Die Digitaltechnik auf der Modellbahn - hier: Die Lokdecoder - Seite 1 -


Die digitale Modellbahn
-- Decoder im Eisenbahnbetrieb --


Inhaltsverzeichnis

- Einleitung

- Die Lokdekoder

     - Normen für die Lokdecoder

     - Aufgaben des Loksdecoders

     - Begriffe

     - Auswahlmethoden

     - Decoderanschlussstellen bzw. Decoderschnittstellen

     - Piko-Lokdecoder

     - Märklin-Lokdecoder

     - Arnold/Lima/Hornby-Lokdecoder

     - ESU-Lokdecoder


Einführung
Wir haben uns wegen der Vielzahl von Anfragen über Lokdecoder und Funktionsdecoder entschieden eine Aufsatzserie über die Decoder aufzulegen um das Thema "Digitaldecoder im Modellbahnbetrieb" transparenter für den Modellbahner zu machen.

Wir werden uns im ersten Teil der Aufsatzserie mit den Lokdecodern befassen. Mit diesen Decodern hat der Modellbahner die ersten Berührungspunkte, wenn er den Einstieg in die digitale Modellbahn vornimmt. In der Regel beginnt der Modellbahner sein digitales Modellbahnleben mit dem digitalen Fahrbetrieb. Mit diesem Einstieg benötigt er nicht nur die digitale Zentralstation, sondern, damit die Loks überhaupt fahren können auch Lokdecoder. Damit sind wir schon beim Thema, den das Herzstück einer digitalen Lok ist eben der Loksdecoder. Ohne den Lokdecoder ist die Lok nichts anderes als eine analoge Lok.

Lokdecoder sind meistens Normkonform - insbesondere die Anschlussbereiche, die auch Schnittstellen genannte werden. Es gibt hier die NEM-Norm (Norm europäischer Modellbauer) und die NMRA-Norm (NMRA = Verband der nordamerikanischen Modellbahner). Märklin und andere bekannte Modellbahnhersteller haben leider in den Anfangsjahren der digitalen Modellbahnwelt eigene Digitalsysteme entwickelt, die diesen Normen nicht entsprechen. Deshalb ist der Überblick über die Lokdecoder auch so schwierig.

Der Hauptunterschied unter den Lokdecoder stellt das Datenformate bzw. das Digitalprotokoll dar. Bei den Lokdecodern trifft man auf das DCC-Protokoll, das Motorola-Protokoll und das Selectrix-Protokoll. Es ist hier bereits anzumerken, dass sich mittwerweile immer mehr das DCC-Protokoll im Modellbahnbereich durchgesetzt hat.

Neben dem Digitalformat ist auch noch die Art des anschließbaren Motors zu berücksichtigen. Moderne Lok werden heute mit Präzisionsmotoren ausgerüstet, die mit einer hochfrequenten Motoransteuerung laufen.

Ein wesentlicher Vorteil des Lokdecoders ist die einstellbare Höchstgeschwindigkeit der Loks. Bei den Lokdecodern moderner Bauart kann eine von der Lokomotive und der Zuggattung abhängige Höchstgeschwindigkeit eingestellt werden. Ein weiterer Vorteil ist die Lastregelung. Sie verhilft den Lokomotiven zu gleichmäßigerem Fahrverhalten nicht nur in Steigungen und Gefällstrecken.

Der Modellbahner stellt sich natürlich bei den Lokdecodern die Frage, ob sie auch im Mischbetrieb einsetzbar sind. Unter Mischbetrieb wird der Einsatz sowohl im Analogbetrieb als auch im Digitalbetrieb verstanden. Fast alle Lokdecoder auf dem Markt können grundsätzlich im Mischbetrieb eingesetzt werden. Es ist aber hier anzumerken, dass der Mischbetrieb auch erhebliche Nachteile aufweist. Eine digitale Lok auf Analogbetrieb zu fahren, beschränkt z.B. die Höchstgeschwindigkeit, aber auch das Fahrverhalten verschlechtert sich im Analogbetrieb.

Die neuen Lokdecodergenerationen unterscheiden sich sehr stark von den Lokdecodern die vor dem Jahr 2000 auf dem Markt kamen. Ferner gibt es seit dem Jahr 2000 eine schier unüberschaubare Zahl von Lokdecodern von den unterschiedlichsten Herstellern. Wir können deshalb auch nicht alle Decoder aufzulisten, die auf dem Markt erhältlich sind.

Es kann deshalb hier nicht um eine komplette Darstellung der sich im Handel befindlichen Lokdecoder gehen, sondern wir wollen im ersten Kapitel die Lokdecodergenerationen darstellen und die Eigenschaften der bekanntesten Decoder darstellen.



Teil 1: Die Lokdecoder
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Normen für die Lokdecoder
Wichtig bei diesem Thema "Normung" ist, dass der Modellbahner tunlichst vermeiden sollte irgendwelche Lokdecoder zu kaufen, die keine Norm einghalten. Hier kann es dann böse Überraschungen geben. Vielleicht hier auch noch der Hinweis, dass alle bekannten Hersteller von Lokdecodern, wie ESU, Uhlenbrock, Kühn etc. ihre Decoder der Normung unterwerfen.

Eine Ausnahme macht der Hersteller Märklin. Das Motorola-System ist eine "eigene Norm" von Märklin. Auch die Firma Fleischmann und die Firma Trix haben eigene Digitalprotokolle. Mittlerweile bieten aber auch diese Hersteller Decoder mit dem international genormten DCC-System an. Das DCC-Datenformat ist übrigens bei NMRA (USA) und auch MOROP genormt.

Norm-Nr Inhalt der Norm    Digitalsystem   

NEM 651

6-polige S-Schnittstelle    für alle Digi-Systeme   

NEM 652

8-polige M-Schnittstelle, zweireihig    für alle Digi-Systeme   

NEM 653

9-polige M/B-Schnittstelle, einreihig    für alle Digi-Systeme   

NEM 654

4-polige L-Schnittstelle    für alle Digi-Systeme   

NEM 670

Digitales Steuersignal DCC-Bitdarstellung    DCC-Protokoll   

NEM 671

Digitales Steuersignal DCC-Basisdatenpaket    DCC-Protokoll   

NEM 680

Digitales Steuersignal SX-Bitdarstellung    Selectrix   

NEM 681

Digitales Steuersignal SX-Datenpakete    Selectrix   

NMRA RP 9.2

DCC-Datenformat (Fahren und Schalten)    DCC-Protokoll   






Aufgabe des Lokdecoders
Vielen Modellbahnern ist sicherlich der Lokdecoder ein nicht zu durchschauendes Bauteil in einer Modellbahnlok. Meistens ist es auch nicht erforderlich sich mit dem Innenleben eines Decoders auseinander zu setzen. Erst dann wird der Modellbahner auf den Lokdecoder aufmerksam, wenn er nicht digitalisierte Lok digitalisieren will, oder bei einer neueren Lok den Decoder austauschen will oder muss.

