Bahninfos - Signale auf der großen und kleinen Eisenbahn - hier Lichtsignale


Signale zur Steuerung des Eisenbahnbetriebs
hier: Lichtsignale


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Inhaltsverzeichnis

Grundsätzliches zu Lichtsignalen

Lichthauptsignale

Lichtvorsignale

Lichtsignal ungültig

Kombination Hauptsignal / Vorsignal




Grundsätzliches zu Lichtsignalen

Lichtsignale wurden bereits vor dem zweiten Weltkrieg entwickelt. Aber erst nach dem Krieg wurden sie im nennenswerten Umfang in Westdeutschland eingeführt. Vor allem wegen der elektronischen Signalregelung, die bei der Bahn Einzug gehalten hat, sind Lichtsignale die bessere und zukunftssichere Signalform gegenüber den Formsignalen.

Auch bei den Lichtsignalen unterscheidet man genauso wie bei den Formsignalen zwischen:
- (Licht)hauptsignal
- (Licht)vorsignal

Lichtsignale bestehen aus einem sog. Signalschirm und darauf angebrachten Lampen. Diese Lampen leuchten sowohl am Tag, als auch in der Nacht.

Die Lichtsignale zeigen nur die Begriffe "Halt" und "Fahrt" an.

Das Lichtsignale werden auf der Freistrecke überwiegend als Blocksignale eingesetzt.

Die Lichtvorsignale werden zur Unterscheidung von den Lichthauptsignalen durch die Vorsignaltafel (Signal "Ne 2") kenntlich gemacht.

Lichtsignalfoto      Lichtsignalfoto
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Leider gibt es bei den Lichtsignalen eine Vielzahl von Schirmvarianten. Ein Durchblick über diese Vielfalt ist sehr schwierig. Wir versuchen in diesem Aufsatz ein wenig Ordnung in auf Deutschen Bahnstrecken vorherrschenden Lichtsignale zu schaffen.

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Lichthauptsignale

Das Lichthauptsignal hat die gleiche Aufgabe wie das Formhauptsignal. Es regelt die "Fahrt" und den "Halt" des Zuges.

Signalbild "Hp 0"
wird am Hauptsignal oder Sperrsignal gezeigt. Es signalisiert den Zughalt. Das Lichtsignal zeigt entweder ein rotes Licht oder zwei rote Lichter waagrecht nebeneinander.

Signalbild "Hp 1"
zeigt ein grünes Licht am Lichthauptsignal. Das "Hp 1" bedeutet Fahrt frei mit der im Fahrplan zugelassenen Geschwindigkeit.

Signalbild "Hp 2"
zeigt ein grünes Licht und darunter ein gelbes Licht. Das "Hp 2" bedeutet Langsamfahrt. Das Signalbild schreibt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 40 km/h vor, wenn keine abweichende Geschwindigkeit durch durch das Zusatzschild (Zs) angezeigt wird. Die Geschwindigkeitsbgrenzung gilt vom Hauptsignal ab, bis zum anschließenden Weichenbereich.

Lichthauptsignal       Lichthauptsignal       Lichthauptsignal       Lichthauptsignal
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Die Lichthaupsignale werden durch sog. Mastschilder ergänzt.

Mastschilder
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Bild: 1
Lichthauptsignale besitzen meist ein weiß-rot-weißes Mastschild. Sie dürfen, wenn die Leuchteinrichtung gestört ist, nur auf Befehl passiert werden. Nach der Betriebsordnung der Bahn muss bei Lichtsignale, mit erloschenem Signalbild, gehalten werden. Ferner sind Mastschilder anzubringen die das Verhalten bei Halt anzeigen.

Bild: 3
An Blocksignalen sieht man vereinzelt auch weiß-gelb-weiß-gelb-weiße Mastschilder, das "gestörte" Signal darf dann ohne Befehl auf Sicht passiert werden, wenn eine Verständigung mit dem Fahrdienstleiter nicht möglich ist.

Bild: 2
An einem durch ein Mastschild bzw. durch ein Mastschild mit einem mit der Spitze nach oben weisenden Dreieck gekennzeichneten Lichtsignal, das Halt zeigt oder gestört ist, dürfen Züge nur auf Ersatzsignal, Vorsichtsignal, Gegengleisfahrt-Ersatzsignal, Befehl oder bei Signal "Zs 12" – auf mündlichen bzw. fernmündlichen Auftrag vorbeifahren. Rangierfahrten dürfen nur mit Zustimmung des zuständigen Wärters am Signal vorbeifahren.

Bild: 4
Mit diesem Mastschild gekennzeichneten Lichthauptsignal, das Halt zeigt oder gestört ist, dürfen Züge nur auf Ersatzsignal, Gegengleisfahrt- Ersatzsignal, Befehl oder – bei Signal "Zs 12" – auf mündlichen bzw. fernmündlichen Auftrag vorbeifahren.

