Die Modellbahnfirma Berliner-TT-Bahnen (BTTB)

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      Die Firma BTTB ging aus der Berliner Firma Zeuke & Wegwerth hervor. Diese fertigte seit Ende 1946 elektromechanische Spielwaren (z. B. Schiffe) und Modelleisenbahnartikel, letztere anfangs nur in der Nenngröße 0, danach in H0.
      Im Jahre 1956 nahm die Firma eine staatliche Beteiligung auf. Die bisherigen Geschäftsführer Werner Zeuke und Helmut Wegwerth wurden damit Komplementäre und Leiter dieser Kommanditgesellschaft (KG), in der der Staat als Geldgeber auftrat.
      1957 begann die Firma, nach den Erfolgen der westdeutschen Firma Rokal, mit der Produktion von Modelleisenbahnfahrzeugen in der Nenngröße TT. So wurden auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1957 unter anderem eine Dampflokomotive der Baureihe 23 und eine Diesellokomotive V200 nebst Gleisen und Signalen vorgestellt, die dann zu Weihnachten 1958 in den Handel kamen.

      Die Modelle kamen so gut an, dass die Firma um 1960 die Produktion von Artikeln in Größe 0 sowie von Nicht-Modelleisenbahnartikeln erst drosselte und schließlich im Laufe der 1960er-Jahre komplett einstellte. Wegen der gesteigerten Nachfrage nach der Spurgröße TT wurde im Jahre 1965 der Firmensitz von der Grünauer Straße in Berlin-Köpenick in größere Gebäude in der Storkower Straße in Prenzlauer Berg/Lichtenberg verlegt, wo sie bis Mitte der 1990er-Jahre blieb.

      Im Jahre 1966 erschien erstmals das eigene Fachmagazin Modellbahn-Praxis. Im gleichen Jahr begann die Zusammenarbeit mit dem Versandhaus Quelle, das bis 1990 die TT-Modelle (insbesondere speziell für diesen Zweck gefertigte DB-Varianten) in seinem Katalog anbot.

      Im Jahre 1972 wurde die Firma Zeuke & Wegwerth KG dann von der damaligen DDR zwangsverstaatlicht und in VEB "Berliner-TT-Bahnen" (BTTB) umbenannt.

      Das TT-Logo wurde jedoch beibehalten und vor allem im Export auch weiterhin der Zusatz Zeuke verwendet.

      Das Unternehmen - BTTB - produzierte primär für den einheimischen Markt - und dementsprechend auch fast ausschließlich entsprechende Modelle.

      Für die Devisenbeschaffung der DDR wurde aber auch exportiert, insbesondere in die Bundesrepublik Deutschland über das Unternehmen Richard Schreiber in Fürth. Aber auch nach Belgien und nach Großbritannien wurde exportiert.
      Um in diesen Märkten entsprechende Verkaufszahlen zu erreichen, wurden vereinzelt auch DB-Modelle wie die V200, sowie für Belgien und Skandinavien Varianten der NoHAB AA16 hergestellt.

      Kurz vor der Wiedervereinigung verkaufte Ende der 1980er-Jahre das Unternehmen in Westeuropa auf Grund des Devisenmangels der DDR zunehmend Modelle unter dem Herstellungspreis. Dies führte zu einer massiven Verschuldung des Unternehmens.

      BTTB-Güterwagen     BTTB-Güterwagen     BTTB-Güterwagen     BTTB-Dampflok     BTTB-Diesellok
      BTTB-Güterwagen - Spurgröße: TT
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      Im Juni 1990 - also nach der Wiedervereinigung wurde der Betrieb reprivatisiert und in Berliner TT-Bahnen Zeuke GmbH umbenannt. Als Geschäftsführer konnte Werner Zeuke gewonnen werden, der von Henning Schauer unterstützt wurde. Innerhalb kurzer Zeit wurden viele Modelle überarbeitet und insbesondere neue Lackierungsvarianten, sowie mehrere große Neuheitenprojekte erstellt.

      Allerdings traten bereits im Jahre 1991 wieder wirtschaftliche Probleme durch den Kaufkraftverlust in den neuen Bundesländern, sowie massive Verkäufe von Lagerbeständen zu Tiefstpreisen auf. Im Jahre 1991 schied Werner Zeuke aus dem Unternehmen aus. Neuer Geschäftsführer wurde Herr Carlo Parisel.

      Unter seiner Führung erfolgten große Medienkampagnen (teils in Kooperation mit der Treuhand oder mit anderen Herstellern). 1992 gab es dann den Versuch der Expansion auf den TT-Markt in den USA. Im Jahre 1992 übernahm das Unternehmen dann auch den Zubehörhersteller VERO aus Olbernhau. Die Neuheitenprojekte wurden mit großen Schritten fortgesetzt, die BTTB unterstützte mit Sondermodellen und anderen Sponsoringmaßnahmen sogar die Olympiabewerbung 2000 von Berlin.

      Durch diese Handlungsweise überhob sich das Unternehmen finanziell und meldete am 30. Juli 1993 wegen Nichtzahlung dreier Monatsgehälter, sowie hoher Verbindlichkeiten, Insolvenz an.

      Im Rahmen des Insolvenzverfahrens übernahm der Eigentümer der Mattra GmbH, Hans-Jürgen Tillig aus Sebnitz, im September 1993 das Unternehmen. Unter dem neuen Firmennamen "Berliner-TT-Bahnen-Pilz-GmbH & Co. KG" wurden die Unternehmen Pilz und Mattra aus Sebnitz, sowie BTTB Zeuke aus Berlin zusammengeschlossen.

      Im Jahre 1993 erfolgte dann die Umbenennung in "Tillig Bahnen und Gleise GmbH & Co. KG" und die vollständige Verlagerung des Firmensitzes nach Sebnitz.

      Mit dieser Übernahme war das Unternehmen BTTB nur noch Geschichte.

      Für die Modellbahner sind die Artikel der ehemaligen Firma BTTB dennoch interessant, da es noch viele günstige Modelle auf dem Gebrauchtmarkt gibt. Hinzu kommt, dass die BTTB-Modelle der Spur: TT mit den Modellen der Firma Tillig kompatibel sind.

      BTTB-Zubehör     BTTB-Zubehör     BTTB-Zubehör     BTTB-Zubehör     BTTB-Zubehör     BTTB-Zubehör     BTTB-Zubehör
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