Die Motoren der Modellbahnloks - Teil: Fleischmann Motoren -



Die Motoren der Modellbahnloks
Die Fleischmann Motoren


Die Fleischmann Motoren - H0

    Die ehemalige Firma Fleischmann (Insolvenz Ende des 20. Jahrhunderts - gehört jetzt zu Roco/Fleischmann-Holding) verbaute in ihren H0-Modellen seit den 1950er Jahren überweigend Gleichstrommotoren. Um den Verkauf an Loks zu erhöhen, legte sie Modelle auch für den Wechselstrombetrieb auf und stattete mit sog. Allstrommotoren aus. Dadurch konnte sie auch Märklin-Kunden zum Kauf von Fleischmann-Loks animieren. Überwiegend wurden aber Gleichstrommotoren in die Fleischmann-Loks eingebaut, da Fleischmann ja der klassische Zweileiter-Gleichstromanbieter auf dem Modellbahnmarkt war. Die nachfolgend dargestellte Fleischmannmotoren sind Gleichstrommotoren.

    Der klassische Gleichstrommotor von Fleischmann, der in alten Dampf-, Diesel- und Ellokmodellen eingebaut wurde, ist der dargestellte Gleichstrom-Scheibenkollektormotor.

    Fleischmannmotor     Fleischmannmotor     Fleischmannmotor zerlegt     Fleischmannmotor zerlegt     Fleischmannmotor
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    Der Aufbau dieses Motors ist dem obigen Bild zu entnehmen, dass den "Fleischmann-Tipps" entnommen wurde. Daneben ist ein Bild, dass den zerlegten Motor in der Realität zeigt.

    Dieser Motor ist sehr robust gebaut und besitzt hat ein großes Anzugsvermögen. Wie dem zweiten obigen Bild zu entnehmen ist, ist der Motor in Hinblick auf die Kohleschleifer auch sehr leicht zu pflegen. Der Austausch der Kohleschleifer gestaltet sich hier relativ einfach. Auch das Zerlegen des Motors ist ohne Schwierigkeiteh möglich.

    Alle beweglichen Teile des Motors - insbesondere die Ankerlager - sollten regelmäßig mit einem Tropfen Nähmaschinenöl oder besser noch mit Siliconfett geschmiert werden. Wenn Öl verwendet wird, eine Nadel in das Öl tauchen und mit der Nadelspitze (an der sich der Öltropfen befindet) an die Ölstelle bringen. Das Silikonfett am besten mit einem Wattestäbchen aufbringen.

    Es ist darauf zu achten, dass die Kollektoren nicht durch Fett oder Öl verunreinigt werden. Ein neuerer Motor dieser Bauart der z.B. in der BR80 eingebaut ist, ist nachfolgend dargestellt.

    Fleischmannmotor
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    Einen weiteren Motor, den Fleischmann in seine Loks einbaute, ist der nachfolgend dargestellte kleine Elektromotor. Insbesondere in kleine Dampfloks und Dieselloks wie die "Anna" wurde er verbaut. Der Motor besitzt allerdings schlechte Anfahreigenschaften. Bei einer Digitalisierung sollte dieser Motor gegen einen leistungsfähigern ausgetauscht werden. Allerdings ist er gut zu pflegen, da er von allen Seiten gut zugänglich ist.

    Fleischmannmotor
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    Ein sehr alter Motor, der insbesondere in den 1950 Jahren zum Einsatz kam, ist dieser mit einem Getriebe versehener Gleichstrommotor. Er kam hauptsächlich bei den Dampfloks zum Einsatz. Dieser Motor ist einfach im Aufbau und sehr robost. Allerdings sind auch hier die Anlaufeigenschaften sehr unbefriedigend. Im Dauereinsatz ist allerdings der Motor nicht zu übertreffen. Pffegeleicht ist dieser Motor allerdings nicht. Um an das Innenleben des Motors heran zu kommen muss er sorgfältig zerlegt werden. Die Arbeit ist hier nichts für Anfänger.

