Die Modellbahnanlage in H0 - Infos und Tipps


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Modellbahn - Anlagenbau
Thema: Weichen und Gleise


Titelbild


Inhaltsverzeichnis:

- Thema: Das Bahngleis

- Thema: Trassierungselemente

- Thema: Wagenlänge und Radius

- Thema: Weichen

- Thema: Gleiseinschotterung

- Thema: Gleiswendel

- Thema: Gefälle und Steigung

- Thema: Lichte Höhe / Lichte Weite bei Bauwerken

- Thema: Lichte Höhe / Lichte Weite bei Schattenbahnhöfen



Thema: Das Bahngleis

Die Geschichte des Bahngleises ist lange. Die Entwicklung dauerte fast 1 Jahrhundert, bis das Gleis wie wir es kennen, Eingang in den Eisenbahnbetrieb gefunden hat.

Das Gleis hat mehrere Aufgaben im Bahnbetrieb. Zum Einen ist es für die Füghrung des Zuges verantworlich. Da Züge keine Lenkvorrichtung besitzen, müssen sie auf Schienen geführt werden um die Richtung einhalten zu können. Zum Anderen dient das Gleis zur Lastübertragung des Zuges auf die Schwellen und dann weiter über das Schotterbett in den Untergrund.

Aber gehen wir schrittweise vor.

Zuerst sehen wir uns den Oberbau eines Bahnstrecke an. Damit bekommen wir eine Vorstellung, wie ein realistischer Modellbahnschienenstrang auszusehen hat.

Der Oberbau einer Eisenbahnstrecke sieht so aus (von oben nach unten):

- Schiene

- Schwellen

- Schotteraufbau

- Baugrund (Böschung, Einschnitt oder Ebene)

Gleisaufbaubau      Gleisaufbaubau
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Nun gibt es bei den Bahnschwellen Unterschiede. Bis in die 1960er Jahre - also bis zum Ende der Dampflokzeit - waren Hartholzschwellen die gängigen Bahnschellen. Danach kamen auch immer mehr andere Schwellenarten zum Einsatz. Heute werden ausschließlich nur noch Stahlbetonschwellen verlegt. Diese Schwellen können die hohen Geschwindigkeiten der modernen Züge aufnehmen. Zum Einsatz kommen auch Stahlschwellen, allerdings in der Regel nur bei Industriegleisen und untergeordneten Nebengleisstrecken.

Schwellen
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Bei den Schienen gibt es bei der großen Eisenbahn nur die Standardform, wie sie dem nachfolgenden Bild zu entnehmen ist.

Schwellen
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Thema: Trassierungselemente

Nach der Eisenbahnbau- und Betriebsordnung sehen die Mindestradien der realen großen Eisenbahn wie folgt aus:

- Anschlussgleise 35 m (= 402 mm in Spurgröße: H0)

- Nebenbahnen 180 m (= 2070 mm in Spurgröße: H0)

- Hauptbahnen 300 m (= 3450 mm in Spurgröße: H0).

Nach der NEM sehen die Werte wie folgt aus:

  Bogenart     Wagengruppe A  
(bis 230 mm LüP)
  Wagengruppe B  
(bis 278 mm LüP)
 Wagengruppe C  
(bis 313 mm LüP)
Schmalspur
zulässigerMindestradius 363 mm 412 mm 495 mm 135 mm (H0e),
180 mm (H0m)
Nebengleis im Bahnhof 412 mm 495 mm 577 mm 180 mm (H0e), 240 mm (H0m)
Hauptgleise auf Nebenbahnen 495 mm 577 mm 660 mm 225 mm (H0e), 300 mm (H0m)
Hauptgleise auf Hauptbahnen 577 mm 660 mm 742 mm 270 mm (H0e), 360 mm (H0m


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Thema: Wagenlänge und Radius

Jeder Modellbahnplaner sollte wissen, dass je kleiner der Radius eines Bogens ist, desto mehr stehen die großen Personenwagen bzw. Lokomotiven über die Gleistrasse hinaus. Das ist sieht nicht nur unbefriedigend aus, auch die Entgleisungsgefahr steigt.

