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Grundlagen des Digital-Betriebes
"Zahlen" über das Gleis übertragen

Wie werden "Zahlen" über das Gleis übertragen ?

Antwort
"Digital" bedeutet: mit Zahlen. Die Datenübertragung zu den Lokomotiven und zu den Decodern für Magnetartikel erfolgt über nur 2 Leitungen: Mittelleiter (rotes Kabel) und Masse (braunes Kabel). Wie werden aber Zahlen über diese zwei Leitungen übertragen? Bildlich gesprochen, erfolgt die Datenübertragung im sog Datenpaketen - immer eine Informationseinheit nach der anderen, und immer "im gleichen Takt". Der Techniker nennt diese Form der Datenübertragung "seriell" (nacheinander). Die andere Möglichkeit einer Datenübertragung wäre "parallel". Hierfür müssten aber mehrere Datenleitungen gleichzeitig benutzt werden, was auf einer Modellbahn praktisch nicht möglich wäre.
Die digitale Datenverarbeitung arbeitet nur mit zwei "Zuständen": 0 oder 1, "high" oder "low". Der Fachausdruck dafür ist "binär" (zweiwertig). Eine binäre Informationseinheit (ein "Bit"), kann also entweder 0 oder 1 sein, andere Werte gibt es nicht. Das Märklin Digital-System arbeitet im Prinzip genauso. "1" entspricht einer Spannung von +22 V, "0" einer Spannung von -22 V, jeweils auf die Masse bezogen. Hier geht es ----> zum Bild

Zusammenfassung:
Alle Zahlen werden also beim Digital-System als eine Folge von Bit-Werten mit Spannungen von +22 V und -22 V übertragen. Dafür reicht eine Leitung plus Rückleitung aus. Die binäre Datenübertragung hat einen weiteren Vorteil, dass sie unempfindlich gegen Störungen ist. Prinzipiell könnte man Informationen z. B. auch durch 10 verschiedene Spannungswerte über eine Leitung übertragen. Hierbei würde aber eine Störung viel leichter einen falschen Wert erzeugen, als wenn man nur zwei unterschiedliche Spannungswerte benutzt wie +22 V und -22 V. Die Umsetzung der ursprünglichen Zahlenwerte (z. B. der am Fahrregler eingestellten Lokgeschwindigkeit) erledigt der Mikroprozessor im Digital-Fahrpult.
Der Lokdecoder als Empfänger muss dann die empfangene Bitfolge auswerten. Dazu muß der Empfänger natürlich "wissen", wie lange ein Bit dauert und aus wie vielen Bits eine Zahl besteht. Wie lange ein Bit dauern soll, wird durch eine elektronische Schaltung (Takterzeuger) festgelegt. Aus wie vielen Bits eine Zahl besteht, wird durch die Elektronik oder das Steuerprogramm in jedem Decoder festgelegt.

"Trinäre Codierung"
Beim Märklin Digital-System gibt es allerdings noch eine spezielle Besonderheit. Bei der Umsetzung der Digital-Adressen werden nicht nur zwei, sondern drei verschiedene "Zustände" verwendet: logisch "1"
logisch "0"
logisch "Z".

Die Adressen für Lokomotiven und Magnetartikel werden also nicht binär codiert, sondern "trinär". Dennoch werden nur die beiden Spannungswerte +22 V und -22 V verwendet. Die technische Umsetzung erfolgt so, dass ein "Bit" sozusagen nochmals in 2 Teile unterteilt wird.

Der prinzipiell mögliche vierte Zustand (Kombination "0-1") wird aus Gründen der Datensicherheit nicht benutzt.

Nur bei der Codierung der Adressen werden 3 Zustände unterschieden, für die Daten werden nur die zwei Zustände log. 0 (Kombination "0-0") und log. 1 (Kombination "1-1") benutzt. Der Vorteil der trinären Datenübertragung liegt hauptsächlich in einer höheren Datensicherheit. Oder anders ausgedrückt kann mit der trinären Codierung eine größere Anzahl möglicher Werte dargestellt werden (bezogen auf "ganze" Bits der Binärdarstellung): Bei der trinären Codierung können mit 4 Adress- "Trinärbits" 34 = 81 Adressen, bei binärer Codierung nur 24 = 16 Adressen codiert werden. Alle Informationen im Digital-System werden in Paketen zu jeweils 9 "Dateneinheiten" oder 18 "Informationspulsen" übertragen. Die Aufteilung in Adressen und Daten ist für Lokbefehle und Magnetartikel aber unterschiedlich. Hier geht es ----> zum Bild

Das Märklin Digital-System verwendet also für die Adressen eine trinäre, für die übrigen Daten eine binäre Codierung. Dieses besondere Datenformat wird durch spezielle Elektronikbausteine (ICs = Integrierte Schaltungen) der Firma "Motorola" erzeugt. Das Datenformat wird daher auch oft als Motorola-Datenformat oder Motorola- Gleisformat bezeichnet.

Es gibt verschiedene integrierte Schaltungen für Sender und Empfänger, die jedoch alle das Motorola-Datenformat verwenden; sie haben die Bezeichnung "MC 14502..." . Als Senderbaustein wird der MC 145026 eingesetzt. Als Empfängerbaustein in Lokdecodern kommt ein kundenspezifisches IC zum Einsatz, das aus Platzgründen neben den Funktionen des Empfängerbausteins MC 145029 eine Reihe weiterer elektronischer Schaltungen enthält. In den Magnetartikel-Decodern kommt ein Empfängerbaustein vom Typ MC 145027 zum Einsatz.

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Digital und Analog fahren

Digitalloks von Arnold oder auch anderen Herstellern können auf analogen Anlagen betrieben werden. Bleibt dabei der Code der Lok für späteren digitalen Betrieb erhalten?

Antwort
Digitalloks kann man mit einem geeigneten Decoder auch auf Analog-Anlagen fahren. Die Information wird dabei - je nach Decoder - in der Regel nicht gelöscht. Allerdings sind für einen Mischbetrieb analog/digital nicht alle Decoder geeignet.

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Digital und Analogbetrieb

Können Digital-Lokomotiven auf "herkömmlichen" analogen Anlagen mit handelsüblichen Modellbahntrafos betrieben werden?

Antwort
Ja, dies gilt für Anlagen mit herkömmlichen Gleichstromtrafos (bzw. Wechselstromtrafos) bei Loks mit Schleifer und MM-Dekoder 10738).
Achtung: Wegen des Spannungsabfalles durch den Lokdekoder fährt die Lokomotive geringfügig langsamer. Spezielle elektronische Fahrregler, z. B. mit Impulsbreitenregelung, sind in der Regel nicht geeignet, da die Dekoder diese speziellen Spannungen als "Digital-Befehle" interpretieren können und somit keine eindeutige Regelung erfolgen kann.

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Was wird zum Digitalbetrieb benötigt

Ich habe eine analoge Anlage und möchte diese auf Digitalen Fahrbetrieb umstellen. Was brauche ich ??

Antwort
Für den digitalen Betrieb einer Modellbahnanlage sind zunächst einige Hardwarekomponenten anzuschaffen.
- Trafo und einer Bedieneinheit zur Steuerung der Loks und Magnetartikel
- Digitale Zentrale (Z.B. Central Unit, Central-Station etc
- Booster um die Spannung an das Gleis zu liefern und dieses mit einem digitalen Steuerungssignal zu überlagern.
- Lokdecoder für die Loks

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Was ist bei der Verkabelung von Digitalanlagen zu beachten ?

Kann ich meine Digitale Anlage wie eine analoge Anlage verkabeln.

