Anlagenbau -- hier: Trassenplanung, Prellböcke


Modellbahn - Anlagenbau

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Inhaltsverzeichnis:

- Trassenplanung

- Prellböcke






Trassenplanung
    Die Längsneigung (Streckenneigung)

    Wie bekannt, ist eine wichtige Aufgabe des Modellbahners, die Gleisplanung und die Wegeplanung auf der Modellbahnanlage. Dabei muss der Modellplaner wie der Verkehrsplaner wissen, welche Parameter er für die Schienentrassenplanung zugrunde legen kann, damit die Loks und Wagen auch auf diesen Trassen fahren können.

    Steigungen sollten bei Gleistrassen - außer bei einer Zahnradbahn, die auch Steigungen bis 35% überwinden kann - nie größer als 3 bis 4 % sein. Auf einer Länge von 10 cm wären dies dann 3 bis 4 mm. Dies klingt wenig, aber es ist zu bedenken, dass Modellbahnloks größere Steigungen zwar ohne Wagen durchaus bewältigen. Mit einem Wagenzug aber nur noch wenige Prozent-Steigung verkraften. Die Folge sind dann durchdrehende Räder oder ein überhitzter Motor.

    Steigung
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    Soll z.B. eine Bahnstrecke, von Plattenebne "Null" (= 0 cm) ausgehend, eine andere Strecke, die ebenfalls in Plattenebne "Null" verläuft, überqueren, so wird bei einer Überführungshöhe von 9 cm eine Steigungsstrecke von 2,25 m Länge bei 4 % Steigung, bzw. von 3 m Länge bei 3 % Steigung benötigt. Die gleiche Streckenlänge kommt für die Rückführung der Bahnlinie auf Plattenebne "Null" noch mal dazu.

    Ist hierfür nicht genügend Platz vorhanden, kann die Steigungsstrecke verkürzt werden, indem die zu überführende Strecke, von Plattenebene "Null" ausgehend, abwärts - z.B. auf minus 4,5 cm - geführt wird. Für eine Überführung mit einer Überführungshöhe von 9 cm wird dann bei 3 % Steigung nur noch die halbe Streckenlänge, nämlich 1,5 m benötigt.

    Die Lichtraumprofile

    Bei Unterführungen bzw Überführungen (Spur: H0) sind folgende Werte zu beachten:
    Die Lichte Höhe von Unterführungen beträgt beim Dampflok- und Diesellokbetrieb ca. 6,5 cm.
    Bei Oberleitungsbetrieb sind - je nach Befestigung des Fahrdrahtes - ca. 9 bis 10 cm vorzusehen.

    Auch links und recht vom Gleis ist ein lichter Raum vorzusehen, indem keine Gegenstände hineinragen dürfen, damit ein vorbeifahrender Zug nicht anstößt.

    In Kurven sollte, ausgehend von der Gleismitte, etwa 3 bis 3,5 cm Platz gelassen werden. In der Geraden genügen 2,5 cm. Die wichtigsten Maße zu Umgrenzung des lichten Raumes bei Dampf- und Ellokbetrieb sowie bei geraden und gebogenen Gleisen sind nachfolgendem Bild zu entnehmen.


    Lichte Höhe  / Lichte Weite
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    Beim Bau eines Schattenbahnhofes , der unter der Plattenebene plaziert werden soll, muss genügend "Lichtraum" vorhanden sein, um auch bequem manuell eingreifen zu können. Ein Schattenbahnhof sollte deshalb mind.   15 cm  unter der darüberliegenden Anlagenebene angeordnet werden und vom Anlagenrand zugänglich sein.