Die Fahrzeuge der Serienhersteller sind grundsätzlich alle auf einen Mindestradius von 360 mm ausgelegt. Das nachfolgende Bild zeigt das Problem:

Gleisbau      Gleisbau
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Thema: Gleislängen an Bahnhöfen, Haltstellen und Blockstellen

Ein wichtiger Punkt, der bei der Gleisplanung unbedingt beachtet werden muss ist die sog. nutzbare Gleislänge. Darunter versteht man die erforderliche Länge eines Gleisabschnittes im Bereich von Bahnsteigen, Abstellgleisen und Blockstrecken.

Die o.g. Bereiche müssen so bemessen sein, dass die dort befindliche Züge bzw Züge die diese Bereiche anfahren auch darin Platz finden. Um nun die Länge eines Zuges berechnen zu können, wird die "LüP" benötigt. Ausgeschrieben: Länge über Puffer. Wo bekommt man nun diese Angabe her. Da gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Man misst dieses Abstandsmaß am Modellbahnfahrzeug selbst nach
2. Man beschafft sich dieses Maß über den Katalog des entsprechenden Herstellers.

Zu jedem Modellbahnfahrzeug befindet sich im Katalog des jeweiligen Herstellers die Angabe "LüP". Damit wird die Gesamtlänge eines Fahrzeugs ohne Kupplungen beschrieben. Durch Addition der entsprechenden Wagenlängen kann dann die Länge des gesamtes Zuges errechnet werden. Zu dieser errechneten Zuglänge kommt dann noch das sog. Überstandsbereich von jeweils 50 mm (vorne und hinten). Dieses Überstandsmaß ist deshalb erforderlich, damit bei parallel verlegten Gleisen (Abstand von Gleismitte zu Gleismitte bei parallel verlegten Gleisen 63,5 mm) der Zug nicht in den Weichenbereich hineinragt.

Gleislänge


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Thema: Weichen

Weichenteile bzw deren Benennung
Bei den Weichen werden folgende Teile unterschieden:

Zungenenden | Weichemittelpunkt | Weichenwinkel | Herzstückspitze | Herzstücklücke | Radlenker | Endtangente | Weichenzungen | Zungenenden | Flügelschiene | Backenschiene |

Weichendefinition
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Normale Weichen
Bei der Wahl der Weichen sollte der Modellbahner auf den Abzweigungswinkel der Weichen achten. Der nachfolgende Trassierungsplan bei Verwendung von 15°-Weichen ist eigentlich zu steil für realistische Zugfahrten. Dennoch stellt dieser Winkel einen Kompromiss aus Vorbildorientierung und Platzbedarf dar. Fast alle Hersteller haben diesen Weichenwinkel im Angebot.

Im Gegensatz zu den 15° Weichen, gibt es bei einigen Modellbahnherstellern - wie z.B. Roco - auch 10° Weichen. Diese Weichen entsprechen den steilsten Weichen der großen Eisenbahn.

Weichentrassierung      Weichenbild      Weichenbild
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Bogenweichen
Gleisverzweigungen können nicht nur in geraden Gleisabschnitten, sondern auch in Kurven eingebaut werden. Dies kann zu erheblichen Platzersparnissen führen. In der nachfolgenden Abbildung ist der Bohnhofsbereich mit "normalen" Weichen und mit Bogenweichen dargestellt. Dem Bild ist zu entnehmen, dass durch den Einsatz von Bogenweichen der Bahnhofsbereich bei gleicher Trassierungslänge wesentlich größer ausfällt.

Durch den Einsatz von Bogenweichen, können auch lange Züge im Ausweichgleis Platz finden.

Bodegnweiche
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Kreuzungsweichen und Doppelte Kreuzungsweichen
Durch die Verwendung einer Doppelten Kreuzungsweiche (DKW) anstatt von normalen Weichen wird eine volle Standardgleislänge eingespart, ohne Betriebsmöglichkeiten einzubüssen.