Wir wollen mal versuchen den Lokdecoder, ohne wissenschaftliche Abhandlung, kurz und verständlich darzustellen.

Der Lokdecoder ist ein Empfänger und Sender von digitalen Signalen, vergleichbar mit einem Telefon. Um die Sigbale empfangen und senden zu können braucht er wie ein telefon auch eine Adresse mit der man ihn anrufen kann. Diese Adresse muss über die Digitalzentrale eingestellt werden und auch die Komminikation mit dem Decoder erfolgt über die Digitalzentrale.

Soweit so gut. Aber das größte Problem für einen Modellbahner ist nun die Verkabelung eines Decoders innerhalb einer Lok. Gegenüber dem analogen Betrieb, bei dem die einzelenen Teile der Lok wie Motor, Lampen etc. direkt mit dem Stromnetz (Gleis) verkabelt werden, geschieht die Verkabelung bei digitalen Loks über den Decoder. Die Sttromversorgung und die digitalen Befehle gelangen immer zuerst zum Decoder und von dort aus erfolgt die Verteilung auf die Verbraucher (Motor, Lampen, etc.). Der Locdecoder ist somit die Schaltzentrale in der Lok. Das nachfolgende Bild zeigt die grundsätzliche Verkabelung einer Lok. Diese "Musterverkabelung gilt für alle Loks und Digitalprotokolle, ob es sich nun um Motorola-, DCC, Selectrix oder FMZ-Protokoll handelt. Allerdings gibt es von Decodertyp zu Decodertyp, insbesondere bei den Funktionen, Modifizierungen (insbesondere auch bei Märklindecoder).

Brundsätzliche Verkabelung
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Im Lokdecoder wird aus dem „digitalen Fahrstrom, der von den Schienen kommt“ auch der Strom für den Motor bereitgestellt. Damit es nicht zu Fehlfunktionen kommt, darf zwischen den Anschlussklemmen der Stromabnehmer an den Rädern und den Motoranschlüssen keine elektrische Verbindung bestehen. Die direkte Verbindung eines Motorausganges mit den Stromabnehmern würde den digitaler Fahrstrom direkt an den Motorausgangspol führen. Die vorhandene hohe Digitalspannung würde zum Einen die Motorelektronik zerstören und zum Anderen würde auch der Decoder ins Nirwana geschickt.

Es ist deshalb beim Digitalisieren einer Lok sehr darauf zu achten, dass kein Motoranschluss mit dem Lokchassis eine elektrische Verbindung hat. Deshalb immer mit einem Multimeter im niederohmigen Bereich prüfen, ob nicht noch eine versteckte Leitung oder einen versteckten Kontakt zum Motor vorhanden ist.






Begriffe
In den nachstehenden Tabellen werdet ihr viele Fachbegriffe finden, die ihr ggf. nicht sofort zuordnen könnt. Deshalb nachfolgend die Aufarbeitung der einzelnen Decoderbegriffe.

Begriff: Lastregelung
Lastregelung bedeutet, dass der Decoder die Motorleistung automatisch an die Betriebsbedingung anpasst. Ein wichtiges Argument für die Lastregelung ist das Konstanthalten der Geschwindigkeit eines Zuges bei der Berg- und Talfahrt. Der Lokdecoder übernimmt damit die Aufgabe des Lokführers und regelt die Leistung entsprechend nach oder vor. Der Modellbahner muss bei einer lastungeregelten Lok damit nicht mehr vor einer Steigung auch eine Stufe hochschalten. Insbesondere beim Rangierbetrieb ist ein lastgeregelter Motor von Vorteil.
Lastgeregelte Lokdecoder sind wegen zusätzlicher elektronischer Bauteile teurer als die ungeregelten Lokdecoder.

Begriff: Glockenankermotor
Glockenankermotoren diverser Hersteller (z.B. Faulhaber) bieten aufgrund ihres massearmen Rotors, besonders im unteren Geschwindigkeitsbereich sehr gute Fahreigenschaften.

Begriff: max. Motorenstrom
Die Angabe des max. Motorenstroms bedeutet, dass der Decoder beim Motorausgang einen entsprechenden max. Motorenstrom an den Motor zu liefern hat. Liefert ein Decoder hier eine zu geringe Leistung, kann der Motor seine volle Leistung nicht entfalten und auch der Decoder kann Schaden leiden. Deshalb ist bei der Wahl des Decoders unbedingt auf diesen max. Motorenstrom zu achten.

Begriff: Digitalprotokoll
Das Digitalprotokoll gibt an, mit welcher Sprache die Digitalzentrale mit dem Lokdecoder kommunizieren soll. Das internationale DCC-Protokoll ist bei den Gleichstrom-Zweileiter Herstellern dass gebräuchlichste Protokoll.
Es gibt aber auch Nischenprotokolle wie z.B. das Motorola von Märklin, das FMZ-Protokoll von Fleischmann oder das Selectrix-Protokoll von Trix. Mittlerweile hat aber auch bei diesen Hersteller das DCC-Protokoll Einzug gehalten.

Begriff: Decoderleistung
Die Decoderleistung wird in mA gemessen bzw. dargestellt. Diese Leistung muss der Decoder liefern bzw. aushalten am Decoderausgang. Wichtig ist insbesondere hier die Motorenleistung. Wenn der Decoder überlastet wird, kann es zum einem "Abrauchen" des Decoders führen. Nachfolgend einige Leistungswerte von Loks:

  Hersteller       Nr..    Leistung
   Stromaufnahme   
mA
Märklin 3032
700

Märklin 3078/
3144

750

Märklin (BR216) 3075
580

Märklin (BR03) 3085
600

Märklin (BR120) 33532
320

Märklin (BR212) 3377
550

Märklin (BR628) 3376
250

Märklin (DHG 700C) 3688
400

Piko (Taurus) 57224
360



Begriff: Automatische Analogerkennung
Die Decoder können nicht nur im Digital-, sondern auch im Analogbetrieb eingesetzt werden, die Um- stellung erfolgt automatisch. Die Funktionsausgänge können analog nicht geschaltet werden. Sie können jedoch festlegen, welche Funktionen im Analogbetrieb ein- oder ausgeschaltet sein sollen. Für den dauerhaften Einsatz in rein analogen Wechselstrom-Anlagen sind Lokdecoder nicht emp- fehlenswert. Die hohen Spannungsspitzen, die beim Senden des Umschaltimpulses auftreten, können langfristig die Bauteile beschädigen.