    Fleischmannmotor     Fleischmannmotor
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    Ein besonders flacher Gleichstrommotor im Spur: H0-Bereich hat Fleischmann ebenfalls in den 1950ger / 1960ger Jahren bei den Dampfloks verbaut. Er ist für einen max 14 Volt-Betrieb ausgelegt und besitzt einen quaderförmiger Permamagnet.

    Beim Motorrschild gibt es eine Version aus Kunststoff und eine aus Metall (längeren Bürstenrohre und gesteckten Bürstenkappen).

    Fleischmannmotor     Fleischmannmotor     Fleischmannmotor zerlegt
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    Ein moderner Fleischmann-Motor ist der nachfolgende Gleichstrommotor. Er wurde in der Ellok BR140 verbaut. Der Motor ist mit beiderseitigen Antriebswellen ausgestattet. Durch die gute Zugänglichkeit ist die Wartung des Motors einfach und unkompliziert.

    Fleischmannmotor zerlegt
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    Links zu weiteren Informationen zum Fleischmann-Motor
    ---> Fleischmann Sammlermodelle

    ---> Alte Modellbahnen








Die Fleischmann-Motoren für Spur N-Fahrzeuge

    Grundsätzich ist anzumerken, dass alle Fleischmann N-Motoren ähnlich aufgebaut sind. Sie sind in der Regel leise und zuverlässige Motoren. Sie unterscheiden sich hauptsächlich dadurch, dass die älteren Motoren noch keine Schwungmasse besitzen.

    Festzustellen ist ferner, dass alle N-Motoren von Fleischmann, ähnlich wie bei Trix (Minitrix) auch, gut zugänglich sind und damit sehr wartungsfreundlich sind. So können bei allen Motoren, die Kollektoren gut gereinigt werden, ohne den Motor zerlegen zu müssen. Auch die Motorkohlen sind sehr leicht auszuwechseln. Fleischmann stellte die Motoren nicht selbst her. Die von der alten Firma Fleischmann verbauten Motoren sind von entsprechenden Motorenproduzenten (Mabuchi etc.) in großer Stückzahl hergestellt worden (werden auch heute noch so produziert) und sind dementsprechend auch bei anderen N-Bahn-Hersteller zu finden.

    Ein Vorteil bei den von Fleischmann verwendeten N-Motoren ist auch, dass sie sich ohne große Hilfsmittel leicht öffnen lassen. Man kann hier in der Regel so vorgehen:

      - Als erstes muss die Schnecke von der Ankerachse abgezogen werden. In der Regel ist sie aus Plastik. Bei Diesel- und Elloks können auf der Ankerachse sich auch zwei Schnecken befinden. Dann zieht man die Schnecke ab, die rechts vom Kollektor liegt.

      - Als nächstes werden die Motorkohlen mit den Federn entfernt.

      - Dann wid mit einem Messer oder einem Schraubendreher mit breiter Flachklinge vorsichtig unter einen Schenkel des U-Winkels gefahren und aus dem Befestigungpunkt ausgehakt wird. Dies geschieht in der gleichen Weise mit dem anderen Schenkel. Es ist darauf zu achten, dass der U-Winkel nicht verbogen wird. Dann kann der Winkel mit den Magneten abgezogen werden. Beim Abziehen kann aber manchmal der Magnet vom Metallschenkel abfallen. Das ist aber nicht weiter schlimm. Mit Sekundenkleber kann der Magnet wieder angeklebt werden. Beim Kleben auf die richtige Magnetposition achten. Es muss ein kleiner Luftspalt zwischen Magnet und Rotor verbleiben, damit der Rotor frei laufen kann.

    Fleischmann-Motor zerlegt
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    Auch wenn nachfolgend - gegenüber den H0-Motoren - der Schein einer großen Motorenvielfalt entsteht, können die Motoren im Wesentlichen doch auf zwei Motorentypen zurückgeführt werden. Die Vielfalt ist nur deshalb vorhanden, weil die Anker bei N-Modellen den Raumbedürfnissen der Loks öfters angepasst werden müssen als bei H0-Modellen.