Kreuzungsweiche      Kreuzungsweiche
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Dreiwegweichen
Eine weitere Möglichkeit auf der Modellbahnanlage Platz zu sparen ist der Einbau von Dreiwegweichen. Dieser Weichentyp verfügt über zwei Abzweige. Das nachfolgende Bild stellt die Gleistrassierung mit einer Dreiwegweiche dar.

Dreiwegweiche
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Thema: Gleiseinschotterung

    Technisch ist hier zu erwähnen, dass das Schotterbett bei der großen Bahn für eine stabile Lage der Gleise sorgt. Es hat ferner, wegen der Lastabtragung einen trapezförmigen Querschnitt.

    Für eine realistische Modellbahnanlage ist ein vorbildgetreues Glleisbett unerlässlich. Eine individuelle Gleiseinschotterung ist aber sehr arbeitsintensiv und leider - das muss man hier sagen - treten dadurch auch, wenn sie falsch durchgeführt wird - auch Betriebstörungen auf. Deshalb ist es wichtig bei einer selbst durchführten Einschotterung auf unbedingte Sauberkeit bei den Schienen zu achten. Natürlich wird jetzt mancher Modellbahner sagen, dass es ja auch bereits Gleise mit fertigen Schotteraufbau gibt. Natürlich gibt es die, wie Fleichmann Piccolo-Gleise, Märklin C-Gleise usw.. Aber wir sprechen hier von Gleisen die keinen fertigen Schotteraufbau besitzen. Dazu ist auch noch zu erwähnen, dass nur wenige Hersteller es geschafft haben einen realistischen Gleisoberbau zustande zu bringen. Für uns ist besitzt immer noch das Fleischmann-Piccologleis die beste Einschotterungsoptik. Eine der schlechtesten Gleis mit der fertigen Einschotterungsoptik ist Kato und Tomix. Es ist auch zu erwähnen, dass die meisten Hersteller auch Schienenmaterial ohne fertige Einschotterung anbieten. Hier wäre als Beispiel das Märklin K-Gleis zu nennen.

    Wir wollen uns als erstes eine individuelle Einschotterung ansehen. Danach werden wir uns mit Fertigprodukten auseinander setzen.


    Die individuelle Gleiseinschotterung

    Die Fragen die hier auftauchen sind:
  • welches Schottermaterial soll ich eigentlich für die Einschotterung verwenden.


  • wie soll die Schotterfarbe aussehen.


  • Die Farbe von Gleisschotter auf den Schienensträngen ist sehr unterschiedlich. Natürlich ist die Farbe vom verwendeten Material abhänig - also ob Basalt- oder Granitschotter verwendet wurde. Auf jedenfall wird von der DB nur Hartgestein zur Einschotterung verwendet. Ferner ist die Farbe natürlich auch von der Liegedauer des Schotters abhängig. Neue aufgebrachter Schotter kann sehr hell sein (hellgrau). Schotter mit einer langen Liegedauer - z.B. auf Nebenbahnstrecken - kann bis zur Farbe Schwarz reichen. Auf der Modellbahn ist eine mittlere Schotterfarbe hellgaru bis dunkelgrau durchaus passend.

    1. Variante

    Für uns ist immer noch die beste Einschotterungsmethode die mit Holzleim und die im Modellbahnhandel erhältlichen Streuschotterpäckchen. Es gibt sie meistens in 300g Packungen und in unterschiedlichen Farben. Die Kosten sind gering. Die Einschotterung selbst ist relativ einfach zu bewerkstellen. Zuerst müssen die Gleisachsen aufgetragen werden. Danach werden mit einer selbst hergestellten Gleisschablone (aus Kunststofffolie) die seitlichen Grenzen der Schotterung fixiert.

    Gleisschotterung
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    Als nächstes wir Schreinerleim aufgetragen der, damit er sich besser streichen lässt, mit ein paar Tropfen Geschirrspülmittel vermischt wird. Der Leim sollte so verdünnt sein, dass er sich wie ein dünner Film auftragen lässt. Auf diesen Film wird der Schotter dann dünn aufgestreut.