    Bei der Gleisplanung ist auch die nutzbare Gleislänge zu beachten. Damit ist die Länge bestimmter Gleisabschnitte, zum Beispiel von Bahnsteiggleisen, Abstellgleisen und Blockstrecken, gemeint. Die Länge ist so zu planen, dass beim Fahrbetrieb die Züge, die diese Gleisabschnitte befahren sollen, auch vollständig darin Platz finden. In jedem Modellbahnkatalog befindet sich bei jedem Fahrzeug - egal ob Lok oder Wagen die Bezeichnung "LüP". Diese Kurzbezeichnung bedeutet "Länge über Puffer" und drückt die Gesamtlänge eines Fahrzeugs ohne Kupplungen aus.
    Um nun die Gesamtlänge eines Zuges bestimmen zu können, müssen somit alle "LüP" und auch die Abstände zwischen den Puffern addiert werden. Die Abstände zwischen den Puffern hängen davon ab, ob eine Kurzkupplung oder eine andere Kupplungsart vorhanden ist.

    Am einfachsten geht man so vor, Wenn Klarheit herrscht, welche Züge in einem bestimmten Gleisabschnitt halten sollen. Auf einer glatten Oberfläche wird der jeweilige Zugverband (Lok + Wagen) zusammengestellt und abgemessen. Dieses Maß + Sicherheitsmaß (jeweils 50 mm) ist dann die Basis für die Planung des jeweiligen Gleisabschnittes (z.B. Bahnsteiglänge).


    Trassierung: Einschnitt, Damm und Anschnitt

    Wie wir alle als Autofahrer wissen, verläuft eine Straße nicht immer in der Ebene. Eine Straße kann im Einschnitt, auf Dammlage und auch in einer Anschnittslage verlaufen. Bei der großen Eisenbahn ist das ebenfalls so. Die Trassierung einer Bahn ist natürlich stark von der vorhandenen Topographie abhängig. Bei der Bahn kommt aber, gegenüber der Straßenplanung noch erschwerend hinzu, dass hier die Höchstlängsneigung viel niedriger angesetzt werden muss, als bei einer Straße. Der Grund liegt darin, dass zwischen dem Autorad und der Straße (Gummi auf Asphalt, Pflaster oder Beton) eine wesentlich höhere Griffigkeit (Reibung) vorhanden ist, als zwischen Schiene und Wagenrad (Eisen auf Eisen).

    Es wird sich deshalb keinesfalls vermeiden lassen, dass wegen der vorhandenen Topographie und einer ausreichenden Griffigkeit zwischen Rad und Schiene eben Einschnitte, Dämme und auch Anschnitte gebaut werden müssen.

    Natürlich sollte dies auch auf einer Modellbahn nachgebildet werden. Wir sehen uns deshalb zuerst mal an, wie die Bahnstreckenführung bei der großen Eisenbahn in der Ebene, im Einschnitt, im Anschnitt und in Dammlage aussieht.

    Bahntrasse im Einschnitt


    Bahntrasse im Einschnitt     Bahntrasse im Einschnitt     Bahntrasse im Einschnitt-Systembild
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    Bahntrasse auf Damm


    Bahntrasse Dammlage     Bahntrasse Dammlage     Bahntrasse Dammlage     Bahntrasse Dammlage-Systembild
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    Bahntrasse im Anschnitt


    Bahntrasse Anschnitt     Bahntrasse Anschnitt     Bahntrasse Anschnitt     Bahntrasse Anschnitt-Systembild
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    Bahntrasse in der Ebene


    Bahntrasse Ebene     Bahntrasse Ebene     Bahntrasse Ebene
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    Als nächstes wollen wir uns nun mit der Umsetzung auf der Modellbahn beschäftigen. Die Ebene auf der Modellbahn darzustellen ist relativ einfach. Kompliziert und aufwendiger ist da schon die Darstellung der Bahntrasse in Einschnittslage. Es gibt batürlich wie immer mehrere Möglichkeiten um zum Ziel zu gelangen. Eine Variante hat uns aber dennoch sehr angesprochen.