Begriff: Decoderadressen
Die Decoderadresse ist vergleichbar mit einer Telefonnummer. Jeder Lokdecoder besitzt eine eigene Adresse. Decoder reagieren nur auf Informationen mit ihrer Adresse. Wieviele Decoderadressen genutzt werden können, ist von der Digitalzentrale und vom Digitalprotokoll abhängig. Das Motorolaprotokoll von Märklin kann nur 255 Adressen verwalten. Im DCC-Format können die Decoder alternativ auf eine von 127 Basis- oder eine von 10.239 erweiterten Adressen eingestellt werden.

Begriff: Fahrstufen
Die Anzahl der Fahrstufen, die zur Ansteuerung der Decoder verwendet werden können, ist von der Digitalzentrale und dem Digitalprotokoll abhängig. Im DCC-Format können die Fahrzeug-Decoder entweder mit 14, 28 oder 128 Fahrstufen betrieben werden. Im Motorola-Format können 14 und ggf. auch 27 Fahrstufen angesteuert werden.

Begriff: Function Mapping und Funktionstasten
Unter "Function Mapping" versteht man die Möglich keit, den Ausgängen nach Bedarf eine oder mehrere Funktionstasten zuzuordnen. Im DCC-Format können Sie F0 bis F12 bzw. F28 verwenden. Im Motorola-For- mat können Sie neben den Funktionstasten F0 bis F4 bei den meisten Decodern über eine 2. Adresse auch die Tasten F5 bis F9 einsetzen.

Begriff: Bremsgenerator
Ist ein spezieller Fahrstromverstärker im Lokdecoder. Er erzeugt ein spezielles digitales Signal, welches alle DCC-Decoder zum Herunterschalten der Fahrstufen bis Null veranlasst.

Begriff: Motorart
Wenn bei der Decoderauswahl die Frage "Gleich-oder Wechselstrom" zu stellen ist, geht es darum, welcher Motor Verwendung findet. Drei Motorarten treten bei Modellbahnloks auf:

- Allstrommotoren (auch als Wechselstrommotoren bezeichnet)

- Gleichstrommotoren

- Glockenanker- oder Faulhabermotoren (besondere Art von Gleichstrommotoren).

Lokdecoder werden an die spezifischen Eigenschaften dieser verschiedenen Motorarten angepasst.

Begriff: PWM-Periode
Die Impulse, mit denen ein Lokdecoder den Motor ansteuert, werden mit einer bestimmten Frequenz wiederholt. Diese Frequenz wird durch die PWM-Periode festgelegt. Die "richtige" PWM-Frequenz ist vor allem von der Motorart abhängig. Einige Lokdecoder bieten die Möglichkeit, die PWM-Frequenz an die in- dividuellen Motoreigenschaften anzupassen. Dadurch wird der Motor optimal angesteuert und seine Leistung voll ausgeschöpft,

   Motorart       PWM min.       PWM max.   
Gleichstrommotor 20 Hz
40 KHz

Glockenankermotor 6 Hz
40 KHz

Wechselstrommotor
Allstrommotor
50 Hz
500 Hz



Begriff: Schnittstellen
Man kann heute davon ausgehen, dass die neueren Loks werkseitig mit einer digitalen Schnittstellenbuchse oder einem Schnittstellenstecker ausgerüstet sind. Durch Einsatz eines Decoders mit passender Schnittstelle geht der Decoderwechsel einfach. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Schnittstellen. Auskunft gibt der entsprechende Aufsatz auf unserer Page.

Begriff: Sounddecoder
Auf dem Decoder sind u.a. auch Originalgeräusche eines bestimmten Fahrzeugtyps gespeichert (Dampflok, Die- sellok, E-Lok und mehr als 150 individuelle Fahrzeugtypen). Stand- und Fahrgeräusche, Signal- töne und weitere fahrzeugtypische Geräusche werden über die F-Tasten abgerufen. Die Fahrgeräusche werden geschwindigkeitsabhängig gesteuert.

Begriff: Überlastungsschutz
Der Überlastschutz schaltet den Decoder ab, sobald der maximale Gesamtstrom des Decoders bzw. des Motors überschritten wird, jedoch nicht, wenn nur der maximale Strom eines Ausgangs zu hoch ist. Bei einem Kurzschluss, bei dem Bauteile auf dem Decoder untereinander oder mit der Gleisspannung kurzgeschlossen werden, kann der Überlastschutz nicht wirken - z.B. Kontakt zwischen dem Decoder und den Schienen oder Metallteilen des Fahrzeugs.

Begriff: Mäuseklavier ud DIL-Schalter
Mäuseklavier bzw. DIL-Schalter sind kleine mechanische Schalter, die in einem Gehäuse acht oder mehr Micro-Schalter vereinen. Die richtige Bezeichnung lautet DIL-Schalter. In digitalen Bausteinen (Lok- und Weichendecoder) werden sie benötigt um Adressen und Funktionen auf elektromechanische Weise einzustellen. Bei neueren Decodern entfallen die DIL-Schalter, da die Programmierung über die Digitalzentralen erfolgen kann.

Begriff: Interface
Mit dem Interface lassen sich elektronische EDV-Geräte verbinden um eine Datenübertragung unterschiedlicher Datenformate zu ermöglichen. Im Modellbahnbereich werden Gerätebusse (Geräteleitungen) digitaler Steuersysteme über die RS232-Schnittstelle mit Computern verbunden.

Begriff: DCC-Protokoll
Dieser Begriff steht für Digital Command Control und heißt „Digital steuern und kontrollieren“. Hinter der Bezeichnung DCC verbirgt sich ein digitales Protokoll.