    Nach dem Aufstreuen wird mit einem Holzstock das aufgetragene Streumaterial auf die Unterlage gedrückt. Dadurch entsteht ein faches und ebenes Schotterbett. Nach dem Trocknen des Leim kann dann das überschüssige Material abgekehrt und abgesaugt werden. Manchmal bleiben Fehlstellen, die man mit Holzleim nachnässen kann und dann darüber wieder Schotter einstreut.

    Gleisschotterung
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    Auf dieses ebene Schotterbett werden nun die Gleise verlegt. Manche Modellbahner verlegen zuerst das Gleis und schottern dann. Dies hat den Nachteil, dass dieses Verfahren teilweise zu einer Verschmutzung der Schienen und Schwellen führen kann (wenn nicht sehr sorgfältig gearbeitet wird). Diese Verschutzungen zu beseitigen, ist eine Geduldsarbeit die man sich ersparen sollte.

    Wenn nun alle Gleis verlegt sind, ist noch an die Schotteranhäufung an den beiden Gleisseiten zu denken. Wie das gemacht wird ist dem obigen Bild zu entnehmen.

    2. Variante

    Zur klassischen Einschotterung von Gleisen kann auch echter Quarzsand verwendet werden. Hier sind allerdings die Spurgrößen zu beachten.

    Für die Spur-H0 und TT ist am besten handelsüblicher grobkörniger staubfreien Quarzsand zu verwenden. Den Quarzsand gibt es in verschiedenen Farben (grau, leichtbräunlich, schwärzlich). Hier muss der Modellbahner selbst auswählen und sich die Gleise in der Natur mal ansehen.

    Für die Spur: N ist am besten handelsüblicher staubfreien Quarzsand zu verwenden. Den gibt es in jedem Baumarkt. Wichtig ist bei der Spur: N, dass er sehr fein ist und dementsprechend sollte nur Quarzstand für Fliesenverfugungen genommen werden. Auch hier gibt es ihn in verschiedenen Farben.

    3. Variante

    Die nächste Variante ist der Einsatz von Kaffepulver, allerdings nur für Spur: N Anlagen. Für die Spurgröße TT und H0 ist das Pulver zu fein.
    Dieses Material kann selbst hergestellt werden. Man benötigt hierzu nicht zu grob gemahlenes Kaffeepulver. Das Problem ist nun, dass Kaffeepulver natürlich dunkelbraun aussieht und so eigentlich in der Farbe nicht einem Gleisschotter ähnlich ist. Deshalb muss nun dieser gemahlene Kaffee mehrmals gebrüht werden, damit möglichst viel des der braunen Farbstoffes herausgefiltert wird.

    Wenn das Kaffeepulver mehrmals den Filter durchlaufen hat, dann muss es getrocknet werden. Danach wird dieses trockene Mehl mit weißer Dipersionsfarbe (nicht zuviel Farbe) zu einem dicken Brei aufgerührt. Solange rühren bis es eine einheitliche Farbe aufweist. Es sollten keine Klumpen mehr vorhanden sein.

    Danach wird dieser Brei getrocknet. Dazu diesen Brei auf einem alten Brett oder ähnlichem ausbreiten und trocknen lassen. Hilfreich ist, wenn man ab- und zu im Trocknungsprozess das Material umwälzt und getrocknete Klumpen mit einer Spachtel (durch Dücken mit der flachen Seite der Spachtel) zerkleinert..

    Nach dem Trocknen nochmals die noch vorhanden groben Klumpen zerkleinern und damit ist das Material fertig zu Einstreuen. Falls zuviel Staub bei Trockenvorgang entstanden ist, dann diesen mit einem feinen Küchensieb absieben.

    Noch etwas ist zu erwähnen. Falls dem Modellbahner die hellbrau Farbe nicht gefällt und stattdessen einen Basaltschotter (schwärzlich) bevorzugt, kann er natürlich durch den Einsatz einer dunkleren Dispersionsfarbe, die künftige Schotterfarbe beeinflussen.