Antwort
Die Kabel digitale Anlagen sollten nicht mit Stecker und Muffen versehen sein. Bei einem ungenügenden Kontakt zwischen Stecker und Muffe (auch bei Hohlstecker) kann es zu hochfrequenten Pfeiftönen kommen. Bananenstecker sollten ferner nicht über längere Zeit mit Strömen von größer 1,5 Ampere belastet werden, da der Kunststoff durch die entstehende Wärme sich verformen kann. All diese Erscheinungen treten bei gelöteten Verbindungen nicht auf. Problem ist allerdings, dass der Zeitaufwand für Lötarbeiten sehr hoch ist und das Löten eine gewisse Übung voraussetzt. Dennoch, bei Lötverbindungen treten keine Kontaktprobleme auf und dieser Vorteil ist bei Digiatlanlagen nicht zu unterschätzen.

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Das DCC-Protokoll
Wie funktioniert das DCC-Protokoll

Antwort
Das DDC-Datenformat besteht aus symmetrischen Rechteckimpulsen. Da symmetrische Rechteckimpulse im zeitlichen Mittel einen genauso grossen positiven Spannungsanteil haben, wie einen negativen ist der Spannungsmittelwert dieser Wechselspannung gleich Null.
Der Gleichstrommotor sieht dies also als eine reine Wechselspannung an und erkennt keinen Gleichstromanteil und dreht sich damit nicht.
Wird jetzt über die Adresse 0 die Geschwindigkeit der analogen Lok vergrössert, so werden die symmetrischen Rechteckimpulse zu unsymmetrischen Rechteckimpulsen. Je nach Fahrrichtung werden die positiven oder die negativen Anteile zeitlich verlängert. Daraus ergibt sich im zeitlichen Mittel ein positiver oder negativer Gleichanteil, der dann den Gleichstrommotor in die eine oder andere Richtung bewegt.

Im nachfolgenden Bild ist diese Systematik dargestellt. Hier geht es ----> zum Bild

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Probleme beim Lokbetrieb im DCC-Protokoll

Im DCC-Digitalbetrieb blinkt die Stirnbeleuchtung bei Änderung der Fahrstufe oder lässt sich nicht schalten

Antwort
Zentrale und Lokdecoder arbeiten in diesem Fall in unterschiedlichen Betriebsarten. Im DCC-System gibt es 14, 28 und 128 Fahrstufen. Decoder und Zentrale müssen übereinstimmende Einstellungen aufweisen. Wenn dies erfolgt ist, werden die Lichtfunktionen korrekt angesteuert.

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Verkabelung von DCC-Lokdecoder

Haben die DCC-Decoder aller Hersteller standardisierte Drahtfarben und/oder einen nach NEM normierten Stecker?

Antwort
Die DCC-Decoder haben standardisierte Drahtfarben und nach NEM normierten Stecker. Aus der nachfolgenden Farbtabelle kann die jeweilige Funktion abgelesen werden. Hier geht es ----> zum Bild

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Hersteller von DCC-Lokdecoder

Welche Hersteller stellen DCC-fähige Lokdecoder her?

Antwort
Nachfolgend Links zu den Herstellern von DCC-Lokdecodern

Darisus GmbH: DCC/MM Zubehördecoder, Weichendecoder, Servodecoder

Digitrax: DCC Zentralen und Fahrzeugdecoder, LocoNet

Lenz Digital: DCC Zentralen, Fahrzeugdecoder, Modellbahnfahrzeuge

Littfinski Datentechnik: Zubehördecoder, Rückmeldemodule, Belegtmelder

Tams: DCC Zentralen, Fahrzeugdecoder, Zubehördecoder

CT Electronic: Fahrzeug- und Zubehördecoder

Uhlenbrock: DCC Zentralen, Fahrzeugdecoder, LocoNet Zubehör

Viessmann: Zubehördecoder und Zubehör

Zimo: DCC Zentralen und Fahrzeugdecoder

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Computer und Digitalbetrieb
„DKE“ Steuerungssoftware

Ich habe gehört, dass es eine „DKE“ Steuerungssoftware für Modellbahnanlagen mit dem Digitalsystem "Selectrix" gibt.
Allerdings konnte er mir diese DKE-Software nicht weiter genau genug erklären. Deshalb meine Frage. Was kann die DKE und lohnt es sich diese Software an zu schaffen.

Antwort
Das ist eine gute Frage. Ich kann Dir nur die Infos geben.
DKE ist die Abkürzung für "Die kleine Eisenbahn".
Es können alle Produkte der Hersteller
RAUTENHAUS DIGITAL
MÜT-DIGIRAIL
TRIX-SELECTRIX
verwendet werden.
Als Systemvoraussetzung für den PC wird ein Rechner mind. Pentium mit 100Mhz benötigt. Als Betriebssysteme läuft „Die kleine Eisenbahn“ auf Windows 95, 98 und ME.
Ob es mittlerweile eine Systemerweiterung auf Windows NT, 2000 und XP gibt weiss ich nicht.
Nach meinem Kenntnisstand gibt es auch eine Demoversion. Diese Demoversion ist auf zwei Lokbilder beschränkt und es erscheint alle 10 Minuten eine Meldung "Achtung Demoversion".
Durch den Einsatz der DKE hast Du die Möglichkeit, mit einem Central Control 2000 schon alle Adressen und Einstellmöglichkeiten des Selectrix Systems zu nutzen.
Mit der DKE hast Du folgende Möglichkeiten:
Programmieren von Lokdecodern des Selectrix-Systems.
Programmieren von Funktionsdecodern und Besetztmeldern.
Erstellen eines Stellwerks zum Steuern der Weichen, Signale, Entkuppler und Bahnübergänge per Mausklick und Überwachen von Blockabschnitten durch Besetztmelder.
In einem Nebenstellwerk können Sie auch eine Fleischmann oder Arnold Drehscheibe in Verbindung mit einer SLX815 Drehscheibensteuerung ansteuern. Zum Ansteuern der Weichen usw. benötigen Sie natürlich Funktionsdecoder.
Steuern Ihrer Fahrzeuge über aufrufbare Fahrregler auf dem Monitor (Bis zu 99 Lokadressen)
Programmieren und Schalten von bis zu 60 Fahrstraßen
Einrichten von Blockstellen zum späteren Erstellen von Fahrplänen.
Steuern der Modellbahnanlage im Automatikbetrieb durch Einrichten von Fahrplänen.
Vielleicht gibt es auch noch andere Funktionen.
Die DKE kostet nach meiner Info rd. 60,00 Euro.

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Laptop oder Digi-Zentrale

Ich wollte mal fragen, ob ich auch ohne Digital-Zentrale auskommen, wenn ich meinen Laptop mit einer entsprechenden Software ausstatte??

Antwort
Ja, es kann ein Notebook zur digitalen Steuerung der Modellbahnanlage eingesetzt werden. Hier sind aber folgende Punkte zu beachten:
  • Es gibt im Handel mehrere Modellbahnsoftware. Allerdings ist die Software nicht immer auf dem neuesten Windows-Standard. Für Linux kenne ich keine entsprechende Software. Deshalb beim Kauf der Software immer darauf achten, mit welchem Betriebssystem die Software steuerbar ist.
  • Nächster Punkt ist der Bildschirm. Notebooks haben in der Regel kleine Bildschirme. Es könnte sich deshalb die Anschaffung eines größeren Bildschirm lohnen, da die gesamte Steuerung und Bedienung eben am Bildschirm virtuell dargestellt wird. Da ist es schon lohnenswert, wenn nicht alles mit der Lupe nur zu lesen ist. Unter 15 Zoll sollte kein Bildschirm sein.
  • Wichtig sind auch die Abnschlüsse. Das Notebook sollte USB-2 Anschlüsse besitzen. Die USB-1-Anschluss ist zu langsam. Ferner ist für alte Hardwareprodukte auch ein COM-Port nicht uninteressant.
  • Der RAM-Speicher: Moderne Notebooks haben RAM-Speicher über 500 MB. Diese sind ausreichend. Ältere Computer mit RAM-Speicher unter 500 MB sollten nicht eingesetzt werden.