Die Auswahlmethoden für Decoder
Lokdecoder gibt es wie "Sand am Meer". Deshalb ist es wichtig sich zuerst mal Gedanken über den zweckmäßigsten Lokdecoder für die betreffende Lok zu machen.
Es gibt mehrere Schritte, die zur Auswahl des geeignesten Decoder führen. Diese Schrittfolge gilt für alle Loks (alte und neue und mit oder ohne Schnittstelle).

1. Schritt - Feststellen der Stromaufnahme (Leistung)
Erste und wichtigste Aufgabe bei der Decoderauswahl ist die Stromaufnahme des betreffenden Triebfahrzeuges zu messen.

Bevor ein teurer Decoder durch Überlastung "abraucht", ist es wichtig eine Messung des real max. aufgenommenen Stroms durchzuführen. Hierzu wird benötigt:

    - ein Multimeter mit Ampere-Messung (im Versandhandel und Baumärkten zu bekommen).

    - ein Gleisoval oder ein gerades Gleisstück mit Prellbock.

Besonders einfach und zuverlässig gestaltet sich natürlich die Messung, wenn ein Rollenprüfstand vorhanden ist.

Der Hauptanteil des Stromes wird immer vom Motor benötigt. Der Verbrauch der Lichtfunktionen sind zweitrangig. Den gesamten Stromverbrauch (Motorenstrom und Lichtfunktion) muss der Decoder ohne Schaden aufnehmen können Der Stromverbrauch muss auf jede denkbare Betriebssituation ausgelegt werden. Hinzu kommt ein Sicherheitszuschlag von 20%.

Gemessen wird die Stromaufnahme mit einem Amperemeter (Multimeter). Dem nachfolgenden Bild, kann die Strommessung entnommen werden.

Wie wird nun gemessen? Dazu ein Beispiel:

Wir nehmen eine Gleichstromlok. Die max. Stromaufnahme einer Gleichstromlok beträgt 14 Volt (DC).

Die Messung erfolgt auf einem gesonderten Gleisbogen. Ferner sollte die Lok mit Wagen gekuppelt sein, so dass ein realer Fahrbetrieb simuliert wird. Nun den Trafo auf max. Leistung einstellen (nachmessen mit Multimeter). Die Lok fährt nun mit max. Geschwindigkeit auf dem Gleisbogen. Nun die Stromstärke messen --> z.B. 0,420 Ampere = 420 mA. Der am Multimeter angezeigte Wert ist aber lediglich der Effektivwert. Um den Spitzenwert und damit den tatsächlichen, für den Decoder relevanten Motorstrom zu ermitteln, muss der gemessenen Effektiv-Wert mit dem Faktor 1,4 multipliziert werden. Dazu erfolgt ein Zuschlag von 20%. Damit ergibt sich eine Gesamtbelastung von: 420 * 1,4 * 1,20 = 705 mA. Der zu wählende Decoder muss also mind. > 705 mA vertragen bzw. abgegen können, ohne dass er Schaden leidet.

Eine andere Möglichkeit besteht darin anstatt eines Gleisringes einen Prellbock benutzen. Die Lok wird langsam gegen einen Prellbock gefahren. Wenn die Lok anpuffert, den Geschwindigkeitsregler am Trafo bis zum Maxiumum erhöhen. Dann zu diesem Zeitpunkt die Stromaufnahme am Multimeter ablesen. Falls die Lok mit Haftreifen ausgestattet ist, sollten diese vor diesem Test abhezogen werden. Denn es kann durch die Reibungserwärmung der Haftreifen reißen.

Strommessung
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Übrigens bei Dreileiter Wechselstromloks ist die Strommessung ähnlich. Hierzu siehe nachfolgendes Bild:

Strommessung Wechselstrom
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In jedem Fall haben wir nun einen Parameter für den Decoder.
Leider werden von den Modellbahnherstellern nur in den wenigsten Fällen Leistungsdaten Ihrer Loks angegeben. Meistens muss die Lok gekauft werden, um dann in der Anleitung ggf. die Leistungsdaten zu erfahren.

2. Schritt - Auswahl des Decoders anhand der Stromaufnahme
Nun wählen wir einen Decoder aus, der in der Lage ist den gemessenen Strom auf Dauer zu liefern. Für unser Beispiel sollte ein Decoder ausgewählt werden, der eine max. Stromabgabe am Ausgang von über 600 mA haben sollte. Unter diesem Wert besteht die Gefahr des Versagens.

3. Schritt - Auswahl des Decoders nach Platzbedarf
Wurden passende Lokdecoder gefunden muss nun eine zweite Überprüfung vorgenommen werden. Dies Überprüfung trifft den Bereich der Decocergröße. In der Regel hat man bei H0-Triebfahrzeugen kein Problem mit dem Platzbedarf. Anders sieht es schin bei TT und N-Modell aus. Bei den TT und N - Dampfloks ist in der Regel der Platz problematisch. Hier muss eventuell mit dem Fräser Platz geschaffen werden. Bei den TT-Elektro-und Dieselmodellen ist in der Regel der Platzbedarf ausreichend. Hier gibt es noch Decoder die von der Größe passen. Bei N-Modellen muss speziell auf die sog. Minidecoder zurück gegriffen werden. Hier ist die Auswahl nicht allzu groß.

4. Schritt - Auswahl nach Zahl der benötigten Funktionen
Natürlich kann dert 3. bzw. 4. Schritt auch ausgetauscht werden. Dennoch muss überlegt werden, welche Funktionen der Decoder besitzen soll. um Beispiel gibt es Decoder die Funktionen für den Rauchgenerator, Rangierkupplung, Führerstands- und Inneraumbeleuchtung etc. aufweisen. Hier ist das Studium der Decoderbeschreibung unbedingt erforderlich. Deshalb vor dem Decoderkauf - Decoderanleitung durchlesen. Die meisten Hersteller geben Ihre Decoderbeschreibungen ins Netz.

5. Schritt - Die Schnittstelle
Wenn Deine Lok bereits eine Schnittstelle besitzt (Loks ab 2010 besitzen diese regelmäßig) ist der Decoder natürlich nicht nur nach Leistung, Platzbedarf und Funktionen auszuwählen, sondern hier ist zusätzlich dann auch noch auf die Schnittstelle zu achten. In der Regel geben die Lokhersteller die passenden Lokdecoder in der Anleitung an. Allerdings gibt es darüber hinaus meistens noch andere Hersteller, die ggf. auch billigere Decoder liefern können.

