen diese Birnchen sofort beim Einschalten "über den Jordan".

FMZ-Lokdecoder
Leider sind die reinen FMZ Lok-Decoder nicht für das Trix-Systems einsetzbar. Die Loks mit alleiniger FMZ-Elektronik müssen ausgewechselt werden. Loks mit Twin-Decodern können dagegen mit Trix-Systems betrieben werden.

EMS-System
Loks mit dem dem Trix EMS-System, können nicht mit dem Trix-Systems betrieben werden. Der EMS-Decoder muss ausgetauscht werden.

Spannnung
An die Zentraleinheit dürfen maximal 18 Volt Wechselspannung angeschlossen werden. Wird dieser Wert überschritten, kann dies zur Zerstörung der Lokdecoder führen.

Radfarbe
Manche Loks haben brünierten Radsätze. Diese Radsätze wirken sich beim Betrieb mit dem Selectrix-System negativ aus. Unter Umständen können diese Loks nicht mal mehr programmiert werden, da die Kontaktsicherheit nicht gewährleistet ist. So schön brünierte Räder aussehen, für den Fahrbetrieb (egal ob Gleichstrom oder Digital) sind sie nicht geeignet. Deshalb sollte man vor dem Einsatz der Fahrzeuge die Brünierung entfernen.

Vergleichstabellen

Vergleichstabelle - Servodecoder für Magnetartikel:    Zum Link   
Vergleichstabelle für Funktionsdecoder für den SX-Bus:    Zum Link   
Vergleichstabelle für Belegtmelder zur Rückmeldung über den SX-Bus:    Zum Link   
Kleine Übersicht über SX1, SX2, DCC und RMX:    Zum Link   
Selectrix-Decoderprogrammierung mit der Trix-Mobile-Station:    Zum Link   




Links zu weiteren Infos über das Selectrix-System bzw das Trix Digital-System

Verschiedene Selbstbauprojekte zu Selctrix:
   Zum Link   
Weitere Infos zu Selctrix von Frank Keil:
   Zum Link   
Der Selectrix-Testbericht der Fa. Stärz. Es wurden verschiedene Konfigurationen mit Selectrix Baugruppen getestet:
   Zum Testbericht   
Grundlagen der Selectrix-Steuerung - Handbuch Teil:1
Hier gehts zum Handbuch
Grundlagen der Selectrix-Steuerung - Handbuch Teil:2
Hier gehts zum Handbuch
Selectrix - eine Klasse für sich
Hier gehts zum Buch
Betriebsanleitung für DCC Betrieb. Lokdecoder TRIX 66838 II für Systeme Selectrix 1, SX2, DCC
Hier gehts zum Buch




Fazit
Das Trix-Digital-System gründet sich auf dem Selectrix-Protokoll. Es versteht aber auch Lokdecoder mit dem internationalen DCC-System. Damit ist es für alle Zweileiter-Digitalsysteme und auch für Dreileiter-Systeme einsetzbar. Das Selectrix-System ist sehr leistungsfähig, aber auch nicht kostengünstig. Dennoch kann der Modellbahner hier auf ein sehr leistungsfähiges und dennoch relativ einfach aufgebautes System zurück greifen, dass im Übrigen sehr betriebssicher ist.

Fassen wir mal die Vorteile zusammen:

- Das Selectrix-System bietet die kleinsten Lokdecoder an. Somit ist es für alle Gleichstromsysteme von Spur "Z" bis Spur "LGB" einsetzbar.

- Es besitzt 31 echte Fahrstufen und eine patentierte Drehzahlregelung (Soll-Ist Wertevergleich) im Lokdecoder. Dadurch ist der für das SELECTRIX-System bekannten Soft-Drive möglich. Auch beinhaltet jeder neue SELECTRIX-Decoder die Logik, um an einem roten Signal langsam anzuhalten.

- Das SELECTRIX System ist ein komplettes System, das kaum noch Zusatzwünsche auftauchen lässt.

- Das Selectrix-System ist auch für Großanlagen geeignet.



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