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Computer und die Software

Die Zahl der verfügbaren akzeptablen Steuerungsprogramme über den PC für die digitale Modellbahn ist leider immer noch überschaubar und teuer. Ich habe nun das PCTWin im Internet gesehen. Ist das Programm zu empfehlen und was benötigt man zum Betrieb.

Antwort
Das PCTWIN ist für Märklin-Digital, Intellibox und Fleischmanns "TwinCenter" geeigent. Wenn die Lokdecoder das DCC-Protokoll verstehen können 9.999 Lokadressen und 2.040 Weichenadressen verwendet werden, Lokomotiven können mit 27, 28 oder 127 Fahrstufen gesteuert werden.

Die Loks und Wagen werden mit einem vituellen Gleisbild gesteuert. Das Programm hat den Vorteil, dass auch Lok manuell gesteuert werden können. Es können auch Weichen automatisch mit dem Computer gesteuert werden, der Bahnhofsbereich zum Beispiel aber - wenn gewünscht - auch manuell.
Eine große Hilfe ist die im Programm integrierte Zugverfolgung.
PCTWin ist vorbereitet für das Programm „VideoLok“, mit dem eine kamerabestückte Lokomotive von einem zweiten Computer aus über ein PC-Netzwerk gesteuert werden kann.

Die Systemvoraussetzungen von PCTWin sind gering. Ein einfacher PC der Windows98 verarbeitet reicht aus. Die Software läuft ab Windows98 auf allen Windows-Systemen. Von Vorteil ist allerdings ein Display mit einer hohen Auflösung, denn die Größe des darstellbaren Stellpultes hängt von der verwendeten Auflösung ab.

Für Einsteiger gibt es eine kostenlose Version, mit der 16 Weichen und 4 Lokomotiven gesteuert werden können. Ferner wird zum Betrieb noch ein Interface benötigt.

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Digitaler Fahrbetrieb
Das Programmiergleis

Weshalb soll ich mir ein Programmiergleis aufbauen ?

Antwort
Das Programmiergleis brauchst Du dann, wenn Du in Loks Digitaldecoder einbaust oder einfach eine neue Digitaladresse an die Lok vergeben willst.
Nach dem Einbau eines Digitaldecoders ist häufig der Fehler zu sehen, dass die umgerüstete Lok, noch ohne Gehäuse, auf einem Streckengleis zur ersten Testfahrt auf das Gleis gesetzt wird und in Betrieb geht. Dieses Verfahren ist allerdings in Hinblick auf die Lebenserwartung des Lokdecoders nicht zu empfehlen. Die Gefahr besteht, dass Masseverbindungen übersehen wurden, oder diese erst mit der Fahraufnahme der Lok in Erscheinung treten. Es ist deshalb ratsam für den ersten Test der Lok einen Gleisabschnitt einzurichten (von der Stromzufuhr der übrigen Anlage völlig getrennt), der eine Strombegrenzung besitzt. Ein derartiger Gleisabschnitt wird als Programmiergleis bezeichnet.
Moderen Digitalanlagen besitzen in der Regel einen derartigen Programmgleisanschluss.
Leider wird der sog. Programmiermodus bei den jeweiligen Herstellern sehr unterschiedlich gehandhabt.

Die IntelliBox liefert am Programiergleis-Ausgang lediglich 0,25 Ampere.

Der Viessmann Commander liefert dagegen hier 1,5 Ampere. Das kann für die Lokdecoder dann schon zuviel sein.

Besser als ein Programmiergleis ist allerdings ein Rollenprüfstand. Dieser stellt eine praktische und sichere Möglichkeit für den Ersatz eines “Programmiergleises” dar.

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Digital und der Blockstreckenbetrieb

Können Digitalloks auch im Blockstreckenbetrieb eingesetzt werden?

Antwort
Ja, es gibt mehrere Möglichkeiten:
1. Digitale Steuerung über spezielle digitale Bremsbausteine.
Vorteil: Die elektronische Bremsverzögerung des Dekoders bleibt voll wirksam.
Nachteil: Höhere Kosten.

2. In einem abgetrennten Gleisabschnitt vor einem Signal liegt eine Digital-Spannung an:
Bei Signal auf "Halt" wird die Digitalspannung abgeschaltet.
Bei Signal auf "Frei" wird die Digitalspannung wieder zugeschaltet.
Vorteil: Geringe Kosten, z. B. durch Roco-Relais 10019. Die im Dekoder eingestellte Beschleunigung ist wirksam.
Nachteil: Die elektronische Bremsverzögerung des Dekoders ist nicht wirksam ohne die Verwendung des zusätzlichen Bremsgenerators 10779.

3. Bei bereits bestehenden, mit Gleichspannung gesteuerten Anlagen können vorhandene Blocksteuerungen mit Relais weiterhin verwendet werden. Elektronische Blocksteuerungen sind meist nicht ohne weiteres in Digitalsystemen einsetzbar. Vor dem Einsatz sollte man unbedingt mit dem Hersteller der Blocksteuerung Kontakt aufnehmen.

4. Das Signalmodul 10777 für zwei Lichtsignale kann auch als Blocksignal eingesetzt werden. Die eingestellte Beschleunigung ist hierbei wirksam, das Bremsverhalten nur dann, wenn das Signalmodul mit dem Bremsgenerator 10779 gekoppelt wird.

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Ringleitung im Digitalsystem

Ich höre immer, dass im Digitalsystem eine Ringleitung zur Stromeinspeisung angelegt werden soll. Wie geht das und weshalb.

Antwort
Die Schienenverbinder einer Anlage stellen relativ hohe Übergangswiderstände für den Digitalstrom dar. Vier Meter vom Einspeisepunkt entfernt, kann die Digitalspannung soweit reduziert worden sein, dass die Lokdecoder keine brauchbaren Informationen mehr erhalten. Deshalb müssen Stromeinspeisungen in regelmäßigen Abständen erfolgen. Das nachfolgende Bild stellt das Einspeisungschema dar. Hier geht es ----> zum Bild

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Digital-Loks reagieren nicht

Digital-Loks reagieren nur mangelhaft auf die Steuerbefehle bzw Magnetartikel lassen sich nicht digital schalten.

Antwort
Ursache können ein oder mehrere kleine Entstörkondensatoren, die noch in den Anschlussgleisen der Anlage eingebaut sind. Die Kondensatoren verfälschen das Datensignal, das von der Zentraleinheit an die Magnetartikel- und Triebfahrzeugdecoder geschickt wird. Um die Störung zu beseitigen, sind die Kondensatoren mit einer Zange von ihren Anschlüssen zu trennen.

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digitale Anlage und dar Funktionsdecoder

Wer kann mir mitteilen, wie man auf einer digitalen Anlage mittels Funktionsdecoder Weichen umschaltet?
Kann man analog schalten, wenn ansonsten alles digital betrieben wird?
Wie ist der Decoder dann anzuschliessen?

Antwort
Du kannst die Weichen auf einer digitalen Anlage sowohl analog, als auch digital betreiben.
Wenn Du sie analog betreiben wills, musst Du sie mit einem gesonderten Trafo mit Strom versorgen. Du musst nur aufpassen, dass nur die Weichen geschaltet werden mit dem Trafo. Keinesfalls darfst Du die Weichen an den digitalen Stromkreis im Gleis anschließen, sonst gibt es physikalischen Ärger.
Wenn Du sie digital betreiben willst, dann musst Du Dir einen Weichendecoder für jede Weiche anschaffen. Ein Weichendecoder ist wie ein Lokdecoder, nur so kannst Du die entsprechende Weiche digital ansteuern.
Du hast natürlich dann viel mehr Möglichkeiten, als mit einer analogen Weichensteuerung.
Ich hoffe dass ich Deine Frage richtig verstanden habe. Wenn Du Schaltpläne willst musst Du Dich an hpw-modellbahn wenden.

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Analog und Digital im Wechsel fahren kann

Kann mir jemand detailliert schildern, wie ich Analog und Digital im Wechsel fahren kann? Habe eine analoge Modellbahn von Märklin HO aufgebaut und habe jetzt eine Startpackung Feuerwehrzug digital geschenkt bekommen.