    Der nachfolgende Fleischmannmotor mit Schwungmasse wurde z.B. in der BR141/ RE4/4-II - Spurgröße N verbaut. Es ist ein Motor der neueren Bauart. Diese Motoren sind in Diesel- und Elloks enthalten. Für Dampfloks eignen sich diese Motoren wegen der beidseitigen Antriebswellen nicht. Der Motor ist nicht - ohne Schaden zu nehmen - zerlegbar. Durch die offene Bauweise ist aber auch ein Zerlegen nicht erforderlich. Er ist an vielen Stellen zugänglich und somit können Reinigungarbeiten an ihm problemlos durchgeführt werden.

    Durch die Schwungmasse besitzt der Motor gut Fahreigenschaften, insbesondere im Rangierbetrieb. Allerdings ist er wegen der Wellenlagerung auf Kunstoff temperaturempfindlich. Die Lok, die mit diesem Motor ausgestattet ist, sollte deshalb nicht überlastet werden und auch keinen Dauerbetrieb ausgesetzt werden.

    Fleischmann-Motor
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    Ein weiterer Fleischmann-N-Motor ist der mit beidseitigen Schwungmassen ausgestattete Motor. Es ist ein moderner Motor, der ebenfalls nur in neueren Fleischmann-Modellen zu finden ist. Auch dieser Motor ist nicht zerlegbar. Durch die offene Bauweise ist er aber sehr gut zu reinigen und zu warten. Er ist in Dieselloks und Elloks zu finden.

    Fleischmann-Motor
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    Der nachfolgende Motor wurde in Fleischmann Dampfloks eingebaut. Er ist z.B. in der Dampflok BR38 zu finden. Der Motor wird auch heute - nach unserem Wissen - noch in Fleischmann-Loks verbaut. Er ist für Reinigungsarbeiten optimal, da er schön zugänglich ist.

    Fleischmann-Motor
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    Der nachfolgende Motor ist in Dieselloks enthalten. Er wurde z.B. in der V60 bzw. BR260 (Nr. 7225, Nr. 72501, Nr. 722502, Nr. 722503, Nr. 722504) verbaut. Es ist ein robuster Motor, der jedoch nicht zerlegt werden sollte, da die gefahr besteht, dass er Schaden nimmt. Dieser Motor erwärmt sich leider auch bei längeren Fahrzeiten stark. Dies kann auch teilweise zu einer Zerstörung der Ankerwicklung führen. Durch die Schwungmasse ist er gut für Rangierfahrten geeignet.

    Fleischmann-Motor
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    Der nachfolgende Motor ist in der BR103, der Ellok BR120 und der Ellok BR110 enthalten. Auch dieser Motor ist sehr wartungsfreundlich.

    Fleischmann-Motor     Fleischmann-Motor
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    Der nachfolgende Motor ist in neueren Fleischmann Modellen eingebaut. Es ist ein Gleichstrommotor mit zwei Schwungmassen und bestens für den Rangiebetrieb geeignet. Er ist z.B. in den Fleischmann-Elloks "Taurus" enthalten. Es ist ferner ein Trommelkollektormotor

    Fleischmann-Motor
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    In die BR151 wurde der nachfolgende Motor eingebaut. Es ist ein Gleichstrommotor ohne Schwungmassen mit Antriebsschnecke. Dieser Motor hat sehr starke Ähnlichkeit mit einem Trix-N-Motor. Wegen der fehlenden Schwungmassen ist der Motor für den Rangierbetrieb nicht gut geeignet. Für den Streckenbetrieb ist er zuverlässig und leistungsstark. Er ist auch, durch die gute Zugänglichkeit, sehr pflegeleicht.

    Fleischmann-Motor
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    In die Baureihe 402 wurde von Fleischmann der nachfolgende Trommelkollektormotor eingebaut. Er weist starke Ähnlichkeiten mit den anderen E-Motoren in den Ellok und Diesellokbaureihen auf. Bemerkenswert ist hier lediglich die beiden relatib langen Schneckengetriebe an den Ankern. Ferner besitzt er keine Schwungmasse.

    Fleischmann-Motor
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