    Gleisbau
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    4. Variante

    Der Einsatz von Schleifpapier ist eine weitere kostengünstige Variante für eine Gleisschotterung. Schleifpapier gibt es in unterschiedlichen Körnungen. Je nachdem mit welcher Spurgröße gefahren wird, gibt es eine passende Korngröße. Schleifpapier kann überall in Baufachmärkten gekauft werden.

    Gleisbau-Schleipapier
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    Der Vorteil von Schleipapier liegt auf der Hand. Es kann sehr leicht mit einer Schere entsprechend zugeschnitten und verklebt werden. Das Verfahren ist einfach zu erklären. Das Schleifpapier wird entsprechend dem Trassenverlauf aus dem Schleifpapierbogen herausgeschnitten. Danach wird das herausgeschnitte Stück auf die künftige Gleistrasse gelegt. Vorher wird die Unterlage mit weißen Schreinerleim, wie bei Variante 1, bestrichen. Darauf wird dann das Schleifpapier gelegt.
    Natürlich sieht vor allem der Randbereich (wegen der fehlenden Schotteranhäufung) nicht so realistisch aus. Aber dennoch Schleifpapier als Schotterbett kann sich sehen lassen. Wer noch zusätzliche Arbeit investieren will kann auch auf das Schleifpapier noch unzählige Korrekturen mit Steuschotter vornehmen. Der Vorteil von Schleifpapier ist allerdings gewaltig. Es hat keinen Abrieb und dementsprechend können auch keine Verunreinigungen in die Getriebe der Loks gelangen. Ferner ist es sehr leicht durch Absagen sauber zu halten.


    5. Variante

    Eine weitere billigere Möglichkeit besteht darin, dass "Modellbahner" sich von einem Baumarkt unbehandelte Korkfliesen besorgt (Naturkork). und sich diese nach den eigenen Vorstellungen zuschneidet. Die Korkplatten sind zwar manchmal ein klein wenig dicker als Fertigprodikte, aber das macht sich nur im Millimeterbereich bemerkbar und ist ohne Einfluss auf die Gleisverlegearbeiten. Im Gegenteil, es ist schöner und wirkt natürlicher, wenn die Gleisbettung gegenüber dem umliegenden Gelände höher liegt.
    Um die Korkplatte korrekt auf die Modellbahnplatte zu bekommen, ist zuerst die Gleistrasse mit Bleistift darzustellen (und zwar als Mittelachse).

    Gleisbau
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    Der nächste Schritt ist dann die Korkplatten zu recht zu schneiden (mit einem Außengefälle - trapezförmig) und mit Schreinerleim (Weißleim) auf die Unterlage zu kleben. Natürlich mittig entlang der angezeichneten Gleisachse.
    Hier muss genau gearbeitet werden, damit später die Gleise auch auf die Korkplatten exakt justiert werden können.
    Bis zum Festwerden des Klebstoffes können sog "Stecknadeln" bzw. Nähnadeln oder Tapetenstifte zur Positionsfixierung dienen. Dieses Fixieren ist besonders in gebogenen Abschnitten und bei Rampen wichtig.

    Gleisbau
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    Im Bereich von Weichen werden die Korkstreifen an den Außenkanten weiter geführt, bis die Gleisäste einzeln wieder weitergeführt werden können (siehe Bild). Der Zwischenraum der Weiche wird ebenfalls mit Korkplatten ausgefüllt, wobei die Korkplatte in das entstandene Dreieck genau eingepasst werden muss.

    Wenn die Korkplatten angetrocknet sind, ist die Verlegung des Gleises angesagt. Die Gleise müssen exakt auf die Korkunterlage aufgelegt werden. Danach werden sie entweder mit Schrauben oder Nägeln auf der Unterlage befestigt (achtet darauf, dass die Nägel oder Schrauben nur über die dafür vorgesehenen vorgestanzten Löcher in den Schwellen eingeschraubt bzw genagelt werden).

    Falls die Korkplatten dem ein oder anderen Modellbahner nicht realistisch genug erscheinen, können natürlich insbesondere die Randbereich noch zusätzlich mit Streumaterial eingeschottert werden (siehe das nachfolgende Bild) .

    Gleisbau     Gleisbau
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    Nach dem Antrocknen saugt man mit einem geringen Saugstrom die losen Schotterpartikel vom Gleis. Damit ist die eigentliche Arbeit getan.

    Nicht vergessen sollte man aber die Säuberung der Schienenoberflächen. Hier ist es ratsam mit einem feinen Sandpapier, das um einen kleinen Holzklotz gewickelt wird, die Gleise abzuschleifen.
    Es genügt in der Regel ein einmaliger Durchgang. Nur so ist gewährleistet, dass die Loks auch ausreichend Kontakt bekommen und nicht stehen bleiben. Keinesfalls sollte man diese "Schleifarbeit" von einer Schleiflok oder Schleifwagen machen lassen.
    Hier besteht die Gefahr, dass durch Klebereste die Lok verschmutzt und dann grundlegend gereinigt werden muss.
    Nach dem Schleifen sollte noch mit einem angefeuchteten Wattestäbchen über die Schienen gefahren werden, um den Feinstaub der durch das Schleifen entsteht zu beseitigen.

    Gleisbau
    So sollte eine Einschotterung aussehen.
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    So kann die Sache dann aussehen. Wirkt diese Einschotterung nicht natürlicher, als ein Gleissystem mit fertigem Schotterbett?

    Gleisbau
    So sollte eine Einschotterung aussehen.
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    Die Fertigprodukte

    Im Gegensatz zur selbst hergestellten Einschotterung, die wie wir ja nun wissen teilweise sehr arbeitsintensiv ist, gibt es natürlich im Handel viele Fertigprodukte zu diesem Thema. Wir müssen an dieser Stelle gleich unterscheiden zwischen einem Gleis, das bereits mit einem fertigen - integrierten Schotterbett - ausgestattet ist und einem Gleis, dass noch mit einem Schotteraufbau versehen werden muss. Wir behandelt hier nur den zweiten Fall - also das Gleis besitzt kein integriertes Schotterbett und muss nun in irgendeiner Form eingeschottert werden - mit einem Fertigprodukt aus dem Handel.

    1. Variante - Die Korkgleisbettung

    Es gibt viele Hersteller von derartig fertig zubereiteten Korkgleisbettungen.

    1. Die H0 Gleisbettung aus Kork von wwww.Korkshop.eu

    Diese Kork-Gleisbettung in der Nenngröße H0 ermöglicht den Modelleisenbahn-Bastlern die einfache Erstellung eines Modellgleisbaues. Die Kork-Gleisbettung ist sehr leicht und elastisch. Der Vorteil: Dadurch werden die Schwingungen und Geräusche, die ein Modellbahnnzug erzeugt gedämpft. Der Kork kann mit einer Gleisschotter-Imitation bedeckt werden.

    Die Korkbettung ist 5 mm dick und 48 mm breit. Die Grundbodenkanten sind beidseitig in einem Winkel von 45 Grad modelliert. Damit ist der Aufbau einer realitischen Eisenbahntrasse relativ gut dargestellt.

    Der Kork wird als die Untergrundplatte geliefert. Mit diesen Untergrundplatten können gerade Eisenbahnstrecken gebaut werden. Wenn die Kork-Gleisbettung mit dem Tapetenmesser entlang der Gleisachse durchgeschnitten wird, entstehen zwei elastische Halbkorkbettstreifen, die zum Bau von allen denkbaren Bogen und Bahnweichen genutzt werden können. Die Korkbett-Streifen sind 45 cm lang.

    Die Korkbettstreifen werden auf die Modelbahnunterlage geklebt, es reicht ein Korkkleber aus dem Baustoffhandel aus. Weitere Arbeiten sind nicht erforderlich. Nachstehend haben wir eine Auswahl aus dem Sortiment dargestellt.

    Gleisbau-Korkplatten
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    2. Die Noch Korkgleisbettung

    Auch die von der Firma Noch angebotene Kork-Gleisbettung basiert auf dem Material "Kork". Im Gegensatz zur Variante 1 besitzt die Noch-Korkgleisbettung bereits vorgefertigte Gleisbogenausschnitte und Weichenausschnitte. Von der Verarbeitung her gleicht sie der Variante 1. Ein weiterer Vorteil, die Korkplatten gibt es in allen gängigen Spurgrößen.

    Noch Gleisbau-Korkplatten
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    Es gibt natürlich noch viele weitere Hersteller wie Auhagen, faller etc.

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Thema: Die Gleiswendel


    Viele Modellbahner kämpfen mit dem Platz. Deshalb wird viel Geist investiert, um die vorhandenen Platzverhältnisse optimal zu nutzen. In der Regel soll ein Schattenbahnhof auf der Modellbahnanlage nicht fehlen. Schattenbahnhöfe sind deshalb interessant, da Zuggarnituren zusammengestellt werden - ohne sie auf der Anlage zu sehen - und auf Abruf auf die Modellbahnanlage fahren können. Nun kann der Schattenbahnhof flächenhaft gebaut werden, oder mit einer sog. Gleiswendel. Man kann die Gleiswendel aber auch für große Steigungsstrecken einsetzen und so auf engsten Raum den Zug in die entsprechende Höhenlage bringen.

    Gleiswendel
    Das Bild stammt aus der Zeitschrift "Eisenbahnmagazin"
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    Die Gleiswendel wird somit im Modellbahnbau verwendet um große Höhenunterschiede zu bewältigen. Die Herstellung von einer Gleiswendel erfordert schon eine fortgeschrittene Bastlererfahrung.
    Zuerst mal ein paar grundsätzliche Informationen:
    Der Radius einer Gleiswendel sollte so groß wie möglicgh gewählt werden. Also nutzt euren zur Verfügung stehenden Raum voll aus. Umso größer der Radius, umso leichter ist es für Züge die Steigung zu überwinden.
    Die Steigung einer Gleiswendel sollte 3% nicht übersteigen.
    Die Gleisplanung ist mit den nachfolgenden EDV-Programmen möglich. Nachdem die Gleisplanung abgeschlossen ist, legt man die Größe der Kreissegmente fest. Es gibt zwar viele Möglichkeiten wie die Wendel gebaut werden kann, dennoch sollte der Anfänger sich auf einen "Kreis" festlegen.

    Das benötigte Material:
    Außer dem normalen Handwerkszeug wie Schraubzwingen, Stichsäge, Schwingschleifer, Schrauber, Holzbohrer wird natürlich das Material für die Gleiswendel benötigt.
    Man benötigt Sperrholz, Gewindestangen Muttern und Unterlegscheiben. Beim Sperrholz sollte darauf geachtet werden, dass das sog. Grundholz, also das Holz welches das Spiralgerüst bildet eine Stärke von 8 bis 10 mm aufweist. Sonst besteht die Gefahr der Durchbiegung. Die Verleimungsbrettchen benötigen lediglich eine Stärke von rd. 3 mm.

    Gleiswendel


    Wenn die Kreisspirale gebaut ist (die Anzahl der Windungen hängt vom zu überwindenden Höhenunterschied ab), so beginnt die Ausrichtung der Gleiswendel mittels der Gewindestangen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Kreisspiralflächen in parallelen Steigungen verlaufen. Dies ist teilweise ein echtes Geduldsspiel bis die Ebenen entsprechend justiert sind. Nach der Justierung sind die Gewindeschrauben anzuziehen, damit das Spiralgerüst auch stabil wird.

    Gleiswendel
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    Nachfolgend werden noch einige Daten zur Konstruktion gegeben:

    Gleiswendel
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    Die Konstruktion einer Gleiswendel kann über EDV-Programme erfolgen. Mit diesen Berechnungshilfen von Herrn Udo Eickenberg, können auf einfache Weise Gleiswendel berechnet werden:
    zum Programm "Gleiswendel mit und ohne eingefügte Geraden"

    Gleiswendel-Trassenbrett-Rechner - Rechner für die Berechnung von 6- und 8- eckigen Trassenbrettern für 1- und 2-gleisige Gleiswendel. (Autor: Udo Eickenberg)
    zum Programm "Gleiswendel-Trassenbrett-Rechner"

    Fahrdrahtlänge im Bogen. Hierbei handelt es sich um eine Excel-Tabelle mit den errechneten Fahrdrahtlängen nach NEM 111 bei Zick-Zack-Verlegung (Autor: Udo Eickenberg)
    zum Programm "Fahrdrahtlänge im Bogen nach NEM 111"

    Für die Herstellung einer Gleiswendel wird der nachfolgende Link empfohlen. Sollte der Link nicht mehr aufrufbar sein bitte melden.
    Herstellung einer Gleiswendel von www.stayathome.ch"


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Thema: Gefälle und Steigung

    Bereits bei der Planung der Anlage ist auf Steigungsstrecken bei Unter- bzw. Überführungen zu achten. Steigungen auf der Modellbahnanlage sollten - um einen ordentlichen Betrieb aufrecht zu erhalten - bei max. 4 % liegen.

    Wie wir alle noch aus der Schule wissen, werden bei einer Steigung von 3 % auf einer Länge von einem einem Meter 3 cm Höhendifferenz überwunden, bei 4 % sind es auf der gleichen Strecke 4 cm.

    Steigung
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    Nun kann es natürlich vorkommen, dass eine Strecke zu kurz ist, um die gewünschte Höhe mit 4% Steigung zu erreichen, dann sollte versucht werden, die Trassenführung entsprechend zu ändern, um mehr "Abwicklungslänge" zu erhalten.


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Thema: Lichte Höhe / Lichte Weite bei Bauwerken

    Wenn eine Bahnstrecke durch eine Straße überführt werde soll, ist darauf zu achten, dass eine Lichte Mindesthöhe nicht unterschritten wird.
    Die Lichte Höhe von Unterführungen soll bei Dampf- und Diesellokbetrieb mind. 6,5 cm betragen (bei Spur:H0). Beim Oberleitungsbetrieb müssen je nach Befestigung des Fahrdrahtes, etwa 9 bis 10 cm vorgesehen werden.

    Lichte Höhe / Lichte Weite      Lichte Höhe / Lichte Weite
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    Beispiel:
    Es soll eine Bahnstrecke von der Ebene "Null" (= 0 cm) ausgehend, eine andere Strecke, die ebenfalls in Ebene "Null" verläuft, überqueren. Bei einer gewählten Steigung von 3 % wird bei einer "Lichten Höhe" von 9 cm eine Länge von 3,00 m benötigt. Dieselbe Streckenlänge benötigt man dann noch für den Abstieg. Bei einer Steigung von 4 % würde die Rampenstrecke 2,25 m betragen.

    Lichte Höhe / Lichte Weite


    Eine andere Möglichkeit, wenn die Streckenlänge nicht vorhanden ist, kann die Steigungsstrecke dadurch verkürzt werden, wenn die zu überführende Strecke nicht von der Ebene "Null" ausgeht.

    Lichte Höhe / Lichte Weite


    Auch links und recht vom Gleis muss der lichte Raum (= Lichte Weite) entsprechend gestaltet werden. Es dürfen in diesen Raum keine Gegenstände hineinragen, damit ein vorbeifahrender Zug nicht anstösst bzw. aus den Schienen springt. In Kurven ist ferner - ausgehend von der Gleismitte - ein etwa 3 cm bis 3,5 cm breiter Raum zur Bauwerkwand zu belassen. In der Geraden genügt hierfür ein Wert von 2,5 cm.


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Thema: Die Lichte Höhe beim Schattenbahnhof

Wenn die Anlage in mehrere Ebenen geplant wird, so ist es sinnvoll auf der untersten Ebene, einen Schattenbahnhof anzulegen. Beim Schattenbahnhof ist darauf zu achten, dass genügend "Raum" vorgesehen wird, um in den Schattenbahnhof auch mal manuell eingreifen zu können. Deshalb sollte ein Schattenbahnhof mind. 15 cm unter der darüber liegenden Anlagenebene angeordnet werden und vor allem vom Anlagenrand zugänglich sein.

Schattenbahnhof


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Weiterhin viel Spass mit eurer Modellbahnanlage wünscht euch
hpw-modellbahn

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