Antwort
Kannst Du jederzeit. Nur musst Du die Stromkreise klar trennen. Du kannst z.B. nicht auf einem Stromkreis sowohl Digital als auch Analog fahren. Der Grund liegt in der Phiysik des Digitalbetriebes. Bitte schau mal auf dieser Page unter Eisenbahntechnik nach. Da ist das Digitalsystem und das Analogsystem erklärt.

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Analog und Digital auf der Anlage gleichzeitig fahren

Ich habe eine Lima Anlage. Diese gleichstrom Zweileiteranlage will ich nun digitalisieren. Ich besitze sowohl alte Lima Loks die ich nicht digitalisieren will und auch bereits digitalisierte Loks. Ich will nun auf der gesamten Anlage sowohl digitalisierte als auch analoge Loks gemeinsam fahren lassen. Geht das eigentlich?

Antwort
Da müssen wir mal in die Tiefe gehen.

Gundsätzlich ist es so, dass alle digitalen Loks auch problemlos auf einer analogen Anlage fahren können. Allerdings mit einigen Einschränkungen je nach Decodertyp. Alle digitalen Funktionen sind aber nicht mehr abrufbar. Lokdecoder erkennen automatisch, ob sie sich auf einer digitalen Anlage oder auf einer anaolgen Anlage befinden.

Umgekehrt, dass analoge Loks auf der digitalen Anlage fahren können, geht es in der Regel nicht.

Um auch analoge Loks auf der Anlage fahren zu können, muss ein eigener analoger Bereich geschaffen werden. Die Übergangsstelle zu "Analog" und "Digital" muss phsikalisch völlig voneinander getrennt werden. Es darf zwischen den Systemen keine Verbindung geben.

Trotz der Trennung der Schienen kann es zum Kurzschluss kommen, da ggf. sich die eine Achse der Lok sich bereits im digitalen Bereich befindet und die andere Achse (insbesondere bei langen Loks) noch im analogen Bereich befindet.

Um den Kurzschluss zu verhindert, gibt es im Handel sog. Trennmodule. Diese Trennmodule haben die Aufgabe bei einem Kurzschluss sofort den analogen Bereich abzuschalten. Damit wird die Zerstörung der digitalen Zentralstation verhindert.

Es gibt zwei Möglichkeiten die Übergangsbereiche zu gestalten.

1. Trennmodul ohne Übergangsbereich
2. Trennmodul mit Übergangsbereich.

Der Nachteil des Trenmodlus ohne Übergangsbereich ist, dass wenn ein Kurzschluss auftritt, wie bereits gesagt der analoge Bereich sofort abgeschaltet wird. Dadurch stehen natürlich auch alle Loks im analogen Bereich , bis der Kurzschluss wieder beseitigt ist. Da kommt der Vorteil des Übergangsbereiches ins Spiel. Wenn ein ausreichend großer Übergangsbereich gewählt wird, kann auch bei einem Kurschluss der analoge Modellbahnanlage weiter mit Strom versorgt werden und die Züge fahren hier auch weiter. Wenn ein Modellbahner Platz genug zur Anlage eines Übergangsbereiches besitzt sollte er in jedem Fall einen deratigen Bereich anlegen.

Hier kannst Du die Schaltung ohne Übergangsbereich sehen. Hier geht es ----> zum Bild

Hier kannst Du die Schaltung mit Übergangsbereich sehen. Hier geht es ----> zum Bild

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Digital Lok und Oberleitung

Ist es möglich, über die Gleise die Lokomotiven mit Digital zu versorgen und gleichzeitig über die Oberleitung andere Loks konventionell zu betreiben?

Antwort
Märklin hat das übliche Prinzips des gemeinsamen Rückleiters. Deshalb wird dir dieser Mischbetrieb keine Probleme bereiten. Nur darf die rote Fahrstromleitung von der Zentraleinheit zum Mittelleiter der Gleisanlage auf keinen Fall mit der roten Fahrstromleitung vom konventionellen Trafo zur Oberleitung verbunden werden.
Der braune Rückleiter beider Systeme kann aber an den Schienen angeschlossen werden. Das gilt jedoch nur bei Märklin Mittelleiter-Gleisen und dem Märklin Digital H0-System.
Bei Zweileiter-Gleichstromanlagen mit dem Märklin-Gleichstrom-Digital-System ist das nicht möglich.

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Gleisbesetztmelder

Ich betreibe eine Digitalanlage. Jetzt habe ich gehört es gibt Gleisbesetztmelder. Da stellt sich mir die Frage, Wie kann eigentlich ein abgekuppelter Wagen im Digitalbetrieb erkannt werden ?

Antwort
Es gibt sicherlich Gleisbesetztmelder (z.B. bei Uhlenbrock). Die Gleisbesetztmelder, messen innerhalb einer Blockstrecke, ob ein Strom fließt oder nicht.
Um dies mit einem Wagen zu erreichen, müssen seine Räder/Achsen mit hochohmigem Leitlack oder Graphit-Spray (Graphit 33 von Kontakt-Chemie) behandelt werden. Dann wird er vom System erkannt.
Ist dies der Fall, wird diese Information auf die im Besetzmelder eingestellte Adresse am Bus ausgegeben. Somit kann an jeder Stelle des Busses der Status dieser Blockstrecke angezeigt/abgefragt werden. An einen Besetztmelder können in der Regel 8 Blockstrecken angeschlossen werden.

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Geschwindigkeit im Digitalbetrieb nicht so hoch

Ich habe mit viel Aufwand meine Loks auf digital umgerüstet. Bei einigen Loks fällt auf, dass die Geschwindigkeit im Digitalbetrieb nicht so hoch ist wie im Analogbetrieb. Weiterhin brauchen die Züge mehr Strom. Woran liegt das und kann das geändert werden ?

Antwort
Der Stromverbrauch der Lokomotiven ist abhängig vom Motor und vom verwendeten Digitaldecoder. Einfache Decoder ohne Motorregelung verändern den Stromverbrauch des Motors kaum. Manche Digital-Umrüstsätze verringern den Stromverbrauch des Motors teilweise bis auf die Hälfte. Das ist nicht zu ändern. Es muss deshalb darauf geachtet werden, dass die Booster mit einem passenden Trafo mit 50 oder 60VA gespeist werden.

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Leistungen der Digitalloks

Wie kann ich die erforderliche Leistung einer Digitalzentrale ermitteln

Antwort
Dazu muss man folgendes wissen:
- Die derzeit am Markt angebotenen Digitalzentralen stellen rund 2 bis 3 Ampere zur Verfügung.
- Eine einzige Lok verbraucht rd. 800 mA (einmotorig)
- Ein Glühlämpchen verbraucht eine Leistung von 800 mA
- Eine LED-Lampe verbraucht eine Leistung von 100 mA
- Ein Geräuschmodul, Rauchgenerator, Telex-Kupplung je 100 mA bis 300 mA.

Falls die Leistung der Digitalzentrale an die Grenzen stößt hart das folgende Folgen:
- Triebfahrzeuge mit hoher Endgeschwindigkeit kommen nicht mehr auf Touren
- Angeschlossene Beleuchtungseinrichtungen leuchten sichtbar dunkler
- Magnetartikel wie Weichen schalten nicht mehr korrekt
- Bei permanenter Überlastung schaltet sich die Digitalzentrale ab.

Um den Leistungsbedarf zu berechnen nachfolgend ein Beispiel:
- Einmotorige Lok:       800 mA - Personenwagenbeleuchtung (zwei Personenwagen):       2 * 800 mA
Insgesamt wird somit eine Leistung von 2400 mA = 2,4 Ampere verbraucht. Damit sind die Grenzen einer Digitalzentrale schon annähernd erreicht.
Wichtig ist noch zu wissen, dass mindestens 10 Prozent Leistung als Reserve für das Ansteuern der Weichenantriebe berücksichtigt werden muss (falls die Digitalzentrale auch Magnetartikel steuern soll).