Bild: 5
An einem mit diesem Mastschild gekennzeichneten Lichtsignal, das Halt zeigt, dürfen Züge nur auf Befehl vorbeifahren. Ein mit diesem Mastschild gekennzeichnetes Signal, das "Ra 12" zeigt oder erloschen ist, hat für Züge keine Bedeutung

Bild: 6
An einem Mastschild mit weiß-schwarz-weiß-schwarz gekennzeichneten Lichthauptsignal, das Halt zeigt oder gestört ist, dürfen Züge nach dem Anhalten vor diesem Signal ohne Zustimmung vorbeifahren. Hauptsignale mit diesem Mastschild besitzen zugleich eine Vorsignalfunktion (nur bei den Gleichstrom-S-Bahnen Berlin und Hamburg)

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Lichtvorsignale

In der Praxis steht ein Vorsignal etwa 1.000 m vor dem Hauptsignal.

Vorsignale zu ortsfesten Signalen werden durch Vorsignaltafeln gekennzeichnet. Vorsignale sind mit einer Tafel mit zwei gegenüberstehenden schwarzen Winkeln gekennzeichnet. Wenn die Sicht auf das Hauptsignal behindert ist, kann das Vorsignal als Lichtsignal wiederholt werden.

Lichtvorsignale, die in einem um mehr als 5% kürzeren Abstand als dem Bremsweg der Strecke vor dem zugehörigen Signal stehen, sind durch ein weißes Zusatzlicht über dem linken Signallicht etwa in Höhe des rechten Signallichtes kenntlich zu machen. Das gleiche Bild zeigt auch der Vorsignalwiederholer, der jedoch nicht mit Vorsignaltafel ausgerüstet ist und nicht durch Vorsignalbaken angekündigt wird.

Nun zu den jeweiligen Vorsignalbildern:

Das Vorsignalbild "Vr 0" bedeutet "Halt" erwarten. Das Hauptsignal zeigt zu diesem Zeitpunkt "Hp 0"

Das Vorsignalbild "Vr 1" Fahrt erwarten. Das Hauptsignal zeigt zu diesem Zeitpunkt "Hp 1".

Das Vorsignalbild "Vr 2" Fahrt mit Geschwindigkeitsbeschränkung erwarten. Fahrt mit 40 km/h. Am Hauptsignal ist ebenfalls "Hp 2" zu erwarten.

Lichtvorsignal       Lichtvorsignal
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Ungültige Lichtsignale
    Ist ein Lichtsignal ungültig wird dies durch ein weißes Kreuz an dem Signal gekennzeichnet.

    Lichtsignal ungültig       Lichtsignal ungültig       Lichtsignal ungültig
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    Lichtsignale, die zeitweilig betrieblich abgeschaltet sind, zeigen an Stelle der sonst vorgesehenen Signalbilder ein weißes Licht (Kennlicht). Ein Sperrsignal (Lichtsignal), das unmittelbar an einem Hauptsignal steht, ist dunkel, wenn das Hauptsignal „Fahrt“ zeigt
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Kombination "Lichthauptsignal/ Lichtvorsignal
    Bei den Kombinationssignalen ist zu unterscheiden zwischen den Signalen, bei denen Hauptsignal und Vorsignal an einem Mast montiert sind und den sog. ks-Signalen. Im folgendem wird lediglich die Kombination Vorsignal/Hauptsignal an einem Mast behandelt.

    Ist der Abstand höchstens 1.500 m oder kürzer und entspricht dieser dem Regelbremsweg, so kann das Vorsignal am selben Signalträger des Hauptsignals befestigt werden. Am Signalmast ist dann ein Mastschild, das den Standort des Hauptsignals gekennzeichnet, angebracht. Auf die Vorsignaltafel (Ne 2) wird verzichtet.

    Diese Kombination ist in der Regel auf der freien Strecke nicht möglich, da dort zu hohe Geschwindigkeiten gefahren werden und dementsprechend der Bremsweg nicht eingehalten werden kann..

    Nach den Vorschriften der Bahn kann ein Lichthauptsignal mit einem Lichtvorsignal für ein folgendes Hauptsignal an einem Signalträger vereinigt sein.

    Das Hauptsignal befindet sich dann über dem Vorsignal. Wenn mehrere solcher Signale einander folgen, stehen sie in festgelegten Abständen. Der Abstand zwischen ihnen beträgt in der Regel 1.000 bis 1.300 m. Die genannten Abstände beziehen sich auf den Bremsweg der Strecke von 1.000 m.

    Lichthauptsignale mit Lichtvorsignal an einem Signalträger können in einem geringeren Abstand stehen, wenn der Bremsweg der Strecke eingehalten ist. Außerdem darf der Abstand der Signale den Bremsweg der Strecke um bis zu 50 % überschreiten.

    Kombination Lichthauptsignal / Lichtvorsignal     Kombination Lichthauptsignal / Lichtvorsignal
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