    Um die Trasse im Einschnitt zu führen sind links und rechts der Gleistrasse entsprechende Böschungen anzulegen. Diese Böschungen können relativ einfach angelegt werden, wenn man ausgediente Topfschwämme zur Anwendung bringt. Die Topfschwämme werden zuerst in Steifen geschnitten. Als nächstes werden sie dann in einen sehr flüssigen Gipsbrei gelegt. Der Schamm saugt nun den flüssigen Gipsbrei in sich hinein. Um diesen Vorgang zu beschleunigen, kann der Schwamm im Gipsbrei ausgedrückt werden und dann losgelassen werden. Dadurch saugt sich der Schwamm vollständig mit Gipsbrei voll. Danach wird er aus dem Gipsbrei genommen.

    Dieser so mit Gipsbrei vollgesogene Schwamm wird dann neben die Gleistrasse gelegt. Dem nachfolgenden Bild kann der Vorgang nochmals nachvollzogen werden.


    Gipsschwämme
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    Nach dem Aufbringen der Gipsstreifen, muss man diese Aushärten lassen. Nach dem Aushärten werden dann weiter Streifen entsprechend angeordnet. Nach dem Austrocknen sollte dann mit einem steifen Gipsbrei eine Ausgleisschicht über die Schwämme gelegt werden. Dabei kann die Böschung,entsprechend den Vorstellungen des Modellbahners, gestaltet bzw. modelliert werden.

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Die Gestaltung von Prellböcken

    Der Prellbock hat bei der großen Eisenbahn die Aufgabe, bei einem Stumpfgleis oder Endgleis zu verhindern, dass ein Triebfahrzeug oder ein Wagen über das Gleisende hinaus rollen kann. Auf der Modellbahnanlage stellt er ein wichtiges Gestaltungselement dar. Es gibt die unterschiedlichsten Materialen mit den Prellböcke hergestellt wurden und werden. Deshalb ist es auch auf der Modellbahn wichtig, nicht nur eine Art von Prellbock darzustellen.

    Viele Modellbahnhersteller haben hierzu wenig getan, um hier eine gewisse Vielfalt von Prellböcken auf den Markt zu bringen. Die eigene Herstellung von Prellböcken ist deshalb in manchen Fällen angesagt. Insbesondere dann, wenn die am Markt befindlichen Prellböcke so gar nicht in die Diorama Situation hinein passen.

    Die Herstellung von Prellböcken ist nicht so schwierig und kann von jedem Modellbahner vorgenommen werden.

    Damit wir mal sehen, welche Prellbockarten es auf der großen Eisenbahn gibt, haben wir Bilder von realen Prellböcken zusammengetragen.

    Der Prellbock aus Holz und Stahl

    Zu finden sind derartige Prellböcke bei Industriegleisen oder untergeordneten Nebenbahnstrecken. Prellböcke aus Holz können nur geringe Anpralllasten aufnahmen, sie sind deshalb für Rangierbahnhöfe nicht geeignet.

    Prellbock aus Holz und Stahl     Prellbock aus Holz und Stahl     Prellbock aus Holz und Stahl
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    Prellbock aus Holz - Modell     Prellbock aus Holz - Modell
    Prellbockmodelle
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    Der Prellbock aus Mauerwerk bzw. Beton und Holz

    Zu finden sind derartige Prellböcke vor allem auf Bahnhöfen

    Prellbock aus Beton und Holz     Prellbock aus Beton und Holz
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    Der Prellbock aus Stahl

    Zu finden sind derartige Prellböcke vor allem auf Rangierbahnhöfen, da diese Prellböcke eine sehr große Anpralllast aufnehmen können.

    Prellbock aus Stahl     Prellbock aus Stahl
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Hinweis:
Wir haben unter der Rubrik "Modellbahninfos --> Hilfsmittel " weitere Unterlagen für den Modellbahnbau zusammengestellt.

Soweit es unsere Zeit erlaubt, werden wir den Aufsatz fortstetzen. Bis dahin, weiterhin viel Spass mit eurer Modellbahnanlage wünscht euch das Team von

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