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Lichtwechsel und der Steuerwagen

Ich stelle gerade von Gleichstrom (N) auf DCC um. Bei meinen Fleischmann Steuerwagen (8600 / 8175) funktioniert im Digitalbetrieb beim Wechsel der Fahrtrichtung das Umschalten der Scheinwerver von Gelb auf Rot nicht. Muss ich an diesen Wagen ebenfalls etwas umrüsten.

Antwort
Das kann auch nicht funktionieren. Beim Digitalbetrieb bleibt eine konstante Spannung am Gleis. Egal, ob Du vorwärts oder rückwärts fährst. Es gibt keine Umpolung. Die Lok wird über den Lokdecoder gesteuert. Es gibt aber im Digitalbetrieb andere Lösungen für den Lichtwechsel. Schau mal bei http://www.1zu160.net nach

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Fahrt vor Signal verlangsamen

ich habe eine eigentlich einfach erscheinende Frage zum Digitalbetrieb. Es geht um folgendes:
Ich plane meine bisherige analoge N-Bahn (Flm-Piccolo) auf digitalen Betrieb umzustellen. Was mir nicht klar ist, ist, wie die Loks zukünftig vor den Signalen verlangsamt zum Halten kommen, denn die bisherige Zugbeeinflußung mit Langsamfahrabschnitten und Halteabschnitten muss ja wohl durch andere Schaltungen ersetzt werden. Bevor die Lok in den Halteabschnitt einfährt, muss doch wohl noch irgendwie der Langsamfahrbefehl übertragen werden, denn der Halteabschnitt ist doch stromlos, sodass dort keine Übertragung mehr möglich ist. Oder mache ich einen Denkfehler?

Antwort
Die ganze Sache ist eigentlich relativ einfach. Du brauchst nur einen SIGNALBAUSTEIN zum Einrichten einer digtalen Bremsstrecke. So einen Signalbaustein bekommst Du z.B. von Uhlenbruck (SIGNALBAUSTEIN SBS - z.B. Art.-Nr. 44 200). Zum sicheren Anhalten der Lok werden drei Gleisabschnitte eingerichtet. Der Übergangsabschnitt dient dazu, Kurzschlüsse an der Digitalzentrale zu vermeiden. Im Bremsbereich wird bei rotem Signal das Bremssignal auf das Gleis gelegt. Die Lokomotiven bremsen mit der im Decoder eingestellten Verzögerung ab. Der nachfolgende Stoppbereich verhindert, dass bei zu lang eingestelltem Bremsweg der Zug über das Signal hinausfährt. Auf diesen Bereich kann bei eingeschränkten Platzverhältnissen verzichtet werden. Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen.

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Lokdecoder


Konfigurationsvariablen (CV) der Lokdecoder
Die Konfigurationsvariable - CV2

Was bedeutet der CV2-Wert?

Antwort
Der CV2-Wert beinhaltet die Anfahrspannung - also die Festlegung der Mindestgeschwindigkeit der Lok.

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Die Konfigurationsvariable - CV5

Was bedeutet der CV5-Wert?

Antwort
Über den CV5-Wert wird die Höchstgeschwindigkeit der Lok festgelegt.

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Die Konfigurationsvariable - CV6

Was bedeutet der CV6-Wert?

Antwort
Einstellung der Mittengeschwindigkeit

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Die Konfigurationsvariable - CV53

Was bedeutet der CV53-Wert?

Antwort
Mit dem CV53-Wert wird die Referenzspannung eingestellt, mit der ein Decoder den Motor ansteuert. Die Referenzspanung hängt vom Wirkungsgrad des Motors ab. Je besser der Wirkungsgrad des Motors, desto höher kann der eingestellte Wert sein. Je schlechter der Wirkungsgrad (insbesondere bei älteren Motoren, um so niedriger sollte der eingestellte Wert sein.

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Die Konfigurationsvariable - CV54, CV55, CV56

Was bedeuten die CV-Werte 54, 55 und 56?

Antwort
Mit diesen CV-Variablen wird die Lastregelung dem Motor angepasst.

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Die Konfigurationsvariable - CV58

Was bedeutet der CV-Werte 58?

Antwort
Dieser CV-Wert wird nicht von allen Lokdecodern unterstützt. Mit diesem CV-Wert wird in den unteren Fahrstufen ein gleichmäßigerer Lauf der Lok erzielt.

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Die Konfigurationsvariable - CV

Ich habe meine CV-Werte verstellt und kann nun meine Lok nicht mehr korrekt fahren. Was soll ich tun?

Antwort
In der Bedienungsanleitung des Decoders ist bestimmt eine Aussage über das Reset enthalten. Mit diesem dort angegebenen CV-Wert kann dann der Decoder auf die Werkseinstellung zurück versetzt werden. Falls keine Bedienungsanleitung vorhanden, dann einfach die Homepage des Herstellers aufrufen und den Lokdecoder suchen. Für jeden Lokdecoder gibt es in der Regel eine Download für die Bedienungsanleitung.

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Die Konfigurationsvariablen

Kann mir jemand die nach NRMA genormten CV-Varablen sagen?

Antwort
Nachfolgend die Erklärung der CV-Werte:

CV-Nummer Beschreibung
1
Primäre Decoderadresse
Verbindliche CV: Die Bits 0 bis 6 ermöglichen Werte zwischen 0 und 127. Bit 7 ist immer 0. Abhängig vom Hersteller bzw. Digitalsystem ergibt sich der Adressbereich des Decoders. Ein Wert von 0000-0000 veranlasst den Decoder, den NMRA-konformen Modus zu verlassen und die in CV 12 definierte, alternative Steuerungsmethode (in der Regel Gleichstrom-Betrieb) zu nutzen.
2
Anfahrspannung
Der Wert sollte so eingestellt werden, dass die Lok bei Fahrstufe 1 anfährt.
3
Anfahrverzögerung
Der Wert in dieser Variablen legt fest, wie schnell der Decoder intern von einer Fahrstufe zur nächsten weiterschaltet. Der Wert "0 schaltet diese Funktion ab. Der Wert 1 gilt für "im Betrieb".
4
Bremsverzögerung
Der Wert legt fest, wie schnell der Decoder intern von einer Fahrstufe zur nächsten zurück schaltet.
5
Maximale Motorspannung
Hier wird mit einem Wert von 2 bis 255 die Maxi malgeschwindigkeit bei der höchsten Fahrstufe festgelegt. Die Werte 0 und 1 schalten diese Funktion ab.
7
Versionsnummer
Enthält die nicht veränderbare Decoder-Versionsnummer des Herstellers.
8
Herstelleridentifikation
enthält die nicht veränderbare Herstelleridentifikation
10
Lastregelung
Mit einem Wert von 1 bis 128 wird die Fahrstufe festgelegt, ab der die Lastregelung abgeschaltet werden kann.
17 / 18
Erweiterte Adressierung
In beiden Variablen kann der Adressraum auf rechnerisch 10.240 Adressen erweitert werden. Eingeschaltet wird diese Funktion über Bit 5 der CV 29. CV 1 ist dann ohne Funktion. Adressen oberhalb 255 erfordern das Verwenden des DCC-Formats
29
Einstellungen
Hier werden auf Bit-Ebene Decodereinstellungen vorgenommen
Bit 0: Definition der Fahrtrichtung 0 = normal, 1 = umgekehrt
Bit 1: Information für die Steuerung der Funktion 0, wird bei 28 oder mehr Fahrstufen auf 1 gesetzt
Bit 2: Legt fest, ob neben dem DCCFormat auch andere Signale ak zeptiert werden, ist bei gleich zeitigem Gleich - strom be trieb auf 1 zu setzen
Bit 3: Bi-direktionale Kommunikation 0 = deaktiviert, 1 = aktiviert
Bit 4: Aktivieren der Geschwin dig keits- Kennlinie, 0 = die vom Herstel ler vorgegebene Kenn linie, 1 = eine eigene, in CV 67 bis 94 de fi nier te Kennlinie verwenden
Bit 5: 0 = Adressierung über CV 1, 1 = erweiterte Adressierung (lange Adresse) über CV 17/18
Bit 6: Reserviert für zukünftige Erweiterungen, immer = 0
Bit 7: Identifikation des Decodertyps: 0 = Lok-Decoder, 1 = Schalt-Decoder (Funktionsdecoder)
30
Fehlerinformation
Hier legt der Decoder Informationen ab, die er beim Selbsttest festgestellt hat. Das abgelegte Byte ist herstellerabhängig. Ein Wert von 0 signalisiert Fehlerfreiheit.
67-94
Geschwindigkeitskennlinie
Selbst definierte Geschwindigkeitskennline, hier kann die vom Hersteller vorgegebene Kennlinie durch eine eigen Kennlinie ersetzt werden.
105-106
Benutzerfelder
Diese beiden CV sind für Ihren eigenen Bedarf vorgesehen, hier können zur Dokumentation eigene Werte zwischen 0 und 255 eingetragen werden. Wird eigentlich nicht benötigt.
113-114
Dimmen Licht vorne und hinten
Dimmen des Lichtes vorne bzw. hinten.