Es gibt eine Vielzahl von genormten Schnittstellen wie NEM 651 und NEM 652. Es gibt aber wegen des Leistungsumfangs moderner Decoder noch weitere Schnittstellen. Seit ca. 2010 in den meisten, neueren Lokomotiven eingebaut sind die folgenden Schnittstellen wie:

- NEM 658 - PluX in den Ausführungen: PluX8 = 7 polig+1 Kodierung, PluX12 = 11 polig+1 Kodierung, PluX16 = 15 polig+1 Kodierung und PluX22 = 21 polig+1 Kodierung.

- NEM 660 - 21 polig+1 Kodierung.

- NEM 662 - Next18 18 polige Schnittstelle vornehmlich für TT, H0e und N.

u.s.w. Lese hierzu unseren Aufsatz "Digitale Schnittstellen"






Decoderanschlussstellen bzw. Decoderschnittstellen

Wir haben uns bereits in einem anderen Aufsatz mit den Decoderanschlussstellen befasst. Deshalb werden wir hier nur kurz auf die Decoderanschlüsse eingehen.
Am häufigsten sind Decoder mit Kabelanschluss zu finden. Diese Decoder besitzen den Vorteil, dass auch ältere Loks relativ einfach digitalsiert werden können, da diese in der Regel keine digitale Schnittstelle besitzen und die Verkabelung direkt an die entsprechenden Verbraucher, wie Motor, Lampen, Radschleifer etc. herangeführt werden kann. Für den Modellbahner ist es deshalb wichtig zu wissen, ob die zu digitalisierende Lok einen Schnittstelle besitzt. Wenn sie keine besitzt können nur Decoder verwendet werden, die entweder Lötanschlüsse besitzen oder einen sog. Kabelbaum.

Der Decoder mit einem Steckkontakt benötigt eine digitale Schnittstelle. Eine digitale Schnittstelle ist einfach ausgedrückt ein Stecker, in den der Lokdecoder eingesteckt wird. Der Vorteil ist, dass der Einbau eines Lokdecoders sich dadurch relativ einfach gestaltet. Loks ab dem Jahr 2000 sind überwiegend mit digitalen Schnittstellen ausgestattet.

Kleinbahn-Motor
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Nun gibt es bei Decoderangeboten immer wieder den Hinweis z.B. NEM651, NEM652. Die entsprechenden Bezeichnungen geben Auskunft zur Verpolung der Lokdecoder.


Decoderanschluss nach NEM651:
Es handelt sich hier um einen 6-poligen Decoderanschluss.
    Pin   
     Beschreibung     
1
   Motoranschluss rechts   
2
Motoranschluss links
3
Schiene rechts
4
Schiene links
5
Licht vorne
6
Licht hinten

NEM651
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Decoderanschluss nach NEM652:
Es handelt sich hier um einen 8-poligen Decoderanschluss.
    Pin   
     Beschreibung     
1
   Motoranschluss rechts   
2
Licht hinten
3
optional Sonderfunktion
4
2-Leiterschiene links / 3 Leiter Schiene
5
Motor links
6
Licht hinten
7
20V
8
2-Leiterschiene rechts / 3 Leiter Mittelschleifer

NEM652
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Decoderanschluss nach NEM653:
NEM653
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Decoderanschluss nach NEM654:
NEM654
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Decoderanschluss nach NEM662:
Diese Norm legt eine 18-polige Schnittstelle zum sicheren und schnellen Einbau oder Austausch von Elektronikbaugruppen für Elektronikkomponenten (Lok- bzw. Funktionsdecoder) mit begrenztem Volumen für den Einbau fest. Die Schnittstelle eignet sich daher für Fahrzeuge der Nenngrößen N und TT sowie für kleine Fahrzeuge der Nenngrösse H0.

Für die Decoder werden die Varianten "Next18" ohne Sound-Funktion und "Next18-S" mit Sound-Funktion unterschieden.

NEM662
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Decoderanschluss nach MTC 21
    Pin   
     Beschreibung     
1
   Hall Sensor 1 / Sensoreingang   
2
Hall Sensor 2 / Sensoreingang
3
Hall Sensor 3 / Sensoreingang
4
Schleiferumschalter / Sonderfunktion 4
5
SUSI-Taktleitung
6
SUSI-Datenleitung
7
Licht hinten
8
Licht vorne
9
Lautsprecher Anschluss A
10
Lautsprecher Anschluss B
11
Kodierung
12
Betriebsspannung für Prozessor
13
Sonderfunktionsausgang 5/3
14
Sonderfunktionsausgang 4/2
15
Sonderfunktionsausgang 3/1
16
20 V
17
Motorausgang 3
18
Motorausgang 2
19
Motorausgang 1
20
Decodermasse
21
2-Leiterschiene links / 3 Leiter Schiene
22
2-Leiterschiene rechts / 3 Leiter Mittelschleifer


Decoderanschluss PLUX8
    Pin   
     Beschreibung     
1
   Ein- Ausgang   
2
Sonderfunktionsausgang 3
3
SUSI-Taktleitung
4
SUSI-Datenleitung
5
Decodermasse
6
20 V
7
Licht vorne
8
Motorausgang 1




Decoderanschluss PLUX16
    Pin   
     Beschreibung     
1
   Ein- Ausgang   
2
Sonderfunktionsausgang 3
3
SUSI-Taktleitung
4
SUSI-Datenleitung
5
Decodermasse
6
20 V
7
Licht vorne
8
Motorausgang 1
9
20 V
10
Motorausgang 2
11
Kodierung
12
2-Leiterschiene links / 3 Leiter Schiene
13
Licht hinten
14
2-Leiterschiene rechts / 3 Leiter Mittelschleifer
15
Lautsprecheranschluss A
16
Sonderfunktionsausgang 1




Decoderanschluss PLUX22
    Pin   
     Beschreibung     
1
   Ein- Ausgang   
2
Sonderfunktionsausgang 3
3
SUSI-Taktleitung
4
SUSI-Datenleitung
5
Decodermasse
6
20 V
7
Licht vorne
8
Motorausgang 1
9
20 V
10
Motorausgang 2
11
Kodierung
12
2-Leiterschiene links / 3 Leiter Schiene
13
Licht hinten
14
2-Leiterschiene rechts / 3 Leiter Mittelschleifer
15
Lautsprecheranschluss A
16
Sonderfunktionsausgang 1
17
Sonderfunktionsausgang B
18
Sonderfunktionsausgang 2
19
Sonderfunktionsausgang 4
20
Sonderfunktionsausgang 5
21
Sonderfunktionsausgang 6
22
Sonderfunktionsausgang 7








Piko Lokdecoder
Tabelle der Piko Lokdecoder

  Hersteller       Artikel-Nr.       Digital-
protokoll   
   Lokadressen    max.
   Motoren-
strom   
(mA)
   Fahrstufen         Last-     
regelung
    Über-    
lastungs-
schutz
   max.
Strom-
  aufnahme   
mA
  Analog  
betrieb
     Abmessung
mm     
   Schnittstelle/   
Motortyp
Funktionen    Bild
Piko 56122 DCC
Motorola

DCC: 1 - 9.999
Motorola: 1 - 127
1000 Motorola: 14 ja --- ... ja 19,5 x 15,5 x 5 Stecker /
Gleichstrom
Glockenanker
...
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Piko 56121 DCC
Motorola

DCC: 1 - 9.999
Motorola: 1 - 127
1000 Motorola: 14 nein nein ... ja 22 * 12,5 x 5,5 Stecker /
Gleichstrom
Glockenanker
...
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Piko 56123 DCC
Motorola

DCC: 1 - 9.999
Motorola: 1 - 127
1200 Motorola: 14
DCC: 14/27/28/128
ja ja ja ja 22 x 15 x 3,8 Stecker - PluX22/
Gleichstrom
Glockenanker
Rangierlicht
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Piko 46218
Multiprotokoll- decoder
DCC
Motorola

DCC: 1 - 9.999
Motorola: 1 - 127
700 Motorola: 14
DCC: 14/27/28/128
ja ja ja ja 14,8 x 8,7 x 3,0 Stecker - Next18/
Gleichstrom
Glockenanker
4

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Piko 46121
Multiprotokoll- decoder
DCC
Motorola

DCC: 1 - 9.999
Motorola: 1 - 127
1.200 Motorola: 14
DCC: 14/27/28/128
ja ja ja ja 22 x 15 x 3,8 PluX16/
Gleichstrom
Glockenanker
2
Vergrößern - Bild anklicken
Piko 46211
Multiprotokoll- decoder
DCC
Motorola

DCC: 1 - 9.999
Motorola: 1 - 127
1.200 Motorola: 14
DCC: 14/27/28/128
ja ja ja ja 14,5 x 8,3 x 2,4 PluX12
Gleichstrom
Glockenanker
2

Vergrößern - Bild anklicken
Piko 46218
Multiprotokoll- decoder
DCC
Motorola

DCC: 1 - 9.999
Motorola: 1 - 127
1.000 Motorola: 14
DCC: 14/27/28/128
ja ja ja ja 14,7 x 8,5 x 3 Next18
Gleichstrom
Glockenanker
6

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Märklin Lokdecoder

Tabelle der älteren Märklin Lokdecoder

  Hersteller       Artikel-Nr.       Digital-
protokoll   
   Lokadressen    max.
   Motoren-
strom   
(mA)
     Fahrstufen          Last-     
regelung
    Über-    
lastungs-
schutz
   max.
Strom-
  aufnahme   
mA
   Analog   
betrieb
   Abmessung
mm   
   Decoderbild       Schnittstelle   
Motortyp
   Funktionen       max. Strom   
Märklin 66031
auch als Delta

Motorola

Motorola
Delta: 4
Motorola: 15
800 Motorola: 14 ja nein 1200 ja 36 x 21 x 9
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nein
Allstrom
2 1200
Märklin 6080
Motorola

Motorola: 80 800 Motorola: 14 nein nein 800 ja 36 x 21 x 9
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nein
Allstrom
2 1200
Märklin 6090
Motorola

Motorola: 80 800 Motorola: 14 Ja nein 1.200 ja 36 x 21 x 9
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nein
Gleichstrom
2 ....
Märklin 60901
Motorola

Motorola: 80 800 Motorola: 14 ja nein ... ja 36 x 21 x 9
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nein
Gleichstrom
2 1200


Die derzeit auf dem Markt befindlichen Märklin Decoder sind mit den Decodern vor dem Jahre 2000 nicht mehr zu vergleichen. Die Märklin Decoder 60972, 60982, 60975, 60985, 60976, 60968, 60977, 60978, 60979, 60987 weisen alle folgende Merkmale auf:
    - sie verstehen das MM (Motorola)-, DCC- und das mfx-Protokoll. Damit sind sie universell für alle Lokmodelle (auch Zweileiter-Gleichstrom) einsetzbar.

    - alle Lokdecoder sind mit einem Motorenstrom von 1100 mA belastbar.

    - Schaltfunktionen 32 :

    - Susi-Schnittstelle

    - Rangier-Gang über F-Taste schaltbar.

    - Analog-Betrieb möglich

    - Anfahr- und Brems-Kennlinien schaltbar

    - Einstellbare Effekte wie Richtungsabhängigkeit, Blinken, Rauch, Dimmen

    - Automatische Systemerkennung

    - Last-Regelung

    - max Strom an den Schaltausgängen 250 mA

    - die Decodermodelle 60975, 60985, 60976, 60986, 60977, 60978, 60979, und 60987 sind mit Sound ausgestattet.

    - die Decodermodelle 60972, 60975, 60976, 60986, 60978, 60979, und 60987 sind mit einer digitalen Schnittstelle (Stecker) - 21 polig ausgestattet.

    - die Decodermodelle 60982, 60985, 60986, 60987 sind mit Kabelbäumen ausgestattet.

    - Die Abmessungen der Decoder mit Schnittstellen betragen: 29,9 x 15,5 mm

    - Die Abmessungen der Decoder mit Kabelbaum betragen: 30,9 x 16,5 mm mm

Decoder mit Kabelbaum und Schnittstelle
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Arnold / Lima Lokdecoder
Tabelle der älteren Lokdecoder für Märklin-Loks

  Hersteller       Artikel-Nr.       Digital-
protokoll   
   Lokadressen    max.
   Motoren-
strom   
(mA)
     Fahrstufen          Last-     
regelung
    Über-    
lastungs-
schutz
   max.
Strom-
  aufnahme   
mA
   Analog   
betrieb
   Abmessung
mm   
   Decoderbild       Schnittstelle   
Motortyp
   Funktionen   
Arnold 81200/201
DCC
Motorola

DCC: 127
Motorola: 80
1500 DCC: 14 bzw. 28
Motorola: 14
ja ja 1.700 ja 26 x 16 x 2,8

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Kabelbaum
Gleichstrom
2
Arnold 81210
DCC
Motorola

DCC: 127
Motorola: 80
750 DCC: 14 bzw. 28
Motorola: 14
ja ja 950 ja 18 x 13 x 5
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Kabelbaum
Gleichstrom
2
Arnold 81220
DCC
Motorola

DCC: 127
Motorola: 80
300 DCC: 14 bzw. 28
Motorola: 14
ja ja ... ja 11,5 x 9 x 4,2
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Lötpunkte
Gleichstrom
n.b.


Die Zeit, wo Arnold noch selbst Lokdecoder hergestellt hat sind vorbei. Durch die Übernahme von Arnold durch Hornby gibt es nur noch Lokdecoder, die Hornby in die dem Namen nach genannten Arnold-Loks einbaut.

Es gibt von Hornby derzeit folgende aktuelle Lokdecoder: (Stand: 2017)

  Hersteller       Artikel-Nr.       Digital-
protokoll   
   Lokadressen    max.
   Motoren-
strom   
(mA)
     Fahrstufen          Last-     
regelung
    Über-    
lastungs-
schutz
   max.
Strom-
  aufnahme   
mA
   Analog   
betrieb
   Abmessung
mm   
   Decoderbild       Schnittstelle   
Motortyp
   Funktionen   
Hornby R8249
DCC
Selectrix
DCC: 127 1.000 DCC: 14, 28, 128 ja ja 1.000 ja 17 x 10 x 3,5

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NMRA
Gleichstrom
2
Hornby R8245
Sapphire Decoder

DCC
DCC: 127 1.500 DCC: 14, 28, 128 ja ja 1.500 ja 23 x 17 x 5

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Stecker-NMRA
Gleichstrom
4








ESU Lokdecoder

Tabelle der ESU-Lokdecoder

  Hersteller       Artikel-Nr.       Digital-
protokoll   
   Lokadressen    max.
   Motoren-
strom   
(mA)
     Fahrstufen          Last-     
regelung
    Über-    
lastungs-
schutz
   max.
Strom-
  aufnahme   
mA
   Analog   
betrieb
   Abmessung
mm   
   Decoderbild       Schnittstelle   
Motortyp
   Funktionen   
ESU Loksound
DCC
Motorola

DCC: 9999
Motorola: 80
900 DCC: 14, 28, 128
Motorola: 14
ja ja ... ja 30,3 x 15,5 x 5,5
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------
Gleichstrom
...


Die neue Generation der ESU-Lokdecoder heißt LokPilot. Die nachfolgenden Decoder von ESU stellen den Stand: 2017 dar.


    LokPilot V4.0 - Nr. 54610
    Dieser Decoder löst den LokPilot V3.0 ab.

    Technische Daten:
    - Schnittstellen: siehe weiter unten
    - Betriebsarten: DCC, Motorola und Selectrix.
    - Gleich- und Wechselstrombetrieb einsetzbar
    - Erkennung der Betriebsarten vollautomatisch
    - Adressen: DCC --> 9999 ---- Motorola: 255
    - Bremsstreckenerkennung
    - Untersützung: RailCom
    - Programmierfähig -- DCC -- POM
    - Motorsteuerung: Lastregelung
    - 3-poligen Motoren oder Glockenankermotoren.
    - Analogbetrieb auch Anfahr- und Höchstgeschwindigkeit
    - Funktionen: 4 Funktionsausgänge
    - Schnittstelle: 21MTC und zwei Logikausgänge
    - Kurzschluss und Überlastsicherung
    - Unterstützt das Märklin Falschfahrbit, damit Loks, die aus einem analogen in einen digitalen Abschnitt einfahren, nicht sofort wieder rückwärts hinaus fahren.

    Varianten des LokPilot V4.0
    LokPilot V4.0 Multiprotokolldecoder (MM / DCC / SX), mit 8-poligem Stecker nach NEM 652

    LokPilot V4.0 Multiprotokolldecoder (MM / DCC / SX), mit 6-poligem Stecker nach NEM 651

    LokPilot V4.0 Multiprotokolldecoder (MM / DCC / SX), mit 21MTC-Schnittstelle

    LokPilot V4.0 Multiprotokoll MM/DCC/SX, PluX12-Stecker, Kabelbaum

    Ausführungsvarianten des LokPilot V4.0









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    LokPilot V4.0 DCC
    Löst den LokPilot V3.0 DCC ab.

    Technische Daten:
    - Schnittstellen: siehe weiter unten
    - Betriebsarten: DCC
    - Gleichstrombetrieb einsetzbar
    - Erkennung der Betriebsarten vollautomatisch
    - Adressen: 9.999
    - Bremsstreckenerkennung
    - Untersützung: RailCom
    - Programmierfähig -- DCC -- POM
    - Motorsteuerung: Lastregelung
    - 3-poligen Motoren oder Glockenankermotoren.
    - Analogbetrieb auch Anfahr- und Höchstgeschwindigkeit
    - Funktionen: 4 Funktionsausgänge
    - Schnittstelle: 21MTC und zwei Logikausgänge
    - Kurzschluss und Überlastsicherung

    Varianten des LokPilot V4.0 DCC
    LokPilot V4.0 DCC Decoder, mit 8-poligem Stecker nach NEM 652
    LokPilot V4.0 DCC Decoder, mit 6-poligem Stecker nach NEM 651
    LokPilot V4.0 DCC Decoder, mit 21MTC-Schnittstelle
    LokPilot V4.0 DCC Decoder, PluX22 NEM658, 9 Funktionsausgänge

    Ausführungsvarianten des LokPilot V4.0 DCC







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    LokPilot V4.0 M4
    Technische Daten:
    - Quad-Protokolldecoder --> DCC mit RailComPlus, auch Motorola, Selectrix und M4 (mfx).
    - Schnittstellen: siehe weiter unten
    - Betriebsarten: DCC -- Motorola -- Selectrix -- M4

    - Adressen:
       -- 2- und 4-stellige Adressen und bis zu 28 Funktionen.
       -- Motorola: 255

    - Gleich- und Wechselstrombetrieb einsetzbar
    - Erkennung der Betriebsarten vollautomatisch
    - Fahrstufen: DCC: 14 - 128 / Motorola: 25
    - Bremsstreckenerkennung
    - Untersützung: RailCom
    - Programmierfähig -- DCC -- POM
    - Motorsteuerung: Lastregelung
    - Märklin-Motoren, Fleischmann Rundmotoren, Gleichstrommotoren und Glockenankermotoren
    - Analogbetrieb auch Anfahr- und Höchstgeschwindigkeit
    - Funktionen: DCC: 28 / Motorola: 16
    - Kurzschluss und Überlastsicherung

    Varianten des LokPilot V4.0 M4
    - Nr. 64610:
    LokPilot V4.0 M4, Multiprotokoll MM/DCC/SX/M4, 8-pol. Stecker, NEM652, Kabelbaum

    - Nr. 64613:
    LokPilot V4.0 M4, Multiprotokoll MM/DCC/SX/M4, 6-pol. Stecker NEM651, Kabelbaum

    - Nr. 64614:
    LokPilot V4.0 M4, Multiprotokoll MM/DCC/SX/M4, 21MTC-Schnittstelle NEM660

    - Nr. 64616:
    LokPilot V4.0 M4, Multiprotokoll MM/DCC/SX/M4, PluX12 am Kabelbaum

    - Nr. 64617:
    LokPilot V4.0 M4, Multiprotokoll MM/DCC/SX/M4, PluX22 NEM658

    Ausführungsvarianten des LokPilot V4.0 M4

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    LokPilot V4.0 - M4 - MKL
    Dieser Decoder ist ein Quad-Protokolldecoder und spricht neben DCC mit RailComPlus auch Motorola, Selectrix und M4. Er wird ausschließlich mit einer 21-poligen Schnittstelle mit 6 verstärkten Funktionsausgängen speziell für neuere Märklin-Loks geliefert. Weitere Infos unter: --> ESU


    LokPilot Standard
    Einfacher DCC-Decoder für Ihre Standardanforderungen.
    Der LokPilot Standard wird in drei Ausführungen geliefert:
    - mit einer 8-poligen NEM-Schnittstelle
    - mit einer 21MTC Schnittstelle
    - mit PluX12 Schnittstelle
    Einsatzbereich: H0, TT oder N-Loks
    - Lastregelung
    - Fahrstufen: 14- 128
    - Dauerstrom: 900 mA
    - Gleichstrom und Glockenankermotore
    - Analogbetrieb möglich
    - 4 Funktionsausgänge

    Varianten des LokPilot Standard

    Nr. 53611:
    LokPilot Standard DCC Decoder, mit 8-poligem Stecker nach NEM 652

    Nr. 53614:
    LokPilot Standard DCC Decoder, mit 21MTC-Schnittstelle nach NEM660

    Nr. 53616: LokPilot Standard DCC Decoder, PluX12 NEM658, 4 Funktionsausgänge

    Ausführungsvarianten des LokPilot Standard

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    LokPilot Nano Standard
    Der LokPilot Nano Standard ist der kleinste Digitaldecoder von ESU. Grundfläche: 8,0 x 7,0 mm x 2,4 mm. Besonders für N- oder TT-Loks. Der LokPilot Nano Standard wird mit allen gängigen Schnittstellen angeboten:

    - Protokoll: DCC
    - Fahrstufen: 14 - 128
    - Adressen: 2 und vierstellig
    - Einsetzbar auch auf analogen Gleichstrombahnen
    - Dauerstrom: 1000 mA
    - Gleichstrom und Glockenankermotoren
    - Funktionsausgänge: 4
    - Überlastungsschutz
    - RailCom

    Varianten des LokPilot Nano Standard
    Nr.53661:
    LokPilot Nano Standard, DCC Decoder, 8-pol. Stecker nach NEM 652 mit Kabelbaum

    Nr. 53664:
    LokPilot Nano Standard, DCC Decoder, 6-pol. Stecker nach NEM 651 mit Kabelbaum

    Nr. 53665:
    LokPilot Nano Standard, DCC Decoder, 6-pol. Stecker nach NEM 651 Direktanschluss

    Bilder zum LokPilot Nano Standard

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    LokPilot micro V4.0
    Leistungsfähiger Lokdecoder mit bis zu 750 mA Ausgangsleistung den Lokmotor.
    - Abmessungen [mm]: 10,5 x 8,1x 2,8
    - besonders für Spur N oder TT
    - Schnittstellen (siehe weiter unten)
    - Digitalprotokolle: DCC, Selectrix und Motorola
    - Fahrstufen: DCC: 14, 28, 128 / Motorola: 14
    - Adressen: DCC: 1 - 9999 / Motorola: 1 - 255
    - analoger Fahrbetrieb möglich
    - Rangiergang, Lastregelung
    - zwei Funktionsausgänge
    - automatisches An- und Abdücken beim Entkuppeln
    - Überlastungsschutz

    Ausführungsvarianten des LokPilot micro V4.0
    Nr. 54683:
    LokPilot micro V4.0, MM/DCC/SX, 8-pol. NEM 652 mit Kabel

    Nr. 54687:
    LokPilot micro V4.0, MM/DCC/SX, 6-pol. NEM 651 mit Kabel

    Nr. 54688:
    LokPilot micro V4.0, MM/DCC/SX, 6-pol. NEM 651 Direkt

    Nr. 54689:
    LokPilot micro V4.0, MM/DCC/SX, Next18 Schnittstelle

    Bilder zum LokPilot micro V4.0


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    LokPilot micro V4.0 DCC
    Dieser Lokdecoder hat die gleichen Eigenschaften wie der LokPilot micro V4.0, allerdings ist es ein reiner DCC-Decoder.


    LokPilot XL - V4.0 DCC
    Größter Lokdecoder von ESU.
    Datenformate: DCC mit RailCom-Plus, Motorola, Selectrix und M4. Er wird hier nicht weiter behandelt, da er für die G-Spur vorgesehen ist.






Zum Abschluss noch ein wichtiger Hinweis:
Die zweite Seite unseres Aufsatzes erfolgt in Kürze. Hier geht es dann um die Lokdecoder von Uhlenbrock, Tams, Fleischmann und viele mehr. Der Teil 2 wird dann die Schaltdecoder umfassen. Dieser wird aber erst bis Frühjahr Mitte des Jahres 2018 fertig sein.
Alle unsere Angaben erfolgen ohne Gewähr. Wir bitten dies zur Kenntnis zu nehmen, da wir Fehler in den Tabellen nicht ausschließen können.

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