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Lokdecoder
Multiprotokolldecoder und Bremsmodul

Lok mit Multiprotokolldecoder rast bei Einfahrt in den Bremsbereich des (Märklin/Motorola-) Bremsmoduls unkontrolliert los.

Antwort
Bei Verwendung von sogenannten Multiprotokolldecodern von ESU, Uhlenbrock oder anderen Herstellern, die neben dem reinen "Motorola"-Format auch durch verschiedene andere Digitalsysteme angesprochen werden können, ist bei Verwendung der "Märklin"-Bremsstrecke zwingend die automatische DC-Analogerkennung zu deaktivieren. Andernfalls kommt es vor, dass bei der Einfahrt in den genannten Bremsbereich eine analoge Spannung erkannt wird, da dieser Bereich im Wesentlichen durch eine gleichgerichtete Digitalspannung gespeist wird. Die Lok läuft dann mit hoher Geschwindigkeit bis in den Notstop-Bereich oder ändert dabei sogar die Fahrtrichtung und jagt zurück

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Decoder im Digitalsystem

Ich habe mal eine Frage an euch. Welche Arten von Decodern werden eigentlich im Digitalbetrieb verwendet. es gibt eine unüberschaubare Decodervielfalt. Könnt ihr mir da Aufklärung verschaffen?

Antwort
Es gibt folgende Lokdecoderarten auf der digitalen Modellbahn:

    • Lokdecoder (dienen dem Betrieb der Lok)
    • Magnetartikeldecoder (Decoder die den Doppelspulenantrieb einer Weiche, bzw. eines Signals betätigen - über einen Stromstoß). Ersetzt den Taster auf der analogen Modellbahn
    • Schaltdecoder (besitzen ein Relais mit Umschaltern, über diese man beliebigen Strom anderer Quellen zum Schalten weiterer Verbraucher mit hohem Stromverbrauch anschließen kann).
    • Lichtsignaldecoder (gegen einen Dauerstrom auf einen Ausgang geben). Anwendungsbeispiel ist ein Lichtsignal, bei dem die Lampen ständig leuchten soll.

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Digitale Schnittstellen
RCN 118 – Next18-Schnittstelle

Was kann ich unter einer RCN 118 – Next18-Schnittstelle verstehen

Antwort
Es handelt sich um eine Decoder-Schnittstelle für kleine H0-Fahrzeuge, TT-Fahrzeuge und N-Fahrzeuge. Der verwendete Stecker stammt eigentlich aus der Handy-Herstellung. Es ist eine 18-polige Buchse und dazu gibt es den passenden Stecker. Erste Decoder mit Next18-Schnittstelle sind bereits von verschiedenen Anbietern verfügbar, so etwa von ESU und Kühn. Fahrzeuge mit dieser Schnittstelle werden im Laufe des Jahres unter anderem von Brawa und Liliput erwartet. Europäischer Distributor für den Stecker ist die Firma Coratec aus 35116 Hatzfeld. Hier sind auch Kleinmengen für Bastler und Kleinserienhersteller erhältlich. Der Link zum Hersteller: Coratec

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RCN 123 – PluG-Schnittstelle

Was kann ich unter einer RCN 123-Schnittstelle verstehen

Antwort
Die RCN 123 ist eine mehrpolige Schnittstelle für Fahrzeuge im Großbahnbereich ab 2,0 Ampere für die Elektronikkomponenten, das heißt für Fahr- und Sounddecoder, sowie deren Kombinationen. Die Schnittstelle eignet sich für Fahrzeuge der Spurweiten 0, 1, II und „G“. Sie kann variabel in mehreren Stufen von 16polig bis 44polig ausgeführt werden. Auch das Einbauvolumen wird an die entsprechende Kontaktzahl angepasst. Als erste Produkte sind Soundmodule und Adapter von Dietz und Decoder von Massoth noch für 2012 geplant.

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Die digitale Schnittstelle NEM651

Ich benötige unbedingt die Schaltskizze der sechspoligen Schnittstelle nach NEM651

Antwort
Nur keine Panik. Hier geht es ----> zum Bild

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Lokdecoder und der Sound

Wie kann ich meinen Lokdecoder mit einem Geräusch ausstatten?

Antwort
Dies geht mit dem ESU-Lokprogrammer. Der LokProgrammer erlaubt es, über das Hauptmenü „Sound“ eine selbst erstellte Klangdatei auf den Sound-Decoder zu überspielen. Die Klangdateien müssen dabei im Standardformat Wave (Dateityp .wav) vorliegen.
Ein dazu kostenloses, leistungsfähiges und deutschsprachiges Programm für das Aufnehmen und Editieren von wav-Dateien ist „Audacity“. Es handelt sich bei diesem Programm um einen Mehrspur-Audio-Editor, der für die Plattformen Linux, Mac und Windows angeboten wird. Den Download von Audacity (ca. 2,7 MB) ist unter "http://audacity.sourceforge.net/" möglich.

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Magnetartikel digitalisieren
Einzelweichendecoder von Viessmann

Die Programmierung des Einzelweichendecoders für das C-Gleis ist ein Desaster. Da steht, man soll den Druckkopf einmal drücken und die Weiche wäre im Motorolamodus programmierbereit - Pustekuchen, nix passiert, obwohl die Verkabelung stimmt und die Decoderplatine noch nicht angeschlossen ist.

Antwort
Du musst den Knopf lang genug drücken. Manche Decoder reagieren erst nach 1-3 Sekunden dauergerückter Taste. Wie soll die Weiche denn reagieren, wenn sich der Decoder im P-Modus befindet. Es gibt Decoder, bei denen fängt die Weiche an zu toggeln (hin und herschalten), bei anderen blinkt ein LED o.ä.
Wenn die Weiche sich im P-Modus befindet, soll sie sich langsam hin- und her bewegen.

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Die Booster
Wann benötigt man einen Booster

Wann brauche ich für meine Modellbahnanlage einen Booster?

Antwort
Eine kleinen Modellbahnanlage benötigt man noch keinen Booster. Bei den meisten Modellbahnanlagen wird aber die Leistung eine Digitalzentrale, die meistens bereits einen Booster beinhalten (Ausnahme: z.B. Roco Lokmaus), nicht ausreichen. Erkennen kann dies der Modellbahner an Leistungsminderung bzw. vorübergegende Ausfälle der Digitalzentrale. Ab diesem Zeitpunkt ist der Einsatz eines Boosters mit einem eigenen Versorgungstrafo auszustatten und zur Übertragung der digitalen Befehle mit der Zentrale zu verbinden. Ab diesem Zeitpunkt ist auch über die Trennung der Gleisabschnitte nachzudenken.

Fast jeder Booster gestattet durch die Einstellung seiner Ausgangsspannung eine Anpassung an die Baugröße bzw. Spurweite. Die Einstellung wird meist über ein Trimmpotentiometer, DIP-Schalter, Konfigurationsvariablen (CV) oder zumindest die Eingangsspannung des versorgenden Trafos vorgenommen. Kommen mehrere Booster zum Einsatz, ist neben den richtigen Polaritäten unbedingt auf die korrekte Einstellung der Ausgangsspannungen zu achten

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Booster und das digitale Protokoll

Ich habe einen Lenz Booster geschenkt bekommen. Kann ich den auch auf meiner Märklin Anlage einsetzen?

Antwort
Beim Booster ist es genauso wie bei den Lokdecodern. Du musst auf das digitale Protokoll achten.

Wenn Du eine Märklin Digitalzentrale hast, die das DCC-Protokoll nicht unterstützt (wie z.B. die Control-Unit), dann kannst Du den Booster von Lenz nicht verwenden, da er in der Regel nur das DCC-Protokoll versteht und nicht das Motorola-Protokoll von Märklin.

Du musst also darauf achten, dass der Booster das richtige Protokoll erzeugt und auch verstehen kann. Die Rückmeldungen verarbeiten Booster nur, wenn sie explizit für das betreffende System vorgesehen oder vorbereitet sind.

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Der Booster und die Leistung

Wieviel Leistung liefert ein Booster?

Antwort
Die meisten Booster liefern einen Digitalstrom von max. 3 Ampere. Nur einige Hersteller wie Zimo bietet eine Zentrale mit einem 8 Ampere Ausgangstrom am Gleisausgang an.
Allerdings ist zu bedenken, dass Stromstärken von > 5 Ampere für die Radschleifer von Gleichstromloks im Kurschlussfall gefährlich werden können. Sie können die Radschleifer regelrecht wegschmelzen.
Nur bei Spurweiten > H0 können diese Booster sicher eingesetzt werden.

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Booster und die Ausgangsspannung

Ich besitze eine H0-Anlage. Welche Gleisspannung muss der Booster abgeben.

Antwort
Fast jeder Booster gestattet durch die Einstellung seiner Ausgangsspannung (Gleisspannung) eine Anpassung an die Baugröße bzw. Spurweite. In jedem Fall muss die Trafospannung im erlaubten Eingangsbereich liegen und darf nicht zu weit von der gewünschten Gleisspannung abweichen. Eine zu hohe Trafospannung bedeutet nur unnötige Verlustwärme im Booster. Nachfolgend empfohlene Spannungswerte für unterschiedliche Spurgrößen:

Spurgröße Z: --> 12 Volt Gleisspannung
Spurgröße N und TT: --> 14 Volt Gleisspannung
Spurgröße H0: --> 16 bis 18 Volt Gleisspannung
Spurgröße 0, I und II: --> 22 bis 24 Volt Gleisspannung

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Der Booster und der Anschluss

Wie schließe ich den Booster an meine Digitalzentrale an?

Antwort
Wichtig ist im Vorfeld zu beachten, dass der verwendete Booster dasselbe Digitalprotokoll versteht wie die Digitalzentrale. Beim kauf ist darauf zu achten, dass der Booster das richtige Protokoll erzeugen kann: DCC, Selectrix oder Motorola (Märklin). Das nachfolgende Bild zeigt einen Anschluss des Boosters an die Digitalzentrale und damit verbunden die Einrichtung von zwei Stromkreisen. Hier geht es ----> zum Bild

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Booster und der Anschluss an die Digitalzentrale

Kann mir einer im Forum sagen wie ich einen Booster an eine Digitalzentrale anschließe?

Antwort
Gehe ----> zum Bild

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Boosteranschluss

Wie sieht eigentlich so ein Boosteranschluss aus??. Wo muss ich den Booster anschließen?

Antwort
Das Systembild für einen Boosteranschluss -- Gehe ----> zum Bild

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Der Booster und die Digitalzentralverbindung

Weshalb muss der Booster mit der Digitalzentrale verbunden werden?

Antwort
Die Übermittlung von Digitalbefehlen hat auf der gesamten Anlage über nur eine Zentrale zu erfolgen. Dabei muss die Zentrale darauf achten, dass alle Befehle auch gleichzeitig an die Booster übertragen werden. Es können somit auf einer Anlage zwar mehrere Booster eingesetzt werden, es darf aber auf der gesamten Anlage nur eine Digitalzentrale zum Einsatz kommen. Deshalb ist jeder eingesetzte Booster mit der Digitalzentrale der Anlage zu verbinden.
Die Trennstellen zwischen den einzelnen Boosterbereichen sind bei Gleichstromanlagen an beiden Schienen durchzuführen um Kurzschlüsse und Störungen zu vermeiden. Bei Wechselstromfahrern wie Märkliner ist der Mittelleiter zu durchtrennen. Eine Gleiswippe ist hierv auch erforderlich, damit der Stromschleifer beim Überfahren des Überganges nicht kurzzeitig von beiden Strombereichen versorgt wird. Dies kann zur Zerstörung des Lokdecoders führen.

Wenn mehrere Booster zum Einsatz kommen, ist neben den richtigen Polaritäten unbedingt auf die korrekte Einstellung der Ausgangsspannungen zu achten (bei allen Boostern der gleiche Wert) Auch die Trafospannung für die jeweiligen Booster muss sich im erlaubten Eingangsbereich befinden nicht zu weit von der gewünschten Gleisspannung abweichen. Eine zu hohe Trafospannung kann zum Abschalten des Boosters führen (zu große Wärmeentwicklung).

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Der Booster und der Trafo

Brauche ich zu einem Booster auch einen Trafo?

Antwort
Grundsätzlich ist jeder Booster mit einem eigenen Versorgungstrafo auszustatten und zur Übertragung der digitalen Befehle mit der Zentrale zu verbinden.

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Der Booster und die Gleisspannung

Ich habe mir eine Booster für meine H0-Anlage gekauft. Welche Gleisspannung soll ich einstellen?

Antwort
Für die H0-Gleichstrombahn ---> 16 Volt bis 18 Volt
Für die N-Bahn und die TT-Bahn ----> 14 Volt
Für die Spur Z (Märklin) ---> 12 Volt
Für die Spur 0, I, II ---> 22 bis 24 Volt

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Vollbrücken-Booster und Halbbrückenbooster

Was ist unter einem Vollbrücken- bzw. Halbbrücken-Booster

Antwort
Es ist unter diesen Begriffen die im Booster verwendete Verstärkerschaltung zu verstehen. Man kennt hier als Schaltungsprinzipien die Voll- und die Halbbrücke. Gerade im Hinblick auf die Masseverbindungen zwischen Trafos, Digitalzentrale und Booster sind hier Informationen für den Modellbahner wichtig.

Bei einer Vollbrücke wird die Trafospannung (in der Regel ein Wechselspannungstrafo) über einen Diodenbrückenschaltung in eine Gleichspannung umgewandelt und dem Verstärkerbaustein zur Verfügung gestellt. Es entsteht eine interne Versorgungsspannung mit einer, nur intern vorhandenen Bezugsmasse. Das Digitalsignal wird in der Regel über einen Optokoppler, also galvanisch (= elektrisch) getrennt, zugeführt und ausgewertet. Die Endstufe des Verstärkers erzeugt schließlich ein Schienensignal, das keine direkte Verbindung zur Versorgungsspannung oder zum Versorgungstrafo hat. Eine Masseverbindung zwischen den Transformatoren der Zentrale und des Boosters ist nicht vorgesehen. Die Vollbrückentechnik kommt u.a. bei den Boostern der Firmen Lenz, Esu und Zimo zum Einsatz. Hier geht es --> ----> zum Bild

Bei einem Halbbrücken-Booster wird die Versorgungsspannung aus zwei Einweggleichrichtern erzeugt. Die interne Versorgungsspannung hat eine Bezugsmasse, die vom Trafoeingang bis zum Schienenausgang durchgeführt ist. Auch das Digitalsignal hat in der Regel einen Bezug zu diesem Massesignal. Bei Boostern mit CDE-Eingang wird jedoch auch hier das Digitalsignal über einen Optokoppler geführt – eine Masseverbindung wird dann durch diese elektrische Trennung vermieden. Man erkennt somit, dass es bei dieser Technik eine durchgängige Masseverbindung gibt, also eine echte gemeinsame Systemmasse. Typische Vertreter der Halbbrückentechnik sind die Booster der Firma Uhlenbrock sowie die Booster des alten Märklin-Systems (6021, 6015 und 6017). Hier geht es ----> zum Bild

Interessant wird das Thema bei der Kombination zweier Booster mit unterschiedlichen Verstärkerschaltungen in Bezug auf das Massepotential. Auf der absolut sicheren Seite bleibt man natürlich bei der Verwendung von Boostern eines Herstellers. Beim Mischbetrieb sind hier unbedingt die jeweiligen Anleitungen von Digital-Zentrale und Booster zu beachten. Grundsätzlich empfiehlt es sich, eine Schienenseite als Masseschiene konsequent beizubehalten und die Boosterbereiche nur einseitig aufzutrennen. Eine Verbindung von „Trafo-Massen“ ist nicht notwendig. Hier geht es ----> zum Bild

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Trafospannung und Booster bei H0

Welche Trafospannung für den Booster benötige ich für meine H0-Anlage

Antwort
Die Gleisspannung bei der H0-Spur beträgt zwischen 16 und 18 Volt. Der Abschaltstrom liegt bei 3 Ampere.

Damit das Gleissignal (Digitalsignal) in den unterschiedlichen Gleisbereichen synchron ist, muss es auch immer eine Datenverbindung zwischen Zentrale und Verstärker geben. Wären die Digitalsignale nicht synchron, würde das Überfahren der Trennstellen einen Kurzschluss auslösen oder zumindest zu Übertragungsproblemen der Digitalbefehle führen. Um die Verkabelung etwas zu vereinfachen, können auch die Masseanschlüsse zweier Booster gemeinsam genutzt werden, allerdings nur, wenn es sich um zwei baugleiche Booster handelt.

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Trafospannung und Booster bei N

Welche Trafospannung für den Booster benötige ich für meine N-Anlage

Antwort
Die Gleisspannung bei der N-Spur beträgt 14 Volt. Der Abschaltstrom liegt bei max 2 Ampere.

Damit das Gleissignal (Digitalsignal) in den unterschiedlichen Gleisbereichen synchron ist, muss es auch immer eine Datenverbindung zwischen Zentrale und Verstärker geben. Wären die Digitalsignale nicht synchron, würde das Überfahren der Trennstellen einen Kurzschluss auslösen oder zumindest zu Übertragungsproblemen der Digitalbefehle führen. Um die Verkabelung etwas zu vereinfachen, können auch die Masseanschlüsse zweier Booster gemeinsam genutzt werden, allerdings nur, wenn es sich um zwei baugleiche Booster handelt.

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Trafospannung und Booster bei TT

Welche Trafospannung für den Booster benötige ich für meine TT-Anlage

Antwort
Die Gleisspannung bei der N-Spur beträgt 14 Volt. Der Abschaltstrom liegt bei max. 3 Ampere.

Damit das Gleissignal (Digitalsignal) in den unterschiedlichen Gleisbereichen synchron ist, muss es auch immer eine Datenverbindung zwischen Zentrale und Verstärker geben. Wären die Digitalsignale nicht synchron, würde das Überfahren der Trennstellen einen Kurzschluss auslösen oder zumindest zu Übertragungsproblemen der Digitalbefehle führen. Um die Verkabelung etwas zu vereinfachen, können auch die Masseanschlüsse zweier Booster gemeinsam genutzt werden, allerdings nur, wenn es sich um zwei baugleiche Booster handelt.

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Stromverbrauch auf der Anlage

Ich will meine Anlage digitalisieren. damit ich weiss ob ich zusätzlich zur Digitalzentrale noch Booster benötige, brauche ich mal den Stromverbrauch meiner Anlage. Wie berechne ich den Stromverbrauch?

Antwort
Bevor ich auf den Stromverbrauch eingehe möchte ich auf folgendes hinweisen:

Bevor eine Anlage in verschiedene Stromabschnitte eingeteilt wird, ist darauf zu achten, dass sich in jedem Stromabschnitt möglichst gleich viele Verbraucher befinden.

Der Stromverbrauch eines Stromabschnittes kann wie folgt berechnet werden.

- Stehende Lok mit Licht : rd. 100 mA
- Fahrende Lok - je nach Größe und Anhängelast von 300 mA bis 600 mA
- 1 beleuchteter Wagen mit Glühlämpchen 30 mA ( bei drei Wagen dann eben 90 mA)
- Digitalkupplung oder Rauchgenerator 100 mA
- Schlaltstrom für Weichen 500mA

Wenn Du dann - entsprechend Deiner Verbraucher - die Stromstärken addierst, dann erhältst Du die Gesamtstromstärke. Übersteigt der Stromverbrauch die durch die Zentralstation zur Verfügung gestelle Stromstärke, dann ist der Stromabschnitt überlastet und muss unterteilt werden bzw. es muss ein Booster eingesetzt werden.

Nachfrage
Kannst Du mir einen Überblick über den Stromverbrauch von Verbrauchern geben - also Loks, Steuerpult etc.



Antwort
Leistungsbedarf verschiedener Verbraucher (VA = Watt):

- Fahrende Lok (Spur: H0) mit 1 Motor: 10 VA

- Fahrende Lok (Spur: H0) mit 2 Motor: 15 bis 20 VA

- Modellbahn Glühlampe Fahrende Lok (Spur: H0) mit 1 Motor: 10 VA

- Digital Steuerpult: 2 VA

- Magnetartikel: 20 - 25 VA

Hinweis: In der Regel können Zentralstaionen bzw. Booster bis zu 47 VA zur Verfügung stellen. Diese Leistung reduziert sich aber weiter, wenn noch zusätzliche Verbraucher, wie digitale Fahrregler, Keboards etc. angeschlossen werden. Manche Zentralstationen - vor allem aus den Anfangspackungen - stellen vielfach nur Stromstärken von max 25 VA zur Verfügung.

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Die Trafos im Digitalsystem
Welcher Trafo für das Digitalsystem

Ich habe von meiner analogen Modellbahnanlage noch viele Trafos und Trafos mit Fahrregler. Kann ich die auch im Digitalsystem verwenden?

Antwort
Jeder Wechselstromtrafo (Sekundärausgang ebenfalls Wechselstrom) kann grundsätzlich zur Stromversorgung von Digitalzentralen verwendet werden. Allerdings muss immer die Leistung des Trafos in Bezug auf die erforderliche Leistungsaufnahme der Digitalzentrale beachtet werden. Wenn die Leistungsabgabe des Trafos geringer ist als der Digitalzentrale, erfolgt in der Regel die automatische Abschaltung des Trafos wegen Überlastung.

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Trafo und die Digitalzentrale

Ich betreibe meine Anlage mit einer Märklin Digitalzentrale. Nun will ich aber weiter meine Weichen analog schalten. Kann ich einen normalen Trafo mit an das digitale Stromnetz schalten.

Antwort
Keinesfalls. Der zusätzliche Trafo im digitalen Stromkreis würde die Digitalzentrale zerstören. Du musst die Weichenschaltung physikalisch völlig vom digitalen Stromkreis trennen. Du darfst auch nicht - wenn vorhanden - die Weichenlichter über die Gleise mit Strom versorgen. Sie dprfen mit dem digitalen Strom ebenfalls nicht in Berührung